Das Foto des Monats:
Kalksinter im Wasserrohr DN 200(!),
herausgesägtes Stück einer Leitung aus Homburg -
siehe auch die Exkursion des Naturwissenschaftlichen
Vereins Aschaffenburg,
Bildbreite 20 cm
Inzwischen hat sich ein Aprilwetter
eingestellt. Die Temperaturen liegen jetzt bei frühsommerlichen Maxima
am Tag mit 23 °C und in der Nacht mit 7° C. Da freut sich der Mineraliensammler.
Das Sammeln ist derzeit uneingeschränkt möglich.
Bleiben Sie in jedem Fall fern von
den bis zu 30 m hohen den Wänden
der Steinbrüche - bei
Regen, nach Frost mit Schnee und längerem
Sonnenschein ist immer mit herabfallenden
Steinen zu rechnen!
Eine
gefährliche Unsitte,
das Herabschmeißen von Steinen an den
Steinbruchwänden wird zunehmend
beobachtet (dabei wird man an die Autobahnbrücken
erinnert). Es gefährdet
nicht nur die Besucher, sondern die
kullernden Steine lösen auch
weitere Steine aus der Wand, die dann abstürzen.
Oder sie lockern Steine, die
später fallen. Die auf den Fahrwegen
liegenden Steine müssen dann von
den Steinbruchbetreibern weggeschafft
werden, das diese die Reifen der Fahrzeuge
beschädigen können.
Der große
Steinbruch im Rhyolith der Hartkoppe bei
Sailauf:
Der Abbau steht auf
der 7. Sohle:
Im Steinbruch wurde der Abbau
wieder aufgenommen. Infolge des reichlichen Schlammes von der darüber
liegenden Sohle und dessen Wasser ist das Gestein und seine Gänge kaum
erkennbar. Ich sah etwas Calcit, Hämatit, Kutnahorit, Braunit, Rhodochrosit,
Quarz, Illit und Spuren von Brandtit, aber völlig ohne sammlerische
Bedeutung. Aber ich sah
zwei größere Brocken mit schönen Xenolithen und ein Stück
mit einem herausgefallenen Gneis-Xenolith von ca. 15 cm Größe.
Achtung: Im Zuge des Abbaues
werden auch Steine und Schotter vom Rehberg in der Hartkoppe
gelagert, so dass man Mineralien
von dort auch hier finden kann. Dies
gilt insbesonder für die an
den Wänden abgelegten Freisteine.
Der Steinbruch am Rehberg
bei Sailauf:
In einem weiteren
Rhyolith-Vorkommen am ca.
0,5 km von der Hartkoppe entfernten Rehberg
wurde ein Steinbruch eingerichtet.
Der Abbau erfolgte seit Frühjahr
2007 schneller, da in der Hartkoppe
nur relativ wenig abgebaut wurde. Das stark
alterierte Gestein wird teilweise auch
in einer mobilen Brecheranlage gebrochen
und gesiebt oder zur Anlage in der Hartkoppe
gefahren.
Auch etwas weiter
östlich ist an einem Schurf
ein plattig absondernder Gneis
aufgeschlossen.
Es wurde auch 2013
wieder mit einer mobilen Anlage Gestein gebrochen,
ohne dass es bis jetzt hier interessante,
seltene Mineralisationen gibt.
Ich sah keine interessanten Mineralien.
Leider scheint es hier keine
der für die Hartkoppe so typischen
Gangmineralisationen zu geben. Die
Zone mit dem Azurit und Malachit ist nur noch in Resten
vorhanden und schwer erreichbar, da hier Aushub eingefüllt
wird. Die Achatfundstelle ist abgefahren
worden, so dass man auch keine Achate mehr finden kann.
Der Steinbruch im Diorit bei Dörrmorsbach:
Der Abbau erfolgt
gegenwärtig besonders auf
der 3. Sohle und geht langsam voran.
Dabei werden auch größere Mengen
an Verwitterungsgrus frei.
