Carbonate
von der Hartkoppe bei Sailauf


Aragonit Kutnahorit Rhodochrosit
Azurit Liebigit Siderit
Calcit Malachit
Dolomit Mangano-Calcit


Siderit   FeCO3
Kleine, spaltrhomboederförmige, metallisch glänzende Kristalle konnten als Siderit identifiziert werden. Er kommt gewöhnlich in Hohlräumen des Calcits vor. Größere Kristalle sind teilweise bis ganz in Limonit, mit einer glaskopfartigen Schicht aus Goethit, umgewandelt worden.

Selten wurden limonitisierte Siderit-Kristalle in den Hohlräumen der Lithophysen gefunden.

Gemeinsam mit den sehr flachrhomboedrischen Calcit-Kristallen von der 4. Sohle konnten unverwitterte, glänzdende, spaltrhomboederförmige Siderit-Kristalle in Calcit-Hohlräumen gefunden werden. Sie erreichen 1 mm Größe und sind undurchsichtig braun.
Winzige, bräunliche und oft angewitterte Siderit-Kristalle bilden dichte Rasen auf den Kluftflächen im grobblättrigen Hämatit. Die nur 0,1 mm großen Kristalle weisen ausschließlich die Form des Spaltrhomboeders auf. Oft ist hier der Hämatit in den Farben des Regenbogens "angelaufen".

Siderit Goethit nach Siderit

Aus dem Calcit-Gang der 4. Sohle konnten einige Stufen mit Hohlräumen im weißen Calcit geborgen werden, die in Hohlräumen der ersten, groben Calcit-Generation Rasen aus braunem Siderit führen. Sie sind meist unter einem weißen bis gelben Samt feinnadeliger Calcit-Kristalle einer zweiten Generation verborgen. Die hell- bis dunkelbraunen Siderit-Kristalle sind spaltrhomboederförmig, oft parallel angeordnet. Sie erreichen kaum 1 mm an Größe, sind jedoch glänzend und transparent oder auch zur Kluftnähe angelöst. Auch zu rundlichen bis kugeligen Aggregaten (bis zu 5 mm) zusammengewachsene Kristalle geborgen. Als Begleitmineral tritt noch manchmal etwas Arseniosiderit auf.
 

Rhodochrosit   MnCO3
Bräunlichweiße, feinkörnige und spätige, rosa bis braune Aggregate in Gangfüllungen bis zu 2 cm Größe konnten als Rhodochrosit bestimmt werden. Sie finden sich mit Mn-Calcit, Calcit, Kutnahorit und Hausmannit in der Braunit armen Gangzone. Er zeigt keine Fluoreszenz. Die Bruchflächen bestehen aus gekrümmten, seidig glänzenden Flächen. Er ist erkennbar an der Farbe und der relativ hohen Dichte von ca. 3,5 g/cm3.

Rhodochrosit

Als blättriges "M n - C a - Silikat" von LORENZ beschrieben gelang im Zusammenhang mit dem Fund von pyramidalen Scheelitkriställchen leicht gelblich-weiße, blättrige, kleine Kriställchen. Die Stufe stammt von der 2. Sohle. Die undeutlichen Kristalle erinnern bei flüchtigem Hinsehen an Illit oder Brandtit. Die glimmerartigen Blättchen sind max. 0,1 mm groß und zeigen keine deutlichen Kristallformen. Sie sitzen auf Dolomit und Seladonit.
Mit der Mikrosonde konnten die Elemente Mn, Si, Ca, K, Al und Mg nachgewiesen werden. Die erste röntgendiffraktometrische Bestimmung einer für gleich erachteten Probe erbrachte kein zu dem Mikrosondenbefund passendes Ergebnis (Dolomit, Hämatit, Quarz, Glimmer und Scheelit). Da kein weiteres Probenmaterial zur Verfügung steht, konnten weitere Untersuchungen durchgeführt werden.
Es wurde erneut versucht das blätterige Mineral zu bestimmen. Bei der EDX wurden die Elemente Mn, Ca und Si in deutlichen, Fe und As in Spuren gefunden. Die XRD erbrachte neben etwas Quarz dann eindeutig Rhodochrosit (!) als Hauptbestandteil.

Bildergalerie mit Rhodochrosit:

Rhodochrosit-Kristalle
skalenoedrische Pseudomorphosen von Rhodochrosit nach Calcit,
Bildbreite ca. 17 cm
rohes Gangstück Rhodochrosit
mächtige und massive Gangfüllung aus rosafarbenem Rhodochrosit mit Rhyolith,
Bildbreite ca. 12 cm
Rhodochrosit mit Calcit und Todorokit
brekziöser Ganginhalt aus Rhyolith, Illit, Mangancalcit und Rhodochrosit mit
Todorokit und Braunit,
Bildbreite ca. 13 cm
poliertes Stück Rhodochrosit
Das Stück wie oben, jedoch angeschliffen und poliert mit Todorokit am Rand und
winzigen, wolkigen Hämatit-Einschlüssen im Innern,
Bildbreite 13 cm
Rhodochrosit mit Fluorit
brekziöser Ganginhalt aus Rhyolith mit Rhodochrosit, am Rand Manganit im Calcit
und im Zentrum Pseudomorphosen von Mn-Calcit nach Braunit mit Brandtit und
Fluorit in der Druse,
Bildbreite ca. 10 cm
Rhodochrosit mit Seladonit
rosafarbender Rhodochrosit mit gelblichem Kutnahorit, wolkigem Hämatit und
gebänderten Aggregaten aus Todorokit, Seladonit und Calcit als Gangfüllung,
Bildbreite ca. 15 cm
Phantome
Durch ein feines Hämatit-Pigment nachgezeichnete, zonare Calcit-Kristalle, in einen
feinkörnigen Rhodochrosit umgewandelt,
Bildbreite 8 cm.
Hämatit im Carbonat
Feinschuppiger Hämatit im Rhodochrosit,
Bildbreite 5 cm
Carbonate mit Mangan
Gangfüllung aus Calcit, zum größten Teil in Rhodochrosit und weitere Carbonate wie
Kutnahorit und Mangancalcit umgesetzt. Randlich (unten) ist Calcit und Seladonit
mit brekziösen Ryholith erkennbar, gefunden am 19.10.2008,
Bildbreite 10 cm.
Rhodochrosit-Gang
Gangfüllung aus Calcit, zum größten Teil in Rhodochrosit und weitere Carbonate
umgesetzt, (Pseudomorphose). Man beachte, dass der Rhyolith kaum verändert ist,
gefunden am 19.10.2008,
Bildbreite 12 cm
Rhochrosit und Calcit
Grobspätiger Calcit mit scharf abgesetzt Rhodochrosit in der stark brekziösen
Erzbrekzie aus mit Braunit imprägniertem Rhyolith, Manganit und Braunit,
Bildbreite 8 cm
Rhodochrosit
Schweinchenrosafarbener Rhodochrosit,
Bildbreite 2 cm
siehe zum Vergleich Rhodochrosit aus Argentinien ganz unten auf der Seite

Auf der 4. Sohle wurde das in Sailauf sehr unscheinbare Mineral erneut als dünner, brauner Kluftbelag gefunden. Die Stücke können einige dm² Größe erreichen, die Dicke des "glasig" aussehenden und eher an Opal erinnernden Belages erreicht in der Regel weniger als 1 mm. Begleitmineral ist wenig Illit und Braunit.
 
 

Calcit  CaCO3
Er ist das häufigste, spaltenfüllende Mineral. Die Gänge erreichen bis zu 20 cm Mächtigkeit. Er variiert in der Farbe von farblos bis weiß, grün, gelb (u. a. durch Arseniosiderit), braun (u. a. durch Manganit und Todorokit) bis fast schwarz. Calcit kann von Illit und Seladonit durchsetzt sein. Die Kristalle erreichen bis zu 5 cm Länge und vorwiegend skalenoedrische Formen. Kleine Kristalle haben oft stark glänzende Flächen, so dass sie bei flüchtigem Hinsehen mit Quarz verwechselt werden können.

Calcit-Druse
aufgenommen am 09.09.1089

Calcit

Größere Kristalle sind meist verzerrt und zeigen eindrucksvolle Korrosionserscheinungen. Auch zerbrochene und erneut zusammengewachsene Kristalle wurden gefunden. Auf vielen Kristallen lassen sich bis zu 3 Generationen (z. T. als Phantome) nachweisen.

An wenigen Stücken von der Grenze 2. zur 3. Sohle konnten winzige Kristallaggregate mit scheibchenartigem, geldstapelähnlichem) geborgen werden. Jedes runde Scheibchen besteht aus einer Vielzahl, parallel gewachsener, gleichlanger Kristalle; nur an den Enden sind einzelne länger und stehen über. Viele solcher Scheibchen sind mehr oder weniger orientiert übereinandergestapelt.

Calcit

Der grobspätige, weiße Calcit zeigt bei der Bestrahlung mit langwelligem UV-Licht (366 nm) eine starke rote Fluoreszenz (es erinnert an "glühende Kohlen"). Dieses Phänomen ist wohl auf einen geringen Mn-Gehalt zurückzuführen (LIEBER, ohne Jahreszahl). Die 2. Generation aus vorwiegend farblosen bis leicht grünlichen Calcit-Kristallen leuchtet bei der Bestrahlung mit kurzwelligem UV-Licht (254 nm) lebhaft moosgrün auf.

Selten bildet brauner Calcit konzentrisch-schalige, achatähnliche Füllungen in Hohlräumen des Calcits. Sie erreichen bis 2 cm Größe und deren Inneres kann mit kleinen Calcit-Kristallen besetzt sein. Begleitminerale sind Fluorit und Hämatit.

In klaren Spaltstücken des Calcits fallen parallel verlaufende Linien auf. Sie sind sowohl auf der Spaltfläche als feine Linie als auch quer dazu zu sehen. Es handelt sich um nur wenige  m-dünne Hohlkanälchen, die den Calcit orientiert durchziehen.
Als Neubildung finden sich in Calcit-Drusen manchmal bis max. 1 mm große, farblose Excetriques.
Gelblichbrauner, "schmutzig" durch Mn-Erzeinlagerungen aussehenden Calcit von der 2. Sohle ist deutlich radioaktiv.

Auf der 3. Sohle konnten farblos bis weiße, tafelig-sechseckige Calcit-Kristalle geborgen werden. Die bis zu 5 mm großen Kristalle bestehen bei näherem Hinsehen aus einer Kombination von flachem und sehr steilem Rhomboeder und sitzen auf gelbem, strahligem Calcit. Als Begleitmineral tritt etwas Arseniosiderit auf. Daneben sitzen prismatische, farblose Calcite, in deren Innern ein dunkler Punkt zu erkennen ist. Bei genauerem Hinsehen kann man im Innern des farblosen Calcits ein gelblichen, skalenodrischen Calcit-Kristall beobachten (Phantom), auf dessen Spitze ein kleines, dunkles Todorokit- oder Arseniosiderit-Aggregat sitzt.
Die Ursache der oft intensiven Gelbfärbung der 1. Generation der Calcit-Gangfüllung ist sehr fein verteilter Goethit (zur Bestimmung wurde der Lösungsrückstand (HCl) röntgendiffraktometrisch bestimmt). Es handelt sich also nicht wie vermutet um Arseniosiderit!

Bildergalerie mit Calcit:  
Calcit-Kristalle
skalenoedrische Calcit-Kristalle als 2. Calcit-Generation
auf Goethit auf Calcit,
Bildbreite ca. 6 cm
Calcit mit Todorokit
schwarze Todorokit-Pusteln überziehen skalenoedrische
Calcit-Kristalle,
Bildbreite ca. 9 cm
Calcit-Igel
igelartige, glänzende Calcit-Kristalle als Überzug auf skalenoedrischen Calcit-Kristallen,
Bildbreite ca. 13 cm
gelbe Calcit-Kristalle
prismatische, gelbliche Calcit-Kristalle als
Drusenauskleidung einer brekziösen Gangmasse,
Bildbreite ca. 8 cm
Calcit-Kristalle mit Braunit
leicht angelöste, skalenoedrische Calcit-Kristalle mit
einem Rasen aus kleinsten Braunit-Kristallen,
Bildbreite ca. 7 cm
Calcit-Igel in einer Druse
igelartige, glänzende Calcit-Kristalle als Überzug auf
skalenoedrischen Calcit-Kristallen,
Bildbreite ca. 11 cm
stumpfe Calcit-Kristalle im Braunit
stumpfe und glanzlose Calcit-Kristalle in einer Druse im
körnigen Braunit,
Bildbreite ca. 14 cm
gelber Calcit in Druse
skalenoedrische Calcit-Kristalle mit einem Überzug aus
gelben Calcit-Kristallen einer 2. Generation
Bildbreite ca. 9 cm
Calcit-Gang
Gangfüllung aus einem grobkristallinen Calcit ohne
weitere Mineralien,
Bildbreite 10cm
Calcit im Licht
Weißer Calcit mit Illit im Zentrum des Ganges, unter
normalem Licht,
Bildbreite 9 cm 
Calcit unter UV-Licht
der gleiche Calcit wie links, jedoch unter UV-Licht. Die
an Mangan reichen Partien fluoreszieren intensiv rot,
Bildbreite 9 cm 
Calcit-Druse
Eine der vielen, typischen, aber nich schönen Calcit-Drusen,
da die skalenoedrischen Calcit-Kristalle mit einer 2.
Generation aus kleinen Calcit-Kristallen überwachsen
sind,
Bildbreite 8 cm
Calcit-Rasen in einer Druse im Braunit
dünne Calcit-Kruste als kristalliner Belag in einer Druse im kokardenerzartigen Braunit,
Bildbreite ca. 8 cm
rundliche Calcit-Aggregate im Braunit
rundliche, glanzlose Calcit-Massen als Auskleidung
einer Druse im Braunit,
Bildbreite ca. 11 cm
brauner Calcit
brauner Calcit ohne weitere Begleitmineralien,
Bildbreite 7 cm
schwarzer Calcit
Gangfüllung aus Rhodochrosit und beiderseits randlich
schwarzer Calcit, der durch Einlagerungen von Mangan-
oxiden schwarz ist,
Bildbreite 9 cm
Brauner Calcit
Brauner Calcit als skalenoedrischen Kristallen als
Drusenfüllung im rosafarbenen Rhodochrosit,
Bildbreite 5 cm
Calcit auf Rhodochrosit
Ehemalige Anhydrit-Kristall-Hohlräume im Rhodochrosit
sind mit einem dünnen Rasen aus kleinen Calcit-Kristallen
überzogen,
Bildbreite 17 cm
Grüner Calcit
derber, grüner Calcit mit etwas weißem Calcit und Hämatit
als Teil einer Gangfüllung aus dem Rhyolith,
Bildbreite 7 cm
skalenoedrische Calcit-Kristalle
Skalenoedrische Calcit-Kristalle, teils in geoologsicher
Zeit abgebrochen und mit kleinen Quarz-Kristallen über-
krustet,
Bildbreite 12 cm
Calcit
Prismatische Calcit-Kristalle in einer Druse,
Bildbreite 1 cm

In einem max. 2 cm großen Hohlraum in körnigem, weißen Calcit konnten strahlig-faserige Aggregate eines weißen, weichen Minerals gefunden werden. Sie saßen nur lose auf. Die Nadeln werden max. 6 mm lang und sind ca. 0,1 mm dick. Die Büschel besitzen einen seidenen Schimmer.

