Eis H2O
Im Winter gehört Eis zu den häufigen Mineralien im Steinbruch.
Man findet es in der Form von Schnee, Eiszapfen, Reif usw. Das Eis hält
sich hier immer länger wie in der Umgebung, da die tiefstehende Sonne
in den Wintermonaten nicht mehr den Boden den tiefen Steinbruches erreicht.
Eis als Eiszapfen auf den Rhyolith-Felsen,
aufgenommen am 11.01.2003.
Der Steinbruch mit Schnee an einem sonnigen Wintertag,
aufgenommen am 13.12.20012
Ja, Eis ist ein Mineral (fest, kristallin und natürlich
entstanden) und auch der Name für ein Gestein (man denke an Gletscher)
und sogar sehr verbreitet.
Cuprit Cu2O
Dünne, rote Überzüge auf ged. Arsen und Domeykit erwiesen sich als derber Cuprit.
Die cm-großen, unscheinbaren Überzüge werden weiter
von Chalkopyrit und Uranospinit begleitet.
Hausmannit
Mn2+Mn3+2O4
Abweichend von den Mn-Erzen Braunit und Manganit, die meist
in körnigen bzw. strahligen Aggregaten vorkommen, fand sich in
den nordwestlichen Teilen der Vererzung derber, dichter Hausmannit.
In der Masse sind einzelne, oft gestreifte Kristalle nur andeutungsweise
auszumachen. Das Material ist sehr fest und erreicht innerhalb von reinen
Calcit-Gängen eine Gangmächtigkeit
bis zu 5 cm. Er wird von Baryt, Calcit, Mn-Calcit, Dolomit, Quarz
und Arseniosiderit begleitet.
Bruchfläche eines Hausmannit-führenden Ganges
zusammen mit Kutnahorit, Calcit und
Maganit; Bildbreite ca. 7 cm
Rückseite des Stücken von oben, jedoch angeschliffen
und poliert: In der brekziösen
Gangmassen ist im Calcit reichlich Illit und Seladonit,
Manganocalcit und Braunit zu
erkennen. Im Hausmannit ist Kutnahorit verbreitet. Bildbreite
ca. 8 cm
Bis 3 mm große, verzerrte, zu Gruppen aggregierte Kristalle konnten
bis jetzt nur selten beobachtet werden. Einzigartig ist der Fund
eines ca. 3 mm großen, "oktaedrischen" Kristalls in einer Braunit-Höhle.
Bemerkenswert ist das Auftreten eines unbeschriebenen Ca-Mn-Arsenates,
das in seinen schmalen Klüften, besonders gegen das Salband
hin und in den sich anschließenden Mn-Calcit-Partien auftritt.
Im derben Braunit - begleitet
von Kryptomelan
- von der 3. Sohle konnten bis zu cm große Butzen - als Umwandlungsreste
gedeutet - aus Hausmannit gefunden werden. Er ist erkennbar an der
typischen Zwillingsstreifung und dem starken Glanz, welches sich gut
vom stumpfen, derben Braunit abhebt.
Im derben Hausmannit von der 3. Sohle konnten in wenigen
Spalten zahlreiche stark verzerrte, bis zu 2 mm große, "oktaedrische"
Hausmannit-Kristalle beobachtet werden.
Aus einem Gangstück mit Calcit, Mn-Calcit und Braunit konnte reichlich Hausmannit gefunden werden. Die cm-großen, derben Massen sind nur schwer vom Braunit zu unterscheiden. Idiomorphe Kristalle bestehen meist aus sehr steile, tetraedrische Pyramiden mit der typischen Streifung quer zur Längsachse; sie sind bis zu 1 mm groß, parallel mit weiteren Individuen verwachsen und in kleinen Hohlräumen sitzend. Diese wurden völlig mit Carbonaten gefüllt. Typische Zwillinge wie von anderen Fundorten wurden nicht beobachtet. Der Hausmannit findet sich immer im Zentrum von Erzschmitzen, Braunit findet sich am Rand zu den Carbonaten.
Gangstück mit massivem Hausmannit mit etwas Kutnahorit im
Zentrum,
darum Magano-Calcit als Pseudomorphose nach Manganit, zonierter
Braunit der partiell in Todorokit und Manganocalcit umgewandelt
ist. Im
farblosen Calcit ist noch reichlich Brandtit eingewachsen; angeschliffen
und
poliertes Stück, Bildbreite 6 cm.
Im Calcit konnten linsenförmige, poröse Massen mit einