Kulturlandschaft versus Naturlandschaft

- aus und um den Spessart.


und ein Missverständnis des gesetzlichen Naturschutzes.


von Joachim Lorenz, Karlstein a. Main

 


Schmetterling
Eines der Sinnbilder für eine schöne und unbeschwerte Natur:

Ein Schmetterling (Kleiner Fuchs,
Aglais urticae (L.))*, der wird positiv bewertet.

Die Distel (Acker-Distel
Crisium arvense) auf der der sitzt, schon nicht mehr,
aufgenommen am 19.08.1989.  



*Der wissenschaftliche Name weist auf die Futterpflanze der Raupe hin, die Brennnesseln (Urtica spec.); sie wird auch nicht gerne gesehen und als "Unkraut" bezeichnet. Mit dem Rückgang des Brennnesselbestände wird logischerweise auch der Falter seltener. Und damit auch die Insekten und Parasiten, die auf den Raupen und Puppen ihre Existenzgrundlage bauen (z. B. Schlupfwespen). 


Kultur:

die, in seiner weitesten Verwendung kann mit dem Begriff Kultur alles bezeichnet werden, was der Mensch geschaffen hat, was also nicht naturgegeben ist. ... (Brockhaus 1990:580ff)  

Wiese

Vom Menschen gestaltet, gepflegt oder zumindest beeinflusst

Typische Kulturlandschaft im Spessart: Eine durch Wege für Fahrzeuge erschlossene Wiese (Landwirtschaft) mit Obstbaum (Obstbau - Streuobst), Erlen und Weiden an einem Bachlauf (einst Nutzholz für Korbflechter) im Wald (forstlich genutzt). Man sieht und bezeichnet dies als „Natur“, geht darin spazieren oder Wandern (Freizeitnutzung), aber hier ist gar nichts natürlich. Das ist eine Kulturlandschaft, bei dem jeder Quadratmeter jemanden gehört, der das mehr oder minder intensiv nutzt oder nutzen lässt (Verpachtung). Die meisten Menschen empfinden dies als schön.
aufgenommen am 20.04.2019.


Natur:

die, zentraler Begriff der europäischen Geistesgeschichte, im Sinne von dem was wesensgemäß von selbst da ist und sich selbst reproduziert. ... (Brockhaus 1991:372ff). 


Natur

Vom Menschen unbeeinflusst oder zumindest nicht wesentlich gestaltet

Nun, da es im Spessart keine Naturlandschaft mehr gibt, kann man auch keine zeigen. Es gibt im Spessart keinen einzigen Hektar Landfläche, der nicht vom Menschen geschaffen, gepflegt, bewirtschaftet, bejagt, befischt oder nicht beeinflusst wird. Der Naturpark Spessart umfasst die Kulturlandschaft, die Naturschutzgebiete schützen ein bestimmtes Stadium einer Skukzession zum Wald und Naturdenkmale schützen kleinste Besonderheiten. Natur im eigentlichen Sinne ist hier nicht mehr zu finden. 


Deshalb ist kein Foto einer Landschaft möglich*



*sollten Sie anderer Meinung sein, dann senden Sie mir ein Bild.


Natur?


Naturschutz?


Unberührte oder einer sich selbst überlassene Natur gibt es weder in Deutschland noch in Europa (mit Ausnahme der Flächen über den Schneegrenze in den Hochgebirgen und im Wattenmeer) und auch weltweit kaum noch (Glaser, Gebhardt & Schnek 2007:23f, siehe dazu auch Winiwarter & Bork 2019).

Auch das was man als Bürger oder Tourist sieht und dafür hält, ist es nur ganz selten, denn alles gehört jemanden und der beeinflusst und verändert - bereits durch seine temporäre Anwesendheit. Das gilt für Nationalparke in überall, denn auch hier wird die Natur nicht sich selbst überlassen (ja, ich weiß, es gibt einige Ausnahmen, die mann dann auch nicht besuchen kann). Denn dann gibt es einen Weg, eine Straße usw. Und auch die Menschen dort leben von dem, was es dort gibt. So sind die meisten schönen Gebiete dann auch keine Natur, sondern das Produkt einer langen Entwicklung zu einer Kulturlandschaft, so exotisch diese auch aussehen kann. 


Hochland in Island
Das heute menschenleere Hochland in Island mit der Hochlandstraße F35.
Man liest und denkt, das ist unberührte Natur. Aber das ist ein völliger Irrtum.
Als die Wikinger um das Jahr 1000 mit der Besiedlung Islands begannen,
stand hier Wald. Der wurde schnell abgeholzt und durch eine Weide ersetzt.
Die Schafe verhinderten einen Aufwuchs. Der immer wehende Wind trug an
jeder kahlen Stelle den Boden weg, bis ein Steinpflaster den weiteren Abtrag
verhinderte. Es ist eine von Menschen verursachte Wüste; das mag bitter sein,
aber es ist die Wahrheit; siehe auch BORK
2006:151ff.
Aufgenommen am 19.08.2002


Es ist ein wertvolles und herausragendes Verdienst des Archäologischen Spessartprojektes (ASP), dass dieses Bewusstsein der Kulturlandschaft über die Kulturwege im Spessart und seiner Umgebung in die lokale Bevölkerung getragen worden ist (Projekt-Büro Spessart et al. 1996, Autorenkollektiv 2003, 2005, 2009, 2012). Davon zeugen neben den Grabungen an den zahlreichen Burgen und Klöstern auch über 110 Kulturwege im und um den Spessart, auf denen der Besucher, Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer die Kulturlandschaft und seine Besonderheiten auf den bekannten Tafeln erläutert bekommt. Und die aktuellen Forschungen mit dem ASP zur Pfinzing-Karte aus dem Jahr 1594 im Staatsarchiv Nürnberg zeigt, dass es sich um eine Wirtschaftskarte handelt; der Spessart trägt darauf kaum einen Wald!

"Rettet die Bienen" die Bienen?

2019. Das bayerische Volksbegehren erhält viel Zuspruch. Es rettet keine Bienen und auch die Partei, die sich das werbewirksam auf die Fahnen schreib, rettet auch keine. Die meisten (Honig-)Bienen (und das ist mit „den“ Bienen wohl gemeint) ist inzwischen ein Haustier wie Kühe und Schweine der Landwirte; sie gehören den Imkern und werden gehalten. Der Bestand wird nicht durch natürliche Prozesse geregelt, sondern durch eine derzeit in Deutschland wachsende Schar von Imkern, die die Königinnen handeln, Völker aufbauen, liebevoll pflegen und damit vermehren. Sie verfahren die Völker dorthin, wo reichlich Nahrung (Tracht) vorhanden ist und bestäuben dabei viele Pflanzen. 

Selbstverständlich gibt es darüber hinaus eine große Zahl von Insekten, die ebenfalls als Bienen (Hautflügler) bezeichnet werden, aber nicht von Menschen kultiviert wurden. Sie bilden in der Regel keine großen Staaten und leben auch solitär. Als man noch Kastenschlösser („Chubb-Schloss“) ohne Schließzylinder in den Türen hatte, fand ich nach einem Problem im Schloss der Haustüre die Reste von „Erdbienen“ (wohl Gattung Andrena). Die Biene konnte wohl zwischen den wenigen Schließungen die Kammern aus Ton für den Nachwuchs in dem Schlosskasten bauen. Nicht an Insekten interessierte Menschen werden diese Bienen kaum wahrnehmen. Die Ausnahme ist die hummelähnliche Holzbiene (Xylocopa spec.), die aufgrund der Größe und der Farbe sehr auffallend ist. 

Kiefernprozessionsspinner
Pinien-Prozessionsspinner-Raupen (Thaumetopea pityocampa)
an einem Gespinst mit Kotpillen,
aufgenommen im Mai 1979


Ohne Zweifel ist die Wahrnehmung, dass es weniger sichtbare Insekten gibt als früher (also vor 30 oder 50 Jahren), richtig, auch wenn ich denke, dass die zur Ermittlung der Arten verwandten klassischen Lichtfallen nur einen kleinen Teil der Insekten erfassen, denn es gibt sie auch unbeachtet im Boden (z. B. Ameisen, Springschwänze – Collembola - wer zählt die?). Und dann fallen einfach Schmetterlinge und große Insekten wie Libellen, Hautflügler usw. mehr auf und sind auch leichter bis zur Art bestimmbar. Und damit wird auch das Fehlen wahrgenommen. Aber wer kennt oder interessiert sich für Wanzen? Ich kannte mit Dr. Edmund Wolfram() aus Mainaschaff bzw. Bonn nur einen Spezialisten für Wanzen. Obwohl kaum jemand selbst eine Bettwanze sah, sind die überwiegend harmlosen Tiere (z. B. sind Wasserläufer auch Wanzen) sehr negativ belegt.

Und man hat den Eindruck, dass auch hier eine Selektion betrieben wird: Schmetterlinge (vor allem die bunten Tagfalter) bitte gerne, aber Eichen-Prozessionsspinner, den Kohlweißling und Nachtfalter wie Motten nein. Blühwiesen ja, Disteln und Brennesseln nein. Mit den jetzt überall angebotenen Samenpackungen für "Blühwiesen" wird sich langfristig nicht viel ändern; allenfalls werden weitere standortfremde Pflanzen verbreitet; wie mit dem winterlichen Vogelfutter. 

Die Gründe für die Verminderung der in der Luft vorkommenden Insekten kann man aber ebenfalls wahrnehmen. Die Vielfalt und die Masse der Insekten fußt auf einer kleinräumigen und vielfältigen Kulturlandschaft mit artenreichen Pflanzen als Nahrung – nicht auf der Natur. Wenn man Natur als ungesteuertes Stück Land, als Gegensatz zur Kultur ansieht, dann gibt es in Deutschland seit Jahrhunderten keine Natur (mehr). Und alles was als solches gesehen wird, sind die vielfältigen Kulturlandschaften und die sind vom Menschen, wenn auch für einen anderen Zweck geformt, entstanden. Die Heiden als Folge der Abholzung und anschließende (Schaf-)Beweidung; bekanntes Beispiel ist die Lüneburger Heide durch die Salzsiederei in Lüneburg. Auch die Weikertswiese im Spessart ist eine Rodungsinsel, also vom Menschen geschaffene Wiese zur Gewinnung von Gras bzw. Heu. Die Forste sind einstige Wälder mit einem aus wirtschaftlichen Gründen angepflanzten Baumbestand. Die Liste ließe sich sehr lange fortführen. Sie ist in der einschlägigen Literatur beschrieben. 

