Aktueller Bericht - Stand: 18.07.2021

 

Das Foto des Monats:

    Aktuelles Bild
Ein merkwürdiges Gestein: Ein Kalkstein aus einem Kalkstein -
man nennt das Metasomatose - siehe weitere Gesteine.
Die Bildbreite beträgt 15 cm.
  

 



Auf dieser Seite werden die aktuellen Beobachtungen der im Betrieb befindlichen Steinbrüchen des kristallinen Vorspessarts beschrieben, so wie sie der Autor Joachim Lorenz beim letzten Besuch vorgefunden hat:

Jetzt haben wir einen normalen Sommer. Mal heiß, dann wieder kalt. Gegenwärtig ist es wolkenlos, aber feuchtwarm und es könnten weitere Gewitter kommen. Die können auch mit viel Niederschlag ausgestattet sein. Die Prognose ist aber kühler.

Die seit dem 22.03.2020 verordneten, in vielen Teilen immer noch sinnentstellenden und angedroht polizeilich sanktionierten Kontakt-, Versammlungsbeschränkungen und Abstandsregelungen in Bayern ("Coronia") lassen ja ein Spazierengehen zu. Mit den aktuellen, grassierenden, humanpathogenen Viren kann man sich hier nicht anstecken. Die hinderlichen und politisch geforderten und unsinnigen Masken muss man dabei auch nicht tragen; der bayerische Sonderweg mit den "besseren" FFP-2 Masken hat nur den Herstellern genutzt. Welche Zahlen man in Bayern auch anschaut, besser als im Rest der Republik ist man nicht. Also wo ist da die viel gerühmte wissenschaftliche Begründung? Oder eine Verhältnismäßigkeit?   


Bleiben Sie in jedem Fall fern von den bis zu 30 m hohen den Wänden der Steinbrüche - bei Regen, nach Frost mit Schnee und längerem Sonnenschein ist immer mit herabfallenden Steinen zu rechnen!


Eine gefährliche Unsitte, das Herabschmeißen von Steinen an den Steinbruchwänden wird zunehmend beobachtet (dabei wird man an die Autobahnbrücken erinnert). Es gefährdet nicht nur die Besucher, sondern die kullernden Steine lösen auch weitere Steine aus der Wand, die dann abstürzen. Oder sie lockern Steine, die später fallen. Die auf den Fahrwegen liegenden Steine müssen dann von den Steinbruchbetreibern weggeschafft werden, das diese die Reifen der Fahrzeuge beschädigen können.
 
 

Der große Steinbruch im Rhyolith der Hartkoppe bei Sailauf:
Der wurde zum 31.12.2017 auf der 7. Sohle eingestellt:
aktuelles Foto des Steinbruches im Rhyolit von Sailauf (Hartkoppe)
Wie bekannt findet seit 2018 kein Abbau mehr statt. Der Rückbau der Betriebseinrichtungen ist abgeschlossen, so dass es so aussieht, als sei da nie was gewesen; alle Gebäude und Einrichtungen sind weg. Da bekommt man schon feuchte Augen. Da der gesamte Steinbruch eingezäunt ist, kann man auch nicht mehr in den Steinbruch gehen, so dass es auch gar keine Fundmöglichkeiten mehr gibt. Wegen des Vogelschutzes (Turmfalke, Wanderfalke und Uhu) gibt es darüber hinaus noch ein Betreteungsverbot. Es ist auch nicht ratsam, in den Steinbruch zu gehen, da aus den Wänden durch den Regen und den Frost viele Steine fallen bzw. bereits gefallen sind. Das ist lebensgefährlich, selbst mit Schutzhelm.
Und durch den Samenflug aus der Umgebung wachsen die Bäume. Da kein Wasser mehr abgepumpt wird, hat sich im Tiefsten cin See aus Regenwasser gebildet, der inzwischen die gesamte unterste Sohle überflutet hat. Der Regenreiche Sommer hat dazu geführt, dass das Wasser weiter angestiegen ist.
Die Bermen sind natürlich begrünt.  

 

Der Steinbruch am Rehberg bei Sailauf:
In einem weiteren Rhyolith-Vorkommen am ca. 0,5 km von der Hartkoppe entfernten Rehberg wurde ein Steinbruch eingerichtet. Der Abbau erfolgt nur zeitweise. Das stark alterierte Gestein wird teilweise auch in einer mobilen Brecheranlage gebrochen und gesiebt.
Auch etwas weiter östlich ist an einem Schurf ein plattig absondernder Gneis aufgeschlossen.

aktuelles Foto des Steinbruches im Rhyolith vom Rehberg bei Sailauf
Wie zu erkennen ist, findet wieder ein Abbau statt. Infolge des Staubes war jedoch im Haufwerk nichts zu erkennen.
Leider scheint es hier keine der für die Hartkoppe so typischen Gangmineralisationen zu geben. Die Zone mit dem Azurit und Malachit ist nur noch in Resten vorhanden und schwer erreichbar, da hier Aushub eingefüllt wird.
Die Achatfundstelle ist abgefahren worden, so dass man auch so gut wie keine Achate bzw. Lithophysen mehr finden kann. 
 

Der Steinbruch im Diorit bei Dörrmorsbach:
Der Abbau erfolgt gegenwärtig besonders auf der 1. und 2. Sohle und geht langsam voran. Dabei werden auch größere Mengen an Verwitterungsgrus frei.
aktuelles Foto des Steinbruches im Diorit von Dörrmorsbach
Der Abbau ist wieder begonnen worden. Es liegen nur noch Reste der alten Haufwerke herum, so dass ich in der Felswand tatsächlich die Reste eines schönen Pegmatits sah, der zwischen den Biotit-Tafeln sogar bis zu cm-lange Allanit-Kristalle enthalten hat. Wir fanden auch etwas Epidot und mal wieder kleine weißliche Skapolith-Kristalle als einen dünnen Kluftbelag mit Chlorit. Infolge der beträchtlichen Wandhöhe ist das Begehen des oberen Haufwerkes gefährlich.   

 

Der kleine Steinbruch der Fa. HUFGARD bei Feldkahl:
Der Steinbuch ist in weiten Teilen bereits wieder verfüllt. Hier waren infolge der geringen Abbautiefe bisher nur unbedeutende Funde möglich.
aktuelles Foto des Steinbruches im Zechstein-Dolomit von Feldkahl
Der Abbau wurde zur Südseite abgeschlossen und der asphaltierte Feldweg wurde verlegt. Die alte Zufahrt wurde abgetragen und es wird die Erweitungen gegen den Golfplatz begonnen. Die früher so reichlichen Drusen mit Calcit kommen derzeit noch nicht vor.  Ich sah etwas weißen Baryt und kleine Drusen mit Calcit.
Bemerkenswert sind auch selten Golfbälle, die man hier finden kann.  


Die hier vorgestellten Bilder sind Dokumente des letzten Besuchs. Infolge der Lage ist es oft nicht möglich die guten Fundchancen und gute Bilder gleichermaßen haben zu wollen bzw. zu machen. Für gute Funde in Steinbrüchen und Baustellen muss man früh unterwegs sein, weil man sonst oft nur die Reste der Konkurrenz auflesen kann. Da die Steinbrüche oder Aufschlüsse oft erst am Nachmittag oder im Winter gar keine Sonne erhalten, kann man morgens oft keine guten Fotos schießen. So sind die Bilder ein Kompromiss und Zeitdokumente.


Alle anderen Aufschlüsse weisen keine nennenswerten Veränderungen auf; meist weil sie aufgelassen sind, als Naturdenkmal geschützt oder sind so nur historisch interessant sind.


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