Die Mineralien des Rhyolithes von Sailauf





Auf den folgenden Seiten werden die bis jetzt veröffentlichten Mineralien aus dem Vorkommen ausführlich beschrieben:

frühere Situation des Steinbruches:  (Ende 2017 eingestellt) 
Es kann nur nochmals betont werden, dass die für Mineraliensammler höffigen Partien nur einen verschwindend geringen Anteil am Fördergut ausmachten. Weiter wird daraufhingewiesen, dass das Betreten des Bruches durch die Gemeinde Sailauf verboten wurde. Die Mehrzahl der angeführten Minerale, insbesondere die sehr seltenen Arsenate, sind nur schwer zu finden sind, da die Zone dem Abbau zum Opfer fiel. Gute Funde waren deshalb nur mit sehr viel Ausdauer und Aufmerksamkeit zu tätigen.

Der Abbau ging in den letzten Jahren nicht mehr so rasch voran wie früher: der Grund dafür ist die zunehmende Praxis, Altmaterial (Straßenaufbruch, Betonteile, Abfall der gesteinsverabeitenden Industrie usw.) aufzuarbeiten und erneut zu verwenden (Stichwort: Recycling!).
Da auch in Sailauf Altmaterial angefahren und seit Juli 1992 in einer mobilen Anlage verarbeitet wird, muss zukünftig stärker damit gerechnet werden, dass ortsfremde Stücke im Bruch verschleppt werden.
So konnte der Autor im trockenen Juli 1993 auf der 1. Sohle, als neben dem Recycling-Material der Kontakt zum Gneis erneut freigeschürft wurde, eine Stelle mit "Azurit" in erdiger, aber cm-großer Form im Gneis finden und bergen. Bei der Untersuchung stellte es sich als blaue Schreibkreide (!) heraus, die wohl mit dem Straßenaufbruch in den Bruch und mit der Baggerschaufel an die Wand mit dem zersetzten Gneis gelangte.

Bei Regen oder danach waren die winzigen Kristalle der As-Mineralien, insbesondere Pharmakolith, Arsenolith, Brandtit oder Tilasit nicht zu erkennen. Ein Sammeln war deshalb aussichtslos. Fündig waren in der Regel nur die aktuellen Abbaustellen. 

Hinweise zur Sicherheit:
Es ist unbedingt notwendig festes Schuhwerk und einen Schutzhelm zu tragen! Nach Regenfällen und bei auftauendem Frost ist es lebensgefährlich, sich unmittelbar an die senkrechten Steinbruchwände zu begeben!

Unmittelbar nach den Sprengungen treten aus dem Haufwerk Stickoxide aus; das Ausgasen kann sich über einen Tag hinziehen. Entsprechende Vorsicht ist geboten! (Das Haufwerk "riecht" je nach Witterung bis zu 3 Tage lang, man kann so auch noch den Zeitpunkt der Sprengung abschätzen). Auch ist Vorsicht geboten, da besonders große Steine sehr lose liegen können. Beim Begehen rutschen sie dann in eine stabile Lage. 



Nun ist der Abbau Ende 2017 eingestellt worden, so dass keine frischen Gesteine und Mineralien mehr frei gelegt werden. 2018 wurde der Rückbau begonnen, der einige Zeit in Anspruch nehmen wird. Ende 2020 waren alle(!) Gebäude und Einrichtungen abgebrochen worden. Man kann das nur als Verschwendung sehen, denn wenn eines Tages ein Tauchclub den See nutzen will, dann wären alle Einrichtungen wie Toilette, Strom, Wasser, Telefon, Internet und im 1. OG sogar ein Schulungsraum usw. vorhanden gewesen. So hat man sinnnlos volkswirtschaftliche Werte vernichtet. 


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