Das Verschwinden der Insekten geht einher mit der langjährigen Reduzierung der Nutzgärten, kleinteiligen Landwirtschaft (Flubereinigungen), das Vorrücken des Waldes in eine von Wiesen geprägten und ohne große Maschinen auskommenden Landwirtschaft, Neophyten (z. B. das Drüsige- oder Indische Springkraut (Impatiens glandulifera) oder der Japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) mit einer Wuchsgeschwindgigkeit von bis zu 25 cm am Tag), welches die heimische Flora an den Bachrändern an vielen Orten verdrängt hat und sicher vieler weiterer Faktoren. Ein Erhalt des Insektenbestandes, z. B. von 1970, ist keine Natur, sondern das Gleiche, als würde man viele kleinen Zoos für Insekten einrichten. 

Wenn man in Deutschland ein Land sich selbst überlässt, wie zum Beispiel im Nationalpark Bayerischer Wald, dann ist das Ergebnis immer der Wald (wenn die Pflanzenfresser wie Rehe und Hirsche zurück gehalten werden), je nach Lage, Boden und Höhe sehr unterschiedlich aussehend, aber eben Wald (Klimaxgesellschaft). Und der ist gegenüber der einer Kulturlandschaft artenarm. Deshalb ist eine Unterschutzstellung von weiteren Wäldern sinnlos, denn die viel gelobte Artenvielfalt begründet sich auf einer keinteiligen Kulturlandschaft. Und der Wald brennt auch mal ab und für die Nachfolge auf den abgebrannten Flächen gibt es natürliche Spezialisten, die diese geschwärzten Flächen schnell wieder begrünen. Aber das darf in Deutschland nicht sein, denn der Wald darf auch im Naturschutzgebiet nicht brennen und wird von der Feuerwehr in jedem Falle gelöscht, weshalb die Wiederbesiedler dann selten sind. Es wäre aber Natur, den Wald brennen zu lassen, denn das tat er jahrtausendelang auch. Wie man an fossilem Holz feststellen kann, brannten auch Wälder vor Millionen von Jahren, denn Holzkohle ist über geologische Zeiträume erhaltbar. In den USA lässt man dagegen natürlich entstandene Feuer in den Nationalparken brennen. 


brennender Baum
Von einem Blitzschlag angezündeter und abgebrannter
Wacholder-Baum nahe einer Straße. Vor ihm war ein Zettel am
Boden gepinnt, in dem die Besucher gebeten wurden, nicht zu
löschen, da es sich um ein natürliches Feuer handelt;
Canyonlands National Park, USA.

Aufgenommen am 04.09.1994 

Dass selbst in den so genannten „Naturschutzgebieten“ eine Reduzierung der Insekten (und damit ein "Artenschwund") zu beobachten ist, ist auch logisch. Das System des gesetzlichen und regelkonformen Naturverständnisses und sein Schutz kann keine dynamische „Natur“ erhalten. Sinngemäß schrieb das auch der Reptilenkenner Rudolf Malkmus (2019) für die Echsen und Schlangen: "Der weggepflegte Reptilienbestand" (Malkmus (2019:19ff). Solche Gebiete entwickeln sich langsam und oft kaum merklich weiter, weil die darin lebenden Pflanzen eine relativ kurze Lebensdauer haben, auch wenn sie gepflegt und vom Menschen („Naturschützer“ mit Roten Listen) ein bestimmtes Stadium der Sukzession erhalten werden soll. Da dies auch bei den kaum wahrnehmbaren Bakterien, Flechten, Moosen und Pilzen so ist, folgen mit Verzögerung auch die höheren Pflanzen und mit dem Wechsel der Pflanzen folgen die darauf fußenden Tiere.

So genannte Naturschutzgebiete entstehen nach einem sehr ähnlichen Muster. Es werden keine "normalen" Flächen wie Wälder, Äcker oder Wiesen geschützt, sondern Sonderstandorte, die gegenüber den übrigen Flächen unterrepräsentiert sind und dann von Spezialisten besiedelt werden. Da diese selten sind, werden sie "geschützt".

Es ist doch auffällig, dass nicht nur im Spessart, meistens (Beispiele)

zu „schützenswerten“ Naturschutzgebieten oder Naturdenkmalen erkoren werden. Die Pflanzen und Tiere gibt es dort nur, weil der Mensch dort eine unnatürliche Freifläche geschaffen hat, die eine vielfältige Sukzession erzeugt, die selten ist, weil sonst die menschliche Nutzung als Forste, Gärten, Häuser, Äcker und Wiesen das verhindern. Würde man die Naturschutzgebiete nicht pflegen, dann werden die sich zu einem Wald entwickeln. Dies kann man sehr schön in den flächigen Gebieten verfolgen, so dass nach 20 oder 30 Jahren keines der einst schutzwürdigen Pflanzen oder Tieren hier nachzuweisen sind. Dies ist für viele Menschen schmerzhaft, aber die Dynamik der Natur ist hier nicht aufhaltbar. 

Ein Bewahren eines bestimmten Zustandes über einen längern Zeitraum ist nicht möglich, denn das gelingt selbst bei den klassischen Denkmälern nur eingeschränkt, denn die Verwitterung und die Biologie nagt unaufhaltsam an den im Freien stehenden Bauten, so dass diese - je nach Materialauswahl - immer wieder erneuert werden müssen; man denke dabei an die großen Kirchenbauten, die infolge der Gesteinsverwitterung immerwährend erneuert werden müssen. Es bleibt dann die Form oder die Idee, aber nicht das Material erhalten.