In einigen Partien der Erzzone auf der 3. Sohle treten sehr weiche, schneeweiße, pulvrig bis strahlige Hohlraum- und Kluftfüllungen in Verbindung mit Arseniosiderit auf. Das Mineral ist sehr weich und wird normalerweise schon beim Waschen (bzw. durch Regen) der Stücke mit entfernt. Kristalle konnten nicht festgestellt werden.

In der Paragenese der As- und U-Mineralien sind mm-dünne Calcit-Schnüre kräftig dunkelrot gefärbt. Die Färbung kann als Folge der Bestrahlung zu deuten. Sie tritt auch in papierdünnen Klüften, gefüllt mit strahligem, weißen, nicht fluoreszierendem Calcit auf: Als Ringe um ehemalige Flecken aus ged. Arsen bzw. Uraninit.

Auf der 4. Sohle wurde in kleinen, cm großen Drusen sehr flachrhomboedrische, farblose, weiße bis schmutzige Calcit-Kristalle gefunden. Sie werden bis zu 2 mm groß und zeigen stumpfe Oberflächen. Die nur 0,05 mm dicken Kristalle sind oft zu kugeligen Aggregaten vergesellschaftet. Im Zentrum findet sich oft auch noch ein eingewachsener, meist zersetzter, prismatischer Calcit-Kristall mit gelblichem Farbton und einem dünnen Überzug von Todorokit-Pusteln, wodurch das Phantom noch verstärkt wird.

Auch auf der 4. Sohle konnten zahlreiche, bis faustgroße Drusen aus dem zersprengten Calcit-Gang geborgen werden. Die vorwiegend prismatischen Kristalle waren farblos, weiß oder gelblich. Sie erreichen max. 1 cm und zeigen eine grüne Fluoreszenz bei Bestrahlung mit kurzwelligem UV-Licht. Eingesprengt waren auch hier partienweise winzige Powellit-Körnchen. Der Gang führte weiter reichlich rosa Kutnahorit, stumpfen, grünen Seladonit und etwas ged. Arsen an den Salbändern.

Auf der 4. Sohle wurde ein nur max. 1 cm dicker Calcit-Gang verfolgt, der zahlreiche schmale, aber dafür großflächige Drusen barg. Sie sind mit deutlich grünen bis zu grasgrünen Calcit-Kristallen ausgekleidet. Die bis zu 0,5 mm großen Calcite haben prismatischen Habitus und werden von einem stumpfen, flachen Rhomboeder begrenzt. Nur die Prismenflächen zeigen spiegelnde Kristallflächen. Begleitminerale sind Kutnahorit, Fluorit und etwas Todorokit.

grüner Calcit

Im Verband mit dem Hämatit-Gang konnten strahlige Calcit-Kristallbüschel in Längen bis zu 1 cm neben Illit-Füllungen in der Brekzie aus Hämatit und Rhyolith gefunden werden. Darüberhinaus wurden dm-große, drusige Massen aus grasgrünem Calcit gefunden. Der Calcit zeichnet sich durch eine geringe Radioaktivität von 0,5 Bq/6 cm2 aus. Möglicherweise ist neben etwas As auch U der Grund für die bemerkenswerte Färbung. Zum Rand der Kluft bestehen sie aus weißem Calcit mit einem Überzug aus gelbem Goethit. Solche Partien lassen sich wie bei Kappenquarzen abheben, ohne die Kristalle zu zerstören.

Nicht selten finden sich einzelne pseudooktaedrische, meist weiße oder farblose Calcit-Kristalle in den Drusen. Sie erreichen bis zu 4 mm Größe.
Gemeinsam mit einem dünnen Hämatit-Überzug konnte stengeliger, weißer Calcit in Drusen von dem Gang auf der 4. Sohle geborgen werden. Er zeigt bei einer Länge von etwa 8 mm und Dicke von 0,5 mm eine "Längsstreifung" und liegt wirr in den Hohlräumen.
Dazwischen sind kegelförmige, aber nur sehr kleine Calcit-Aggregate zu finden. Sie sind weiß, erreichen max. 0,5 mm Größe und bestehen aus feinsten, kegelförmig angeordneten Calcit-Fasern.
Dem Hämatit-Gang konnten Drusen mit "igeligem", farblosem Calcit entnommen werden. Sie sind bis zu 3 mm lang und es ist oft nur die Spitze der Kristalle mit spiegelnden Flächen aus Skalenoeder und Rhomboeder zu sehen.
Calcit aus dem Bereich um den Kutnahorit zeigt die typische hellrote Fluoreszenz bei Bestrahlung mit KW- und LW-Licht.

