Der Mineralienstammtisch.    

Eine langjährige Einrichtung des Naturwissenschaftlichen Vereins Aschaffenburg.

von Joachim Lorenz, Karlstein a. Main


      am Mikroskop der Stammtisch
Der Stammtisch findet an unterschiedlichen Orten seit über 45 Jahren statt.
Links im Tiroler Hof am 31.07.2008: Michael MÜLLER am Mikroskop, Andreas VÖLKER
Rechts im BSC-Heim am 27.09.2012: Lothar STAAB, Peter RAUM, Andreas VÖLKER, Michael MÜLLER, Frau STEGMANN,
Martina BAUER, Claudia WENZEL, Hans LAUDAHN, Winfried HAHN, Helga LORENZ, Alfred MOHRHARD und Albrecht VORBECK.



Pfaffenmühle   
Die zahlreichen Besucher des Stammtisches am Donnerstag, den 30.10.2014 im Wirtshaus
des Hotels Pfaffenmühle in Aschaffenburg Damm. . 

Wann der mineralogische Stammtisch des Naturwissenschaftlichen Vereins Aschaffenburg begründet wurde, ist nicht mehr bekannt. Man traf sich zunächst in der Gaststätte "Wilder Mann" in Aschaffenburg. Dann wechselte man zur Gaststätte in den "Schwanen" nach Kleinostheim.
Zu den regelmäßigen Besuchern gehörten:
und weitere Mineraliensammler, an deren Namen ich mich nicht mehr erinnere.
Aber der Stammtisch besteht noch heute und so treffen sich die Mineralogen, Geologen, Gesteinskundler, Fossilienfreunde und Interessierte als einzige Gruppe im Verein jeden letzten Donnerstag im Monat zum Unterhalten, Neuigkeiten austauschen, Tauschen von Mineralien und ab und zu einen Vortrag zu hören.

Ich kam durch den Mineralien- und Fossiliensammler und begnadeten Gartenfreund Erwin BRENNEIS(†) aus Kahl zu dem Stammtisch und besuchte den erstmals im Jahr 1972. Der fand in dieser Zeit im Gasthaus "Schwanen" in Kleinostheim statt. Zuerst fuhr ich mit dem Fahrrad, später mit dem Moped nach Kleinostheim. Dort musst ich die Erfahrung machen, dass das Verkünden von Neufunden auch dazu führen kann, dass man eine Fundstelle ausplünderte und dann man dort nicht mehr gerne gesehen wurde. Infolge zurück gehender Funde und mangels guter Kommunikationsmöglichkeiten wurden die Treffen nicht mehr regelmäßig durchgeführt; auch wenn es aus heutiger Sicht kaum vorstellbar ist: nicht jeder hatte ein Telefon!
 
Um 1984 wurde ein Duo aus Hans KOLB (Aschaffenburg) und Peter VÖLKER (damals Haibach) im Naturwissenschaftlichen Verein aktiv, die einen "Steinestammtisch" gründeten. Dazu erschien eine Anzeige im Main-Echo. Ein Teil der einstigen Besucher des Stammtisches aus Kleinostheim trafen sich fortan in dem neu gegründeten Stammtisch in Aschaffenburg im BSC-Heim in Schweinheim. Dies funktionierte in der Gaststätte hervorragend und so wurden dort im Nebenraum zahlreiche Vorträge gehalten und viele Gesteine und Mineralien bemustert. Das war auch der Quell für Freundschaften und viele Exkursionen, die wegen der regen Beteiligung auch mit Reisebussen und mehrtägig veranstaltet werden konnten (Eifel, Fichtelgebirge, ...). Auch das Baggern im Steinbruch zur Suche nach Achaten oder das Goldwaschen im Mainschotter fand hier seinen Ursprung.
Nach dem plötzlichen Tod des Kochs Herrn DANNER 2004 wechselten die Pächter bis die Geststätte mehrfach bis diese wegen Misswirtschaft geschlossen wurde. Dann wechselten wir im Juli 2008 in den nahe gelegenen Tiroler Hof. Als ein neuer Pächter wieder gute Speisen und den Nebenraum anbot, gingen wir ab 2010 wierder ins BSC-Heim.