"Das einzig Stetige ist der Wandel".


Bis vor etwa 2,6 Millionen Jahren war es bei uns wärmer und feuchter als heute. Während des Miozäns lagen wir am Rand eines kleinen Meeres mit Sümpfen. Dieses erstreckte sich vom Rand des heutigen Spessarts bis nach Alzey. Die Verhältnisse waren ähnlich denen im heutigen Florida. Davon zeugen beispielsweise auch die Kalksteine am Schneckenberg (mit dem einstigen Kalkwerk Grix), Lohwald und Bieberer Berg in Offenbach (siehe Ott et al. 2009). Damals gab es hier sicher keine Menschen.

Kalkstein Offenbach Kalkstein mit Peloiden
Mariner, untermiozäner Kalkstein aus Foraminiferen, Schnecken und Peloiden vom Schneckenberg am Lohwald zwischen Bieber und Offenbach am Main,

angeschliffen und poliert,
Bildbreite links 13 cm, rechts im Ausschnitt 2 cm


Mit der globalen Abkühlung („Eiszeiten“) verbreitete sich der Mensch weltweit und so kamen vor etwa 0,7 Million Jahren die ersten Menschen nach Deutschland. Sicher waren deren Einflüsse infolge der sehr kleinen Zahl noch vernachlässigbar klein. Aber es gibt ernst zu nehmende Hinweise, dass das Aussterben der kaltzeitlichen Großsäuger am Ende der letzten Kaltzeit durch den Menschen zumindest gefördert wurden, wenn nicht verursacht, weil die klimatischen Änderungen mit den anthropogenen Einflüssen nicht mehr zu kompensieren waren. Spätestens seit dieser Zeit ist es mit der von Menschen unbeeinflussten Natur im heutigen Deutschland vorbei. Während der kältesten Phase des Würm (der letzten "Eiszeit"), so um 20.000 Jahren, war es so kalt, dass auch die großen Pflanzenfresser abhahmen und somit auch nur noch ganz wenige Menschen hier überleben konnten. Damit ist gemeint, dass es vielleicht keine 1.000 Menschen in Deutschland waren oder vielleicht auch gar keine mehr. 

Nach der letzten Kaltphase („Eiszeit“) vor 18.000 Jahren sind Pflanzen und Tiere aus klimatischen Inseln und von Süden wieder nach Deutschland und in den Spessart eingewandert. Spätestens seit der Jungsteinzeit kam der Mensch zurück und brachte weitere Pflanzen und Tiere „mit“ (Himmelsbach 2010:34f) in den Spessart. Mit jeder innovativen Welle zu Ackerbau und Viehzucht kamen neue Pflanzen und Tiere dazu. Wie die zahlreichen Funde bei Ausgrabungen des Archäologischen Spessartprojektes zeigen, gab es die erste Besiedelungwelle des Spessarts in der Jungsteinzeit. Dass es damals bereits weit reichende Handelsbeziehungen gab, belegen die Steinbeile aus dem 600 km entfernten Isergebirge im heutigen Tschechien (Lorenz 2010:541). Mit der deutlichen Klimaverschlechterung in der Bronzezeit (Poschlod 2015:38f) wurden die Höhen des Spessarts wieder aufgegeben.

Mit dem Handel und der größer werdenden Mobilität spätestens seit der Ankunft der Römer wurde die Vielfalt immer bunter. Hierbei wurde eine Vielzahl von Nutz-Pflanzen und damit auch Tiere eingeführt und auch versehentlich verschleppt. Mit den Römern kam beispielsweise der Weinbau hierher.  

Das Klimaoptimum im Mittelalter führte zu einer Ausbreitung der Besiedelung, auch im Spessart. Durch den Mehrbedarf an Ackerflächen kam es zum weitegehenden Abholzen des Waldbestandes in ganz Deutschland auf auf unter 15 % der Fläche um 1300 (Winiwarter & Bork (2019:20f), ein Wert der später nicht mehr erreicht werden wird. Neben dem Konstruktionsholz ("Holländerholz") verbrauchte die industrielle Glasfertigung sehr große Holzmassen; einmal zum direkten Schüren den Glas-, Kühl- und Strecköfen und andererseits zur Produktion der Holzasche, die im Mittelalter direkt ins Gemenge kam. Später war das der Rohstoff für das Waschen der Pottasche, die man für farbloses Glas benötigte. Für den Forst setzte man eine Umtriebszeit von 30 bis 60 Jahren an, so dass man das Holz leicht einschlagen konnte. Diese Art Forst wäre in Kombination mit den konkurrierenden Nutzungen (siehe unten) für uns sehr fremd.
Insbesondere die "Magadelenenflut" vom 19. - 25. Juli 1342 führte zu einem massiven Einschnitt und zu einer heute noch sichtbaren Veränderung der Landschaft. Eine deutschlandweite Vb-Wetterlage erbrachte in wenigen Tagen unglaubliche Niederschlagsmengen, die auf den bestellten Akerflächen zum "Schluchtenreißen" führte; die Wassermassen schnitten tiefe Rinnen in den Boden, die je nach Untergrund zu Schluchten wurden und deren Wände später nachrutschten. Solche Formen kann man beispielsweise heute noch am Westrand des Spessarts erkennen. Die Abflussmengen der großen Flüsse wurden gegenüber den Hochwässern des 19. und 20. Jahrhunderts um das 10 bis 100fache übertroffen! Für den Main bei Keinheubach, der sonst im Mittel 175 m³/sec führt, wurden anhand bekannter Pegelstände und Rechnungen des Niederschlags, Einzugsgebiet und Abflussverhaltens zwischen 3.500 und 3.600 m³/sec errechnet (Tetzlaff et al. 2002). Mit dem Beginn der neuzeitlichen Klimaverschlechterung (bekannt als "kleinen Eiszeit") (Kiermayr-Bühn 2009, Fouquet & Zeilinger 2011, Gerste 2018) wurden viele Weiler und Gehöfte im Spessart wieder aufgegeben und sie fielen wüst, z. B. Neuendorf bei Steinau a. d. Str. Zusammen mit der Pest, dem 30jährigen Krieg und der klimatischen Abkühlung eroberte der Wald die wüsten Flächen wieder zurück. Der heutige Wald fußt auf der Täigkeit der nachhaltig wirtschaftenden Förster seit dem 18. Jahrhundert. 

V-Graben
Namenloser, V-förmiger Graben zwischen Hörstein und Kleinostheim,
südlich des Häuserackerhofes, entstanden bzw. vertieft beim Unwetter
im Juli 1342.
Ein Großteil der Pflanzen am Boden ist das Klein Springkraut
(Impatiens parviflora), welches aus Asien stammt (Neophyt).
Das damit vergesellschaftete Wald-Bingelkraut (Mercurialis
perennis
) ist heimisch,
aufgenommen am 22.05.2019


Mit Segelschiffen der Neuzeit wurden sehr viele Nutzpflanzen eingeführt. Besonders nach dem man reichlich exotische Pflanzen (und Tiere) aus allen Teilen der Welt in (botanische) Gärten verfrachtete, konnten Pflanzen (und damit auch Tiere) aus den Gärten den Rest des Landes eroberten (sogn. Neophyten). So sind etwa 1/3 der gesamten deutschen Flora Neophyten, je nach dem was man seit der Eiszeit als „natürlich“ definiert. Beispielsweise stammen die in den Wäldern des Spessarts verbreiteten Springkräuter (Impatiens) alle aus Asien oder Nordamerika. Bei den Insekten sind mir keine Zahlen bekannt, aber da diese auf Pflanzen angewiesen sind, sind ähnliche Zahlen zu erwarten. Es gibt kaum ein größeres Stück Land, wo keine Neophyten wachsen. Und dies geschieht heute entlang der Straßen und Eisenbahnen weitgehend ungebremst. Nur dort wo Menschen Probleme erleben oder erwarten, regt sich ein Widerstand: So breitet sich das Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisifolia L. (1753) als Neophyt von Nordamerika seit 1860 in Deutschland aus. Der Pollen der Pflanze gilt als starkes Allergen und somit wird die Pflanze bekämpft. Da die botanischen Artenkenntnise nur bei wenigen modernen Menschen vorhanden sind, sind die Ergebnisse nicht in die Fläche zu tragen und damit auch nicht nachhaltig. 

Mit dem frühindustriellen Bürgertum (nach heutigem Terminus „Citizen-Science“ der Naturwissenschaftlichen Vereine in Deutschland im 19. Jahrhundert) wurde die Möglichkeit geschaffen, die Kulturlandschaft zu dokumentieren. Herbarien wurden angelegt und naturwissenschaftlichen Sammlungen zusammen getragen, die nur zum Teil öffentlich zugänglich gemacht werden konnten. Parallel schaffte eine kleinteilige Land- und Gartenwirtschaft viele Nischen, die maximal mit Tieren und Kulturfolgern („Unkraut“) besetzt wurden. Hinzu kam eine wachsende Zahl an Büchern, die das Wissen weiter gab. In diese Zeit fallen auch die ersten Bestimmungsbücher, teils mit schönen Farblithographien, heute gesuchte Bücher. Bestimmungsschlüssel helfen bei der genauen Zuordnung von Gattungen und Arten. 
Das wurde von den heute lebenden Menschen als „Natur“ angesehen und auch in Gesetzen, Verordnungen und Verwaltungsvorschriften festgeschrieben.

Mit den immer besser werdenden Möglichkeiten der farbigen Fotografie - gepaart mit den wachsenden Druckmöglichkeiten im Vierfarbendruck zu geringen Kosten in der 1980er Jahren - wurden Bücher produziert, die dem Leser eine attraktive und schöne Welt der "Natur" zeigen, versehen mit der Botschauft diese Schöpfung zu erhalten. Ein Beispiel ist der damals auflagenstarke, großformatige und durchweg farbig illustrierte Bildband von Blüchel (1982) mit einem Gang vom alpinen Hochgebirge bis zum Wattenmeer der Nordsee. Auch hier ist klar, dass die Mehrzahl der abgebildeten Tiere eine menschlich positive Botschaft in sich tragen. Es sind hervorragende Fotos von sehr zahlreichen Photographen, die hier abgeruckt wurden. Und der Text vermittelt ein rundes Bild von den Wechselwirkungen, Artenkenntnissen und den vielfältigen Beziehungen zwischen den Pflanzen und Tieren.

