Aktueller Bericht - Stand: 25.07.2020

 

Das Foto des Monats:

    Aktuelles Bild
Problematikum:

Geröll aus der Kiesgrube. Von außen sah es aus wie ein Kieselholz,
aber im Innern offenbarte sich ein merkwürdiges Bild aus einem
Chalcedon; Bildbreite 7 mm.
Wenn jemand eine Meinung dazu hat, bitte melden. 


Steine um Karlstein
 ganz druckfrisch: 
Die Gesteine um und unter Karlstein. Bemerkenswerte Gesteine,
Mineralien und Erze:
LORENZ, J. (2019): Steine um und unter Karlstein. Bemerkenswerte Gesteine, Mineralien und Erze.- S. 4 - 49, 64 Abb., 1 Tab.- in Karlsteiner Geschichtsblätter Ausgabe 12, 64 S., Hrsg. vom Geschichtsverein Karlstein [MKB-Druck GmbH] Karlstein.
Wendeheft: Es ist kein Fehler, dass Rückseite auf dem Kopf steht, sondern es gibt 2 Titelseiten: eine für die geologischen Teil und eine für den historischen Teil.





Auf dieser Seite werden die aktuellen Beobachtungen der im Betrieb befindlichen Steinbrüchen des kristallinen Vorspessarts beschrieben, so wie sie der Autor Joachim Lorenz beim letzten Besuch vorgefunden hat:

Jetzt haben wir ganz normale sommerliche, wechselhafte Verhältnisse mit viel bis wenig Sonne, dazwischen ab und zu ein paar weiße Wolken am tiefblauen Himmel, und bis zu warmen 27° C am Tag und in der Nacht bis zu 10° C. Und ab und zu Regen, und Wind, aber auch mal ein Gewitter.

Die seit dem 22.03.2020 verordneten, in vielen Teilen immer noch sinnentstellenden und angedroht polizeilich sanktionierten Kontakt-, Versammlungsbeschränkungen und Abstandsregelungen in Bayern ("Coronia") lassen ja ein Spazierengehen zu. Mit den aktuellen, grassierenden, humanpathogenen Viren kann man sich hier nicht anstecken. Die hinderlichen und politisch geforderten Masken muss man dabei auch nicht tragen.  


Bleiben Sie in jedem Fall fern von den bis zu 30 m hohen den Wänden der Steinbrüche - bei Regen, nach Frost mit Schnee und längerem Sonnenschein ist immer mit herabfallenden Steinen zu rechnen!


Eine gefährliche Unsitte, das Herabschmeißen von Steinen an den Steinbruchwänden wird zunehmend beobachtet (dabei wird man an die Autobahnbrücken erinnert). Es gefährdet nicht nur die Besucher, sondern die kullernden Steine lösen auch weitere Steine aus der Wand, die dann abstürzen. Oder sie lockern Steine, die später fallen. Die auf den Fahrwegen liegenden Steine müssen dann von den Steinbruchbetreibern weggeschafft werden, das diese die Reifen der Fahrzeuge beschädigen können.
 
 

Der große Steinbruch im Rhyolith der Hartkoppe bei Sailauf:
Der wurde zum 31.12.2017 auf der 7. Sohle eingestellt:
aktuelles Foto des Steinbruches im Rhyolit von Sailauf (Hartkoppe)
Wie angekündigt findet seit 2018 kein Abbau mehr statt. Derzeit wird der Rückbau der Betriebseinrichtungen ausgeführt. Und durch den Samenflug aus der Umgebung wachsen die Bäume. Da kein Wasser mehr abgepumpt wird, hat sich im Tiefsten cin See aus Regenwasser gebildet, der inzwischen die gesamte unterste Sohle überflutet hat. 

Achtung: Im Zuge des Abbaues werden auch Steine und Schotter vom Rehberg in der Hartkoppe gelagert, so dass man Mineralien von dort auch hier finden kann. Dies gilt insbesonder für die an den Wänden abgelegten Freisteine.

 

Der Steinbruch am Rehberg bei Sailauf:
In einem weiteren Rhyolith-Vorkommen am ca. 0,5 km von der Hartkoppe entfernten Rehberg wurde ein Steinbruch eingerichtet. Der Abbau erfolgt nur zeitweise. Das stark alterierte Gestein wird teilweise auch in einer mobilen Brecheranlage gebrochen und gesiebt.
Auch etwas weiter östlich ist an einem Schurf ein plattig absondernder Gneis aufgeschlossen.

aktuelles Foto des Steinbruches im Rhyolith vom Rehberg bei Sailauf
Wie zu erkennen ist, fand kein Abbau statt.
Leider scheint es hier keine der für die Hartkoppe so typischen Gangmineralisationen zu geben. Die Zone mit dem Azurit und Malachit ist nur noch in Resten vorhanden und schwer erreichbar, da hier Aushub eingefüllt wird.
Die Achatfundstelle ist abgefahren worden, so dass man auch so gut wie keine Achate bzw. Lithophysen mehr finden kann. 
 

Der Steinbruch im Diorit bei Dörrmorsbach:
Der Abbau erfolgt gegenwärtig besonders auf der 1. und 2. Sohle und geht langsam voran. Dabei werden auch größere Mengen an Verwitterungsgrus frei.
aktuelles Foto des Steinbruches im Diorit von Dörrmorsbach
Der Bagger im Vordergrund ist der Beginn einer neuen Sohle. Infolge der trockenen Witterung waren die Gesteinsbrocken staubig, so dass ich kaum etwas erkennen konnte. Es waren so gut wie keine Pegmatite zu sehen. Ich sah einen kleinen Allanit in einem Pegmatit.   

 

Der kleine Steinbruch der Fa. HUFGARD bei Feldkahl:
Der Abbau hat den alten Steinbruch fast gänzlich geleert, so dass ein neuer Steinbruch eingerichtet wurde. Hier waren infolge der geringen Abbautiefe bisher nur unbedeutende Funde möglich.
aktuelles Foto des Steinbruches im Zechstein-Dolomit von Feldkahl
Der Abbau wurde zur Südseite geringfügig erweitert. Im anstehenden Dolomit finden sich etwas weißer Baryt, dazu auch etwas Calcit in kleinen Kristallen, Goethit und Romanechit, aber ohne weitere Mineralien. Die westliche Zufahrt ist geschlossen und wird zur Gesteinsgewinnung genutzt. Gegenwärtig wird der einstige Abbau verfüllt.
Bemerkenswert sind auch selten Golfbälle, die man hier finden kann; insbesondere nach dem Wegtauen des Schnees.


Die hier vorgestellten Bilder sind Dokumente des letzten Besuchs. Infolge der Lage ist es oft nicht möglich die guten Fundchancen und gute Bilder gleichermaßen haben zu wollen bzw. zu machen. Für gute Funde in Steinbrüchen und Baustellen muss man früh unterwegs sein, weil man sonst oft nur die Reste der Konkurrenz auflesen kann. Da die Steinbrüche oder Aufschlüsse oft erst am Nachmittag oder im Winter gar keine Sonne erhalten, kann man morgens oft keine guten Fotos schießen. So sind die Bilder ein Kompromiss und Zeitdokumente.


Alle anderen Aufschlüsse weisen keine nennenswerten Veränderungen auf; meist weil sie aufgelassen sind, als Naturdenkmal geschützt oder sind so nur historisch interessant sind.


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