Da die Terminkoordination trotz einer fixen Jahresplanung nicht eingehalten wurde und wir vor dem geschlossenen Lokal standen, suchen wir seit August 2014 ein neues Domizil und treffen uns jetzt im Wirtshaus der Pfaffenmühle in Damm (Hotel Pfaffenmühle, Glattbacher Straße 44, 63741 Aschaffenburg). Hier werden die Funde begutachtet, (geologisch-mineralogisch-petrographische und bergbaukundliche) Probleme zur Tagespresse gelöst und  hin und wieder gibt es auch einen Vortrag. Oft können problematische und Funde begutachtet werden oder man zeigt seine Neuerwerbungen von Börsen oder aus frühen Tagen.   

Das vereinseigene Stereo-Mikroskop steht den Teilnehmern an den Abenden zur Verfügung.

am Mikroskop
Eureka!
Sabine GLAAB sieht im Mikroskop rote Granat-Kristalle in einem Gneis, das Gestein des Jahres 2015 (aufgenommen am 29.01.2015). Es ist für einen Menschen eine visuelle Offenbarung, wenn man erstmals unter dem Mikroskop bei räumlichem Sehen schöne Mineralien studieren kann. Das können auch andere Objekte sein, der Effekt ist immer der Gleiche. Der Einblick mit zwei Okularen erzeugt den gewohnten räumlichen Eindruck, der gepaart mit der vergrößerungsabhängigen Tiefenschärfe und heller Beleuchtung zu phantastsichen Bildern und unvergesslichen Eindrücken führt. Mit etwas Übung kann man lernen, das Objekt mit aufliegenden Händen im Schärfebereich ruhig zu bewegen und die Beleuchtung so optimal zu nutzen, so dass man ohne den Tubus zu bewegen wie im Flug schauen kann; das ist der Genuss. Wenn man dann noch ein Mikroskop verwendet, welches Brillenträgerokulare mit einer großen Austrittpupille und eine gute Qualität der Linsen aufweist, dann öffnen sich ganz neue Welten.
Im Herbst 2016 wurde das Stereomikroskop durch ein neues mit Kamera ersetzt - siehe ganz unten.


Gruppenfoto 2015
Die Freunde der Geowissenschaften am weihnachtlichen Stammtisch des 17.12.2015:
(von links).Peter RAUM, Joachim LORENZ, Dr. Falk BIGOS, Frau STEGMANN, Alfred MOHRHARD, Martina BAUER, Max RETTINGER, Lothar STAAB, Bernhard GREIN, Sabine GLAAB, SCHRIEDER junior, Dr. Werner SCHRIEDER, Andreas VÖLKER, Helmut SCHREML, Irene SCHRIEDER, Winfried HAHN.
Das Foto schoss Helga LORENZ. 
 

Termine:
2014
2015
2016
2017
2018

Schnappschüsse aus früheren Jahren:
Peter Völker
18.12.1985: Peter VÖLKER beim Vortrag im offiziellen Teil
Stammtisch
18.12.1985: Mitte Winfried HAHN erläutert
Stammtisch
21.12.1989: Franz MÜNZ (†), Peter VÖLKER (stehend),
Frau STRAUB mit Tochter
Gruppe Mineralogie
20.12.1990: Hans GRÄSSL (†) stehend und vortragend,
Jürgen HOFMANN
Gruppe Mineralogie
20.12.1990: Helga LORENZ, Peter VÖLKER (stehend)
Weihnachtsfeier
20.12.1990: Ruth STOSS mit dem "Nikolaus"
BSC-Heim
24.06.1993: Richard SAUER (†), Rudolf ORSCHLER (†),
Erich SVOJANOVSKI (†)
Nebenzimmer BSC-Heim
24.06.1993: Winfried HAHN, Erwin BRENNEIS (†),
Hans GRÄSSL (†), Anneliese GÜNTHER (†),
Walter BUHLEIER (†)
Mineralien-Stammtisch
08.12.1994: Lothar STAAB, Bernhard STAAB, Familie MÜLLER,
Michael MÜLLER
Treffen
22.02.2001: Joachim LORENZ, Michael MÜLLER
Gruppenbild Stammtisch
19.12.2002: Thomas GOSS, Thomas WEIS, Alois FUCHS, ?, Helga
LORENZ, Joachim LORENZ, Winfried HAHN, Wolfgang STRAUB,
Alfred MOHRHARD, Bernhard STAAB, Martina BAUER, Frau
STEGMANN, Michael MÜLLER, Lothar STAAB, ?,
Peter SCHLOTER mit Frau
Gruppenbild
18.12.2003: Hermann URNER, Winfried HAHN, Martina BAUER,
Frau STEGMANN, Frau FUCHS, Hans GRÄSSL (†), Joachim
LORENZ, Michael MÜLLER, Lothar STAAB
Stammtisch 2004
26.08.2004: Frau FUCHS, Frau STEGMANN, Martina BAUER,
Winfried HAHN, Hermann URNER, Wolfgang BECKER,
Wolfgang STAUB
Treffen Mineralogie
15.07.2007: Daniel SCHMITT, Familie BECKER, Max RETTINGER,
Jürgen WEBER
BSC-Heim
26.08.2010: Alfred MOHRHARD, Hans LAUDAHN,  Winfried HAHN,
Claudia WENZEL, Alois FUCHS, Helga, LORENZ, Frau STEGMANN,
Martina BAUER, Reinhold FRANZ(†)
Pfaffenmühle Stammtisch
29.01.2015: Joachim LORENZ, Peter RAUM, Lothar STAAB, Max
RETTINGER, Hans LAUDAHN, Claudia WENZEL, Winfried HAHN,
Sabine GLAAB, Andreas VÖLKER
Mikroskop
29.09.2016: Michael MÜLLER studiert einen Azurit vom Steinbruch
Rehberg am neuen ZEISS-Stereomikroskop 508. Über die Kamera
können alle anderen am PC-Monitor mitsehen und zu dem Bild Fragen
stellen und Kommentare abgeben.




2016 - Das Jahr mit dem neuen Mikroskop
Der Stammtisch mit dem neuen Mikroskop
Noch nicht Weihnachten, aber doch strahlende Gesichter der Teilnehmer am Stammtisch des Naturwissenschaftlichen Verein Aschaffenburg um das neue Mikroskop des Vereins (ZEISS Stemi 508 doc mit Apochromatisches Greenough-System, Manueller, beidseitig bedienbarer Zoom 8:1 (0,63x...5,0x) in den schaltbaren Zoom-Rastpositionen 0,63x-0,8x-1x-1,25x-1,6x-2x-2,5x-3,2x-4x-5x, Kamera-Adapter 60N C-Mount 2/3" 0,5x, Stativ K EDU mit integriertem LED-Durchlicht-Hellfeld / Dunkelfeld, schaltbar, Doppelspot-Leuchte K LED Schwanenhals-Doppelspot, 2x 160 mm für variable Auflichtbeleuchtung, Kamerasystem MikroLive mit 5 Megapixel incl. Software und Transportkoffer Stemi 305/508).
Damit haben wir für die nächsten Jahre ein sehr gutes Instrument, bei dem einer am Mikroskop die Probe führt und anschaut. Über die Kamera können die umsitzenden die Funde und fraglichen Mineralien bzw. Gesteine am PC-Monitor live anschauen: im Bild auf dem Monitor ein Malachit im Rhyolith vom Rehberg bei Sailauf. Das zugehörige Programm kann auch die Bilder aufnehmen, so dass man diese später nochmals anschauen kann. Als Muster verwandten wir Neufunde aus dem Sauerland, von Sailauf, Dörrmorsbach und von der Straßenbaustelle bei Feldkahl.
Von links: Peter RAUM, Hans LAUDAHN, Clauda WENZEL, Lothar STAAB, Alfred MOHRHARD, Andreas VÖLKER, Frau STEGMANN, Martina BAUER, Winfried HAHN, Winfried HAHN,  Max RETTINGER, Peter UNKELBACH, Helga LORENZ, Joachim LORENZ, Michael MÜLLER und Helmut SCHREML im Nebenraum des Wirtshauses Paffenmühle in Damm. 


Zurück zur Homepage oder zum Anfang der Seite