Jedwede Veränderung wird als Verlust oder Aussterbebedrohung gesehen, obwohl die Verbreitungsgebiete vieler Pflanzen (und wohl auch Insekten) nicht originär bei uns liegen. Diese Sicht nach Stadt-, Kreis- oder Ländergrenzen produzieren dann viele Gefährdungen, denn je kleinteiliger die Sicht, um so größer die Gefährdung. Bespielsweise ist das Wollgras durch die Trockenlegung der Sümpfe in Deutschland in seinem Bestand sehr klein und ist damit im Bestand gefährdet. Wer aber mal die nördlichen Teile Skandinaviens bereist hat, weiß, dass das Wollgras nicht vom Aussterben bedroht ist, da es hier auf tausenden von km² vorkommt. Also ist der mit hohem Aufwand betriebene Schutz des Wollgrases bei uns in Deutschland für das Überleben der Art ohne Bedeutung.

Hat schon mal jemand gefragt, wie viele Insekten oder Bienen es zur Zeit der Römer, im Mittelalter oder um 1750 gab? War das Natur?
Man erinnere sich daran, dass 1850 alle Hammerwerke im Spessart den Betrieb einstellen mussten, weil die Köhler im Spessart kein Holz mehr kaufen konnten, um Holzkohle zu schwelen! Was bedeutet, dass weite Teile des Spessarts keinen Wald bzw. Forst nach unserer heutigen Definition trug (man lese dazu die Bemerkungen des Russischen Finanzminsters Grafen Georg Cancrin auf der Fahrt durch den Spessart im August 1843). Das war sicher im Harz und in anderen Bergbau- und Hüttenregionen ähnlich. Der restliche Wald wurde in einer heute unvorstellbaren Art genutzt (siehe Stern et al. 1979). Der Wald musste dem Bergbau das Holz zur Verfügung stellen und alle anderen Nutzungen wurden hinten angestellt (Gleitsmann 1984): 

Geharzte Kiefern
Kiefern mit den Einschnitten zur Baum-Harzgewinnung bei
Limsdorf, Gemeinde Storkow in Brandenburg in der DDR, 

aufgenommen am 10.06.1992

Oder man schaue alte Bilder vom Main, z. B. in Stadtansichten, an. An den Ufern gab es gar keine Vegetation wie Schilf und Weiden, denn die hätte die Leinreiter behindert, d. h. die Menschen, die die kleinen Schiffe und Schelche mittels Seilen und Pferden mainaufwärts zogen, da es ja keine Motoren gab und für das Segeln war der unregulierte Main wohl zu schmal. 


Vermutlich sind "natürliche" Ökosysteme bei uns im Spessart gar nicht mehr erhaltungsfähig, ohne dass der Mensch nach irgendwelchen Kriterien eingreift. Einerseits weil die für einen Erhalt aus sich selbst zu klein sind und andereseits, weil zu den Verfälschungen, wie Waschbär und Nilgans, ständig neue Teilnehmer in den Ökosystemen hinzukommen und eine stete Änderung bewirken. Eine Ausrotten dieser extrem anpassungsfähigen Arten ist aufgrund eines vermenschlichten Tierschutzes politisch weder durchsetzbar noch dann in der Praxis ausführbar. Oder es fehlt das Geld, weil man für tausende € Eidechsen "rettet" und dann umsiedelt, was für den Erhalt der Art belanglos ist. So werden wir ungewollt auch Zeuge von Verdrängungen, die letztendlich auch zu einem Aussterben von Arten führen werden, weil die Zahl der Nischen für Nahrung usw. in einem Ökosystem begrenzt sind.

Somit sind die gegenwärtig geplanten Maßnahmen zum Erhalt der Insekten bzw. zum "Artensterben" nichts anderes, als viele kleine Botanische Gärten und Zoos ohne Zaun und Eintritt. Ein Erhalt dieser Stadien in einer natürlichen Sukzession ist immer mit einem dauerhaften Aufwand durch Menschen verbunden, denn sonst kommt der (artenärmere) Wald! Es wäre wohl ein Rotbuchen-Tannenwald (Frey & Lösch 2010:163). Aber das wäre Natur. Und der natürliche Wald ist gegenüber der vielfältigen Kulturlandschaft artenarm. 

Er sieht auch nicht „schön“ aus.


So fußt auf einem falsch verstanden Naturschutz 2019 eine weitere sinnentstellende Gesetzgebung in Bayern. 1,7 Millionen Wähler haben den Rest von etwa 9,5 Millionen Wählern überstimmt. Und die Politik finanziert über den Steuerzahler eine Landwirtschaft zum Erhalt von künstlich "natürlichen" Ökosystemen.


In ein paar Jahren wird man diesen Luxus wieder aufgeben müssen, da man dann jeden m² landwirtschaftlich nutzbare Fläche nutzen muss, um die weiter exorbitant wachsende Zahl von gegenwärtig 7,7 Milliarden Menschen auf dem begrenzten Globus ernähren zu können. Derzeit (2019) steigt die Weltbevölkerung um ca. 230.000 Menschen täglich an (etwa die Einwohnerzahl von Mainz), was im Kalenderjahr etwa 80 Millionen ergibt; also etwa die gegenwärtige Bevölkerung von Deutschland - jedes Jahr.
Und dies bei weltweit zurück gehender Anbaufläche für die Landwirtschaft, denn diese Menschen müssen ja auch irgendwo wohnen, essen, heizen, arbeiten und diese haben auch Wünsche. Das größte und ungeregelte Wachstum findet in den eh schon schwierigen klimatischen Regionen statt, so dass das globale Artensterben längst nicht mehr steuerbar ist. Hinzu kommen Wetterereignisse, die zu einer immer größeren Verschärfung führen werden, weil eben überall Menschen gerade am Limit (Existenzminium) leben. Der Druck auf die verbleibenden Gebiete wird so groß, dass man über ganz andere Konzepte nachdenken muss; die dadurch verursachten Veränderungen sind dramatisch und werden aber aufgrund des punktuellen Gedächtnisses kaum wahrgenommen (Pearce 2007). Hier hinkt die lokal bis nationalstaatlich denkenden und in Wahlperioden handelnden Politik der Realität wie auch den prognostizerten Daten weit hinterher. Eine Regelung in Deutschland mag Gewissen beuhigen, löst aber global kaum ein Problem. 

