Betriebsverhältnisse, Verarbeitung, Verwendung 


Waagehaus
Der große Steinblock an der Waage - ideal für einen Gedenkstein - begrüßt
den Besucher/Kunden an der Waage,
aufgenommen am 07.06.2007




Steinbruch 1984
Der noch kleine Steinbruch,
aufgenommen am 29.04.1984

Der große Steinbruch wird seit 1994 dreisohlig durch die Fa. Hartsteinwerk Erwin STAHL  in Dörrmorsbach betrieben. Es wird vorwiegend großstückig abgebaut und es werden daraus folgende Produkte gewonnen: Bruchsteine für Uferbefestigungen (mehr als 75 %), grober Schotter (Schrotten) und untergeordnet Mauersteine und "Findlinge" für die Gartengestaltung und als Gedenksteine, wobei letztere 25 t Gewicht erreichen können. Der Abbau geht sehr langsam voran, so dass die gewonnenen Haufwerke bzw. die mit dem "Picker" zerkleinerten Blockmassen teilweise wochenlang besammelt werden können. Der Diorit ist in den oberen Partien teilweise grusig verwittert.

Der Abbau erfolgt durch das Bohren von vertikalen und horizontalen Löchern zur Sprengung. Das dadurch losgesprengte Gestein wird dann durch einen Bagger vorsortiert. Die sehr großen Blöcke zerkleinert man mit einer Eisenkugel (Fallkugel) so weit, dass sie auf den Muldenkipper verladen werden können. An anderer Stelle abgekippt, werden sie dann mittels eines hydraulischen Meißels ("Picker") auf das für den Wasserbausteine gewünschte Maß verkleinert (10 bis 50 kg/Stück).  

Betriebseinrichtungen  Wasserbausteine
Die Aufbereitung mit den Brecher- und Siebanlagen und das Hauptprodukt: Wasserbausteine, aufgenommen am 07.06.2007

Die feinere Fraktion transportiert ein Muldenkipper zum Brecher. Nach dem Brechen und Absieben lagert ein Teil der Schrotten und des Schotters im Bruch bis zum Abtransport. Die durchschnittliche, jährliche Produktion liegt bei z. Zt. ca. 350 t/d (geschätzt). Die Rohdichte liegt bei ca. 2,7 t/m³, die Druckfestigkeit bei 2.200 bis 2.000 dN/cm². Der Wert gibt die Festigkeit nur bedingt wieder, denn das Gestein ist sehr zäh und nicht spröde, so dass es nur schwer zerkleinert werden kann. Für die Verwendung besonders geschätzt ist die außerordentliche Frostbeständigkeit des Gesteins. Die Lagerung erfolgt im Bruch und daneben in einer Freideponie. Die Abfuhr kann ausschließlich mittels LKW erfolgen. 

unkapputtbar
Es gibt Felsblöcke, die auch mit dem hydraulischen Meißel nicht zerkleinert
werden können ("unkaputtbar"), wie man dem Block oben sehen kann, so
dass der Stein bei der nächsten Sprengung an den Wandfuß gelegt wird
oder mit der Fallkugel bearbeitet bzw. zerkelinert werden muss,
aufgenommen am 06.08.2016

zerbrochene Fallkugel
Unfassbar:
Die Fallkugel ist zerbrochen! Wie man in der Bruchstelle sehen konnnte,
hat man das Metall nicht ganz durchgeschmolzen, so dass das Innere
keine hohen Festigkeiten aufwies,
aufgenommen am 29.05.2014

Gabionen mit Diorit
Gabionen mit Diorit aus dem Steinbruch der Fa. Stahl an der Straße von
Dörrmorsbach nach Haibach. Die Drahtkörbe sichern den Hang, der hier
aus Zechstein-Kalken, Bröckelschiefer und Sandstein besteht,
aufgenommen am 19.06.2016

Verwendung der Fallkugel
Zum Zerkleinern der großen Felsblöcke wird eine Fallkugel aus Eisen verwendet,
die mit dem Bagger hochgehoben und dann fallen gelassen wird. Die etwa 7 t
schwere Eisenkugel zerbricht selbst tonnenschwere Steine.
aufgenommen am 03.06.2017



Achtung!:
Es wird auch bearbeiteter Gesteinsabfall aus der Natursteinindustrie aufgearbeitet (kleinere Stücke auch zur Splittherstellung)! Das ist eine sehr sinnvolle Verwendung von Natursteinen. Es ist also mit dem Einschleppen völlig fremder Gesteine zu rechnen, die im Aussehen und dem Mineralbestand dem des Bruches fast gleichkommen. Freunde extotischer Gesteine können hier "fündig" werden. Darunter sind auch feszinierende Gesteine von Küchenplatten, Grabsteinen, Fußbodenbelägen oder Wandplatten. Ohne Aufwand kann man schöne Handstücke von gut polierten Proben gewinnen:

Gesteinsabfall
Typische Situation: Abgekippte, sehr unterschiedliche Natursteinabfälle,
aufgenommen am 20.09.2003.

Weiter wird auch felsiger Baustellenaushub aus verschiedenen Baustellen der Umgebung  von Haibach, Gailbach oder Aschaffenburg mit aufgearbeitet! So gelangten sehr hübsche Felsblöcke des Spessartit aus Gailbach in den Steinbruch. 

Weiter werden bei der Rückfahrt - um Leerfahrten zu vermeiden - Gesteine aus der Umgebung (z. B. Kalk aus dem Muschlkalk Frankens) mit nach Dörrmorsbach gefahren und dann vermarktet.
 


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