Der Abbau wurde wieder begonnen, aber
ich sah nur Reste von Haufwerken ohne Pegmatite oder andere Klüfte,
so dass ich keine Proben mitnehmen konnte. Derzeit wird Gestein von der obersten
Sohle abgebautm welches stellenweis bis auf die unterste Sohle fällt.
Das Material ist teilweise verwittert und die seltenen Mineralien sind nicht
frisch.
In dem Grabstein- und sonstigen
Gesteinsabfall finden sich immer
wieder eindruckvolle Gesteine - meist
bereits geschliffen und poliert.
Der kleine Steinbruch
der Fa. HUFGARD bei Feldkahl:
Der
Abbau hat den alten Steinbruch
fast gänzlich geleert, so dass ein
neuer Steinbruch eingerichtet wurde.
Hier waren infolge der geringen Abbautiefe
bisher nur unbedeutende Funde möglich.
Die Gesteinsgewinnung
wurde wieder aufgenommen; der Hang gegen die Straße wurde gesichert.
Im abgebauten Dolomit finden sich wieder weißer
Baryt, dazu auch etwas Calcit in kleinen Kristallen,
aber ohne weitere Mineralien. Die damit mineralisierten
Partien sind dunkelbaun bis schwarz und färben
stark ab. In dem Steinbruch bahnt sich das Freilegen einer
Verwerfung mit einer Sprunghöhe von ca. 4 m an.
Der Dolomit ist im Bereich der Mineralisation
schwarz und tonreich -
so dass die Kleider anschließend
entsprechend gefärbt sein
können. Da bisher nur die
oberflächennahen Partien erschlossen
sind, gab es nur sehr reichlich Residualtone,
Stückchen von weißem Baryt
und wenige Drusen mit Calcit.
Faszinierend war der 2009
aufgeschlossene Paläokarst
unter dem Residualton, teils spitzkegelige
Rippen aus Dolomit, und das Ganz
noch mit Löss bedeckt, aber durch den
Regen wieder verwaschen.
Bemerkenswert sind
die vielen Golfbälle, die man
hier finden kann.
Die ehemalige Autobahnbaustelle
der A3 bei Waldaschaff:
Die
Baustelle ist so weit fortgeschritten, dass seit
19.08.2011 die Fahrzeuge auf 2 Fahrspuren in Richtung
Würzburg die neue Trasse und die neue Brücke
befahren können. Am 22.12.2011 wurde die gesamte
Strecke für den Verkehr frei gegeben.
Die Untersuchungen zu den Mineralien sind noch nicht
ganz abgeschlossen und werden später publiziert.
Die neue Trasse im Bereich des Diorit-Komplexes
bei Waldaschaff,
aufgenommen 05.02.2012. Die Parkplätze sind jetzt auch
fertig; so dass
im Frühjahr 2013 der nächste Abschnitt
nach Weibersbrunn begonnen wird.
Jetzt ist die Baustelle Geschichte. Darüber berichtet ein Beitrag in der Zeitschrift
"Spessart"
Heft 9/2012.
Die neue Autobahnbaustelle der A3 zwischen Waldaschaff und Rohrbunn bei Weibersbrunn
Nach den Rodungen für den Abschnitt zwischen Waldaschaff
und Rohrbunn
wurde die Baustelle eingerichtet und die Bauarbeiten haben begonnen. Aber
es wird hier nur den uniforme und mineralarme Buntsandstein abgebaut.
Die hier
vorgestellten Bilder sind Dokumente des letzten
Besuchs. Infolge der Lage ist es oft nicht möglich
die guten Fundchancen und gute Bilder gleichermaßen
haben zu wollen bzw. zu machen. Für gute Funde
muss man früh unterwegs sein, weil man sonst oft nur die
Reste der Konkurrenz auflesen kann. Da die Steinbrüche
oder Aufschlüsse oft erst am Nachmittag oder im Winter
gar keine Sonne erhalten, kann man morgens oft keine guten
Fotos schießen. So sind die Bilder ein Kompromiss und
Zeitdokumente.
Alle anderen Aufschlüsse weisen keine nennenswerten
Veränderungen auf; meist
weil sie aufgelassen sind, Naturschutzgebiet
oder ~denkmal oder sind so
nur historisch interessant.
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