Bundesgartenschau 2005
Hier besteht kein Zweifel. Eine extreme Kulturlandschaft oder
ein Garten auf der Bundesgartenschau in München (ehemaliger
Flughafen Riem),
Veilchen mit einst typisch deutschen
Gartenzwergen,
aufgenommen am 04.05.2005



Literatur:

Autorenkollektiv (2003): Europäische Kulturwege im Spessart 1.- Spessart Monatszeitschrift für die Kulturlandschaft Spessart Sonderheft Dezember 2003, 97. Jahrgang, 56 Seiten, durchweg farbig bebildert [Main-Echo] Aschaffenburg.

Autorenkollektiv (2005): Europäische Kulturwege im Spessart und Odenwald 2.- Spessart Monatszeitschrift für die Kulturlandschaft Spessart Sonderheft Dezember 2005, 99. Jahrgang, 46 Seiten, durchweg farbig bebildert [Main-Echo] Aschaffenburg.

Autorenkollektiv (2009): Europäische Kulturwege im Spessart, Odenwald und Mainfranken 3.- Spessart Monatszeitschrift für die Kulturlandschaft Spessart Sonderheft Dezember 2009, 103. Jahrgang, 46 Seiten, durchweg farbig bebildert [Main-Echo] Aschaffenburg.

Autorenkollektiv (2012): Europäische Kulturwege im Spessart, Odenwald, Waldsassengau, Mainfranken und Vogelsberg 4.- Spessart Monatszeitschrift für die Kulturlandschaft Spessart Sonderheft Dezember 2012, 106. Jahrgang, 31 Seiten, durchweg farbig bebildert [Main-Echo] Aschaffenburg.

Blüchel. K. [Hrsg.] (1982): Schützt unsere schöne Natur präsentiert von Heinz Sielmann.- 383 S., sehr viele, teils großformatige Abb., [Naturalis Verlags- und Vertriebsgesellschaft mbH] München. 

Bork, H.-R. (2006): Landschaften der Erde unter dem Einfluss des Menschen.- 207 S., viele farb. Abb., [WBG Wissenschaftliche Buchgesellschaft] Darmstadt.

Brockhaus (1990): Brockhaus Enzyklopädie in 24 Bänden. 12. Band Kir - Lag mit 2. Nachtrag.- 19. völlig neu bearbeitete Aufl., S., zahlreichen Abb., Tab., [F. A. Brockhaus GmbH] Mannheim.

Brockhaus (1991): Brockhaus Enzyklopädie in 24 Bänden. 15. Band Moe - Nor.- 19. völlig neu bearbeitete Aufl., 720 S., zahlreichen Abb., Tab., [F. A. Brockhaus GmbH] Mannheim.

Erben, H. K. (1981): Leben heißt sterben. Der Tod des einzelnen und das Aussterben der Arten.- 292 S., 8 Farbabb. und 19 SW-Abb., [Hoffmann und Campe Verlag] Hamburg.

Fouquet, G. & Zeilinger, G. (2011): Katastrophen im Spätmittelalter.- 172 S., einige, teils farb. Abb., [Verlag Philipp von Zabern] Darmstadt/Mainz.

Frey, W. & Lösch, R. (2010): Geobotanik. Pflanze und Vegetation in Raum und Zeit.- 3. Aufl., 600 S., 16 Seiten Tafelanhang, zahlreiche Abb., Grafiken und Tab., [Spektrum Akademischer Verlag] Heidelberg.

Fukarek, F., Hübel, H., König, P., Müller G. K., Schuster, R. & Succow, M.(1995): Urania Pflanzenreich. Vegetation.- Die große farbige Enzyklopädie, 420 S., sehr viele meist farb. Abb. als Fotos, Karten, Diagramme, [Urania Verlagsgesellschaft mbH] Leipzig.

Gerste, R. (2018): Wie das Wetter Geschichte macht. Katastrophen und Klimawandel von der Antike bis heute.- 287 S., wenige SW-Abb. Im Text, [J. G. Cotta´schen Buchhandlung Nachfolger GmbH] Stuttgart. 

Gleitsmann, R.-J. (1984): Der Einfluß der Montanwirtschaft auf die Waldentwicklung Mitteleuopas.- S. 24 - 39, 3 Abb., 1 Tab.- in Kroker, W. & Westermann, E.[Bearbeiter] (1984): Montanwirtschaft Mitteleuropas vom 12. bis 17. Jahrhundert  Stand, Wege und Aufgaben der Forschung.- Der Anschnitt Beiheft 2, Veröffentlichungen aus m Deutschen Bergbau-Museum Bochum Nr. 30., einige Abb., Vereinigung der Freunde von Kunst und Kultur im Bergbau e. V. [Laupenmühlen Druck] Bochum. 

Glaser, R. (2001): Klimageschichte Mitteleuropas 1000 Jahre Wetter, Klima und Katastrophen.- 227 S., 71 Abb. als zahlreiche Diagramme, Fotos., Skizzen und Tabellen, [Primus Verlag] Darmstadt.

Glaser, R., Gebhardt, H. & Schnek, W. (2007): Geographie Deutschlands.- 280 S., sehr zahlreiche farb. Abb. als Diagramme, Fotos., Skizzen und Tabellen, [Wissenschaftliche Buchgesellschaft] Darmstadt.

Himmelsbach, G. (2010): Die Kulturlandschaft Spessart.- S. 33 - 43, 17 Abb. - in Lorenz, J. mit Beiträgen von Okrusch, M., Geyer, G., Jung, J., Himmelsbach, G. & Dietl, C. ( 2010): Spessartsteine. Spessartin, Spessartit und Buntsandstein – eine umfassende Geologie und Mineralogie des Spessarts. Geographische, geologische, petrographische, mineralogische und bergbaukundliche Einsichten in ein deutsches Mittelgebirge.- IV + 912 S., mit 2.532 meist farbigen Abb., 134 Tab. und 38 Karten (davon 1 auf einer ausklappbaren Doppelseite) [Helga Lorenz Verlag] Karlstein a. Main.

Kiermayr-Bühn, S. (2009): Leben mit dem Wetter. Klima, Alltag und Katastrophe in Süddeutschland seit 1600.- 159 S., einige SW-Abb. im Text, [Wissenschaftliche Buchgesellschaft] Darmstadt.

Lorenz, J. mit Beiträgen von Okrusch, M., Geyer, G., Jung, J., Himmelsbach, G. & Dietl, C. (2010): Spessartsteine. Spessartin, Spessartit und Buntsandstein – eine umfassende Geologie und Mineralogie des Spessarts. Geographische, geologische, petrographische, mineralogische und bergbaukundliche Einsichten in ein deutsches Mittelgebirge.- IV + 912 S., mit 2.532 meist farbigen Abb., 134 Tab. und 38 Karten (davon 1 auf einer ausklappbaren Doppelseite) [Helga Lorenz Verlag] Karlstein a. Main. 

Malkmus, R. (2019): Der Niedergang unserer Reptilienfauna. Da Eidechsen und Schlangen im Spessart ihre Zufluchtsorte verlieren, schrumpft ihr Bestand.- Spessart Monatszeitschrift für die Kulturlandschaft Spessart 113. Jahrgang, Heft März  2019, S. 14 - 21, 9 Abb., [Main-Echo GmbH & Co KG] Aschaffenburg.

Ott, W., Kadolsky, D. & Wiesner, E. (2015): Von der Lagune zum "trockenen Kalkhügel": Geologicher Untergrund und Fossilien des Lohwaldes bei Offenbach am Main.- S. 113 - 213, 23 Abb, 5 Tab., 12 Tafeln.- in Wiittenbeger, G. & Bathon, G. [Hrsg.] (2009): Der Lohwald. Vom tertiären Meer zur Mülldeponie.- Abhandlungen Offenbacher Verein für Naturkunde Band 10, 227 S., zahlreiche Abb., Profile, Tab., Fotos und Karten, Offenbach.

Pearce, F. (2007): Die Erde früher und heute. Bilder eines dramatischen Wandels.- 288 S., sehr viele, meist farb. Abb., [Fackelträger Verlag GmbH] Köln.

Poschlod, P. (2015): Geschichte der Kulturlandschaft. Entstehungsursachen und Steuerungsfaktoren der Entwicklung der Kulturlandschaft, Lebensraum- und Artenvielfalt in Mitteleuropa.- 320 S., 199 Abb., 38 Tab., [Eugen Ulmer KG] Stuttgart.

Projekt-Büro Spessart, Günther, H., Prigge, W., Schöny-Tietje, A. & Main-Kinzig-Kreis [Hrsg.] (1996): Spessart. Bilanz einer Kulturlandschaft. Dokumentation des bayerisch-hessischen Spessart-Projektes 1995.- 397 S., wenige Grafiken, Tab. [Verlag Orbensien] Bad Orb.

Seybold. S. (2011): Schmeil·Fitschen. Die Flora Deutschlands und der angrenzenden Länder. Ein Buch zum Bestlimmen aller wildwachsenden und häufig kultivierten Gefäßpflanzen.- 95. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, 1.293 Zecihnungen, [Quelle & Meyer Verlag] Wiebelsheim.

Stern, H., Bibelriether, H., Burschel, P., Plochmann, R., Schröder, W. & Schulz, H.(2001): Rettet den Wald.- 393 S., zahlreiche, teils farbige Abb. als Fotos, Grafiken und Zeichnungen, Tab., [Kindler Verlag GmbH] München.

Winiwarter, V. & Bork, H.-R. (2019): Geschichte unserer Umwelt. 66 Reisen durch die Zeit.- 208 S., viele farb. Abb., [wbg/Theiss Verlag] Darmstadt.

Tetzlaff, G., Börngen, M., Mudelsee, M. & Raabe, A. (2002): Das Jahrtausendhochwasser von 1342 am Main aus meteorologisch-hydrologischer Sicht.- Wasser & Boden 54/10, S. 41 - 49, [Blackwell Verlag] Berlin. 


Zurück zur Homepage oder an den Anfang der Seite