Dunkelbrauner bis fast schwarzer Calcit in grobspätigen Massen bildet bis zu 20 cm große Bereiche aus, die zwischen hellem Calcit und Rhyolith eingeschoben sind (4. Sohle). Er fällt auch durch sein hohes spez. Gewicht auf. Eingewachsen sein dürfte neben reichlich Hämatit noch Hausmannit und etwas Pyrolusit und Hollandit. Dies ergab die röntgendiffraktometrische Untersuchung des mittels HCl herausgelösten, staubfeinen Rückstandes. Die EDX erbrachte Fe, Mn, etwas Ca und in Spuren Ba.

Auf der 4. Sohle konnten auch bis zu 1,5 cm große, hellrote Calcit-Skalenoeder in bis zu 5 cm großen Drusen gefunden werden. Sie sind von feinkörnigem, hellbraunem Kutnahorit überwachsen, auf dem seinerseits wieder weiße Stengel mm-großer Calcit-Prismen sitzen.
Untergeordnet traten daneben im weißen Calcit bzw. Kutnahorit auch cm-große Partien grünen Calcits auf. mm-große, glänzende Calcit-Kristalle kleiden die bis zu cm große, "buckeligen" Drusen aus.

Bemerkenswert ist ein Gangstück, welches cm-große Calcit-Drusen mit farblosen bis weißen, dreikantigen Calcit-Prismen in einer bräunliche Masse führt. Sie wird unterbrochen von beigen bis grauen Flecken aus dichtem Illit. Im Schliff unter dem Mikroskop erkennt man eine dichte Verwachsung von Todorokit mit Calcit, wobei die Volumenanteile bei je 50 % liegen dürften. Der Gang von der 4. Sohle erreicht eine Mächtigkeit von 2 - 3 cm.

Weiter wurde auf der 4. Sohle farbloser Calcit in stark glänzenden, skalenoedrischen Kristallen gefunden, die als bis zu 2 mm hoher Rasen auf Todorokit und wenig Arseniosiderit aufsitzen. Sie erscheinen deshalb sehr dunkel.
Verbreitet sind auch weißliche Calcit-Kristalle, die aus mehreren parallel verwachsener, in der Mitte des Kristalls teleskopartig verlängerter Individuen bestehen. Sie werden bis zu 3 mm lang und bestehen aus ca. 10 einzelnen Säulchen. Drusen die damit ausgekleidet sind, können bis zu 8 cm Durchmesser. Die Prismenflächen zeigen keinen Glanz.
Seltener sind Calcit-Prismen, deren Spitze aus einem stark glänzenden, flachen Rhomboeder besteht. Die Kristalle sind dann in der Regel sehr kurzsäulig und erreichen bei max. 2 mm Länge kaum 1 mm in der Dicke.
Auch die Umkehrung fand sich im dunklen Calcit: Stark glänzende, dicke Säulchen von 1,5 mm Länge und 0,5 mm Dicke, deren Enden aus einer stumpfen, leicht gewölbten Fläche ohne erkennbare Begrenzung - ausser am Rand - besteht.

Gerade größere Drusen mit Calcit-Kristallen enthalten in der Regel an der Decke der Druse Bereiche, bei denen die Kristalle von einer zweiten Generation aus weißem, oft unter UV-Licht fluoreszierenden, Calcit überkrustet sind. Diese Bildungen belegen, daß die Druse schon vor ihrem Auffinden trocken gefallen sein muß.

Auf der 4. Sohle konnte Anfang 1995 ein weitere Variante gefunden werden. Die Drusen im Erzgang erinnern sehr stark an ein Kokardenerz. Die Drusen sind mit leicht grauen Calcit-Kristallen ausgekleidet, die bei näherem Hinsehen aus gleich orientierten, daher "faserigem" Calcit besteht. Die Spitze bildet ein flaches Rhomboeder. Meist ist es jedoch 0,5 mm heller weitergewachsen, so daß sie bis zu 2 mm langen Kristalle wie mit einer "Kappe" ausgestattet aussehen. Diese zeigt den gleichen Aufbau wie der Kristall darunter.
 

Mangano-Calcit  (Ca,Mn)CO3
Manganhaltiger, hell- bis dunkelbrauner Calcit bildet verbreitete Gemenge mit Calcit und Dolomit in Hohlräumen der Mn-Erzgänge. Er entstand, zumindest teilweise - und gut sichtbar, bei der Verwitterung des Manganits. Dies lässt sich oft an Pseudomorphosen von Mn-Calcit nach Manganit, teils noch im Calcit eingewachsen, beobachten. An einigen Stücken ist der Manganit nur partiell in feinkörnigen, fast erdigen Mn-Calcit umgewandelt. Dies lässt sich oft in dem klaren Calcit gut erkennen, in die die Manganit-Nadeln eingewachsen sind.
Manganocalcit mit Manganit und Braunit
Saum aus braunem Mangano-Calcit mit Manganit und weißem Calcit in einer
Brekzie aus Rhyolith und Braunit (Bildbreite ca. 7 cm).

Die Partien mit strahligem bis erdigem Mn-Calcit können eine Größe von mehreren cm erreichen. Als Begleitmineralien treten noch weißer, spätiger Baryt und samtiger Todorokit auf.

Offensichtlich nicht aus dem Manganit hervorgegangene Mn-Calcit-Körnchen, zwischen den Braunit-Kristallen sind dunkelbraun und ohne ausgeprägte Spaltbarkeit. Sie sind wohl primär aus der Lösung abgeschieden worden. Der Mn-Calcit zeigt bei Bestrahlung mit langwelligem UV-Licht keine Fluoreszenz. Nach RAMDOHR & STRUNZ (1978) sind MnO-Gehalte bis zu 17 % möglich.

Pseudomorphose von Mn-Calcit nach Manganit
Braune, leistenförmige Pseudomorphose von Mangan-Calcit nach Manganit
im farblosen Calcit mit Braunit, Bildbreite 5 mm.

Im Calcit eingewachsene, 0,5 mm große, pseudooktaedrische Braunit-Kristalle sind selten in hellbraunen Mn-Calcit umgewandelt, aufgefunden worden. Der nur 1 cm breite Gang fand sich auf der 3. Sohle.
Das Mineral ist nach geltender Nomenklatur zwar kein eigenständiges Mineral. Aufgrund des völlig anderen Aussehens und durch eine deutliche Abgrenzung zum gewöhnlichen Calcit wird es hier als solches behandelt.
Braune, max. 0,5 mm große, "oktaedrische" Pseudomorphosen von Mn-Calcit nach Braunit konnten aus dem Bereich der Brandtit-Paragenese der 4. Sohle geborgen werden. Als Begleitmineralien traten Braunit, Calcit, Quarz und Brandtit auf. 

Mangan-Calcit
Finale Drusenfüllung aus einem manganhaltigen, derben Calcit mit einem
Fluorit, innerhalb des grobspätigen Calcits eines Ganges im Rhyolith,
Bildbreite 11 cm  


Dolomit  CaMg[CO3]2
Weißer bis gelblichbrauner Dolomit kommt gemeinsam mit Calcit in den Mn-Erz-Gängen vor. Kleine (bis 1 mm), farblos bis weiße, undeutlich spaltrhomboederförmige Kristalle bilden Auskleidungen in Drusenräumen des Braunits. Innerhalb von selbständigen Gängen wird er von Kutnahorit begleitet, mit dem er innig verwachsen ist. Der Dolomit unterscheidet sich vom Calcit durch einen seidigeren Glanz, die gelblichbraune Farbe und leicht gekrümmte Spaltflächen.

Dolomit

In den darüberliegenden Sedimenten des Zechsteins können bis zu einige cm große Hohlräume gefunden werden, deren Wände mit farblosen bis weißen Dolomit-Kristallen besetzt sind. Sie haben eine matte Oberfläche, die Kristalle sind typisch sattelförmig gekrümmt.

Körniger Dolomit tritt als "Sediment" in Calcit-Drusen innerhalb der Kutnahorit-Gänge auf. Die braunen Massen sind oft von weißen Calcit-Büscheln überwachsen.
Calcit konnte weiter auch in sehr großen Drusen gefunden werden. Im Gang auf der 4. Sohle fand sich eine 5 cm breite und 20 cm lange Druse Calcit im grobspätigen, grauen Dolomit. Die undeutlichen Kristalle (Pseudomorphose von Dolomit nach Calcit?) sind von einer zweiten Generation weißen Calcit überkrustet worden, die keinen Glanz auf den Flächen zeigen. Die Spitzen der kleinen Kriställchen fasern am Ende in viele einzelne Kriställchen auf. Der Dolomit darunter besteht aus löchrigen, großen Kristallen, in denen Drüschen mit spaltrhomboederförmigen, transparenten, bis zu 2 mm großen Dolomit-Kristallen ausgekleidet sind. Sie sind alle nach dem Wirtskristall orientiert und oft treppenartig verwachsen.

Unter Sphärolithen, teils braunen Calcit-Aggregaten mit weißer Oberfläche finden sich in der drusenreichen, Braunit-imprägnierten Brekzie neben Illit und wenig Todorokit 0,5 mm große, braungraue, glasig glänzende, angelöste Dolomit-Kristalle. Der deutlich Mn-haltige Dolomit sitzt fest auf einem Rasen aus pseudooktaedrischen, stark glänzenden Braunit-Kristallen.
 

Kutnahorit  CaMn[CO3]2
Zartrosa bis rosagraue Einschlüsse in den Erzgängen und bis 2 cm breite, selbständige Gänge im Rhyolith werden vollkommen von Kutnahorit und Dolomit ausgefüllt. Er ist erkennbar an der Farbe, dem weißen Strich, dem zuckerkörnigen Gefüge (hervorgerufen durch die gute Spaltbarkeit), dem leicht seidigen Glanz und der relativ großen Härte. Eine Unterscheidung von Dolomit, mit dem er verwachsen vorkommt, ist im Handstück nicht immer eindeutig möglich. Idiomorphe Kristalle konnten bis heute nicht nachgewiesen werden. Hohlräume sind meist von Calcit-Kristallen ausgekleidet. Begleitminerale sind häufig Calcit, Braunit und selten U-haltiges, ged. Arsen.

Bei der recht raschen Verwitterung (Stück im Steinbruch sind schon nach einigen Monaten mit einer braunen Kruste überzogen) geht das Mn-Mineral in fast schwarzen, strahligen Todorokit über und bildet punktuelle oder netzartige Strukturen in den dann weißlich zersetzten Carbonaten.

Im Calcit-Gang der 4. Sohle konnten auch bis cm-große Drusen, ausgekleidet einer mm-dicken Schicht aus bräunlichem Kuntnahorit entdeckt werden. Die Oberfläche ist von winzigen, spaltrhomboedrischen Kristallen bedeckt. Sie erreichen 0,01 mm Kantenlänge. Darüber sitzen oft schwarze, kugelige Goethit-Aggregate.
Das Mineral konnte auch als bis zu 5 cm breiter Gang im Rhyolith mit etwas Calcit auf der 4. Sohle für die Vitrine des Museums Aschaffenburg herausgeschlagen werden.

Kutnahorit
Rosa Kutnahorit als Gangfüllung eines Störung im Rhyolith, unten durch
Braunit schwarz, im Kutnahorit unveränderte Rhyolith-Bröckchen mit
weißem Illit und obenschwarzer Calcit durch Manganit-Nadeln, angeschliffen
und poliertes Stück,
Bildbreite 14 cm

Der Kutnahorit unterscheidet sich auch im Lösungsverhalten bei Einwirkung verdünnter HCl gegenüber dem Calcit: Dieser zeigt die gleiche Farbe wie vor der Einwirkung, während der Kutnahorit eine weiße Kruste bildet, die etwas schwerer löslich (Relief) ist, sich aber auch völlig löst.

 Weiße garben- bis keulenförmige Nadelbüschel haben sich als Kutnahorit herausgestellt. Als Begleitmineralen treten auf: derber Kutnahorit/Dolomit, Arseniosiderit und Braunit. Die Form und Paragenese ist weit verbreitet und eigentlich sehr häufig.

keulenförmiger Kutnahorit
Kutnahorit in keulenförmigen Aggregaten,
Bildbreite 7 mm

Kutnahorit tritt somit sehr häufig in mind. 4 gut unterscheidbaren Formen bzw. Aggregaten auf:

1. Hell- bis dunkelrosa Gänge bis zu 5 cm breit aus einem submikroskopischen Gemenge von Kutnahorit und Dolomit, welches lichtmikroskopisch nicht trennbar ist. Begleitmineral ist immer lokal Calcit und Illit, seltener feinste Manganit-Nadeln im Calcit.
Gänge aus einem Gemenge, welches sichtbar aus grobkörnigem Kutnahorit und feinkörnigem Dolomit besteht. Der Kutnahorit ist aufgrund der Farbe und Korngröße vom Dolomit unterscheidbar.

2. Sehr kleine (<0,05 mm) spaltrhomboederförmige Kriställchen als Rasen in rundlichen Formen und dünner Überzug in brauner Farbe auf Calcit. Als Begleitmineralien sind meist weitere Arsenate zu finden.

3. Keulen- bis garbenförmige, weiße bis zartrosafarbene Büschel aus zahlreichen nadeligen Kristallen, die in einem dünnen, zentralen Punkt auf der Unterlage oft auch orientiert aufgewachsen sind. Als Begleitmineralien treten meist weitere Arsenate, insbesondere Arseniosiderit und etwas Quarz auf. Die 0,1 mm großen, keulenförmigen Büschel sind meist locker bis sehr dicht aufgestreut.

4. Im Calcit - hier auf dünnen Spalten - bildet Kutnahorit rundliche, weiße, im Kern bräunliche Kugeln und scheibchenförmige Beläge. Der Kutnahorit ist randliche zu dünnen weißen Fasern aufgefächert, so dass die Kügelchen eine samtige bis strahlige Oberfläche aufweisen.

Die Kristalle sind oft nur schwer von fast gleich aussehendem Calcit zu unterscheiden. Ein typisches Merkmal ist die rundlichen Spaltflächen. Ein weiteres Merkmal offenbart sich beim Lösen durch verdünnte HCl, wo Calcit glatte Formen, Kutnahorit weiße, rauhe Formen hinterlässt.
Mit dem Fortschreiten des Abbaues in die Tiefe wurde Kutnahorit seltener und dafür Rhodochrosit häufiger. Die Unterscheidung ist im Handstück meist nicht möglich. 

Kutnahorit grabenförmig Kutnahorit garbenförmig
Hellbrauner, garbenförmiger Kutnahorit mit braunen Brandtit-Kristallaggregate auf einer Kutnahorit-Kruste auf Braunit, gefunden am 24.12.2012,
Bildbreiten links 5 cm, rechts im Ausschnitt 5 mm.
 
