Humboldtin Fe[C2O4]·2H2O
Auf einer Probe des Mn-Erzganges von der 3. Sohle, mit einem nicht näher
bestimmbaren Manganoxid (wahrscheinlich einem amorphen Mn-Mineral), fallen
intensiv gelbe Täfelchen aus Humboltin bis zu 1,5 mm Größe
auf. Die Blättchen sind glasglänzend, sehr weich und gut spaltbar.
Funde dieser Arte waren auf die oberflächennahen Teile der Lagerstätte
beschränkt.
In einem Teil einer Lithophyse von
der 1. Sohle (der anhaftende Rhyolith führt Turmalin-Nadeln) konnte neben viel spätigem
Baryt, Chalcedon und etwas Quarz eine zweiteilige
Druse beobachtet werden. Darin findet sich mit Goethit überzogener,
spätiger Baryt, etwas Hämatit
und ein rundliches Todorokit-Aggregat.
Auf den kleinen Baryt-Kristallen wurden dünntafelige, transparente,
goldgelbe Kristalle des Humboldtin beobachtet. Die Kristalle sind bis zu 2
mm lang und 0,5 mm breit bei einer Dicke von wenigen hundertstel mm. Die Täfelchen
sind längs gerieft und teilweise aus mehreren Individuen zusammengesetzt.
Die Spitzen erscheinen ausgefranst (siehe Foto).