Sulfate





Baryt   Ba[SO4]
Im Sommer 1991 wurde im neuerschlossenen Teil des Bruches - direkt unterhalb des früher hier stehenden "Wackelsteins" - ein selbständiger Baryt-Gang angefahren, der max. 8 cm mächtig war, W - E strich und mit ca. 80° - 90° einfiel. Der Baryt ist weiß und auffallend dünnspätig. Er besteht aus bis zu 1 cm dicken aber bis zu 10 cm langen Tafeln, die recht "lose" aufeinander liegen. In den zahlreichen Drusen zum Salband hin erreichen dünnblättrige, weiße, seltener farblose idiomorphe Kristalle bis zu 2 cm Größe. Sie sind aber sehr empfindlich und lassen sich kaum bergen. Der Gang enthielt neben Quarz - auch in den Drusen des Baryts -, Calcit, Hämatit, Chalkopyrit, Malachit und reichlich Mn-Mulm, keine weiteren Begleitminerale. 

typischer, tafeliger Baryt

An den Salbändern des Baryts sind regelmäßige Negative, deren Spitzen in den Baryt zeigen zu finden. Die bis zu 2 cm großen, skalenoedrischen Hohlräume rühren von ehemals vorhandenem Calcit her. Seltener findet sich eine 2. Generation aus einem farblosen bis bläulichen Baryt in bis zu 1 cm großen stengeligen Kristallen, die oft etwas angelöst aussehen und bei flüchtigem Hinsehen mit Aragonit verwechselt werden können.

Baryt

Für den Baryt wurden folgende Gitterkonstanten errechnet: a=7,118(5), b=8,828(5) und c=5,427(4) Å, a=7,123(8), b=8,854(7) und c=5,428(5) Å, a=7,14(3), b=8,89(3) und c=5,39(2) Å. Die Abweichung zum reinen Baryt kann mit einem Sr-Anteil von bis zu 5 % erklärt werden.

Baryte wurden beim weiteren Abbau bis 2008 immer wieder als Teil sehr absätziger, dünner Gänge gefunden.


Scheelit  CaWO4
Bemerkenswert ist der Neunachweis von Scheelit (LORENZ 2001).


Zurück, zum Anfang der Seite oder weiter