Kutnahorit
Hellbrauner Kutnahorit als filigrane Hohlraumfüllung, Bildbreite 4 cm.

Aragonit  CaCO3
Aragonit bildet bis max. 4 mm lange und 1 mm dicke, farblose, hochglänzende, spitznadelige Kristalle oder Nadelfilze. Er sitzt in Hohlräumen im teilweise zersetzten Rhyolith der Braunit-armen Gangteile auf Braunit, Kutnahorit und Calcit gemeinsam mit Brandtit. Vom Calcit lässt sich der Aragonit durch die fehlende, gute Spaltbarkeit leicht unterscheiden.
Als Hinweis für das Auftreten des Brandtits sind bis zu 3 mm lange, farblose, stark glänzende Aragonit-Nadeln (Verhältnis von Länge zum Durchmesser ca. 1:25) zu werten, die ebenfalls im Bereich der dunklen Verfärbung des Rhyoliths neben Calcit und Braunit der 4. Sohle auftreten. 

Aragonit
Farblose Aragonit-Nädelchen, Bildbreite 1,5 cm

Bis zu 1 cm lange, farblose Aragonit-Kristalle treten in sehr drusenreichem Calcit/Kutnahorit auf. Die bis zu 2 mm dicken, nadeligen, hochglänzenden Kristalle bilden auch flachtafelige Zwillinge. Weitere Begleitminerale sind nicht beteiligt. 

Aragonit
Farblose Aragonit-Kristalle auf Kutnahorit

Derbe, körnige Aragonit-Aggregate finden sich als bis zu 3 cm große Einschlüsse in dem Gang der 4. Sohle. Als Begleitmineral tritt neben Kutnahorit noch etwas Illit, Montmorillonit und Braunit auf. Die Farbe der muschelig brechenden, glasig erscheinenden Körner liegt zwischen farblos, gelb und einem hellen braun. An den Korngrenzen sind einzelne Flächen, ein oft säuliger Habitus und die typischen Streifen der Kristallflächen andeutungsweise erkennbar. Im Schliff erkennt man auch, dass der derb und glasig erscheinende Aragonit die Hohlformen ehemaligen Anhydrits ausfüllt.

derber Aragonit
Derber, glasig erscheinender Aragonit als Kluftfüllung im Rhyolith,
Bildbreite 3 cm

Auf der 4. Sohle wurde der nördlichste Gang Anfang Dez. 1994 gut mineralisiert angetroffen. Er führte ein drusenreiche, durch Mn-Mineralien schwarze Brekzie aus Rhyolith mit Illit, durchzogen von rosanem Kutnahorit und reichlich bräunlichem Brandtit. Darüber fanden sich bis zu 5 mm große zart violette, durchsichtige Aragonit-Nädelchen und -Kristalle. Die körnige Brekzie aus Kutnahorit ist mit farblosen bis leicht bräunlichen Aragonit-Büscheln verkittet. Bis zu 3 mm große Aragonit-Igel bedecken Flächen von einigen cm². Die feinen Nädelchen zeigen den typischen, lebhaften Glanz und werden von nur wenig Brandtit begleitet. Die stark glänzenden Kristalle und -büschel konnten infolge des nachlaufenden Wassers nur bis zu einer Tiefe von 25 cm abgebaut werden.
Auf den untersten Sohlen fand sich kein Aragonit mehr.
 

Azurit   Cu3[OH/CO3]2
Azurit wird bei OKRUSCH & WEINELT (1965) angeführt und als aus dem den Rhyolith ehemals überlagernden Kupferletten des Zechsteins hervorgegangen, gedeutet. Erdige Anflüge konnten gemeinsam mit Malachit gefunden werden. Eigene Nachweise konnten nicht erbracht werden. Der Grund dürfte darin liegen, dass die Partien inzwischen vollständlig abgebaut wurden.
 

Malachit  Cu2[(OH)2/CO3]
Malachit wurde, wie Azurit, zuerst von OKRUSCH & WEINELT (1965) erwähnt. Er kam ebenfalls in erdigen Anflügen vor. Wie beim Azurit, konnten ebenfalls keine eigenen Nachweise erbracht werden.
 

Liebigit   Ca2[UO2/(CO3)3]·10-11H2O
Rundliche, grüne Flecke auf Calcit und Kutnahorit der 4. Sohle bestehen aus Liebigit. Es handelt sich um feinkörnige Beläge aus von bis zu 5 mm Durchmesser. Unter dem Mikroskop ist er in winzige Täfelchen aufzulösen. Bei Bestrahlung mit kurzwelligem UV-Licht tritt eine deutlich grüne Fluoreszenz auf. Hellgrüner "Liebigit" findet sich neben Calcit als ehemaliger Fleck auf Rhyolith. Die deutliche Aktivität weist auf ein U-Mineral hin.
 



Rhodochrosit aus Argentinien
Zum Vergleich:
Qerschnitt (angeschliffen und poliert) aus einem Stalagtit der Minas Capillitas,
Andalgala Department, Catamarca, Argentinien.
Bildbreite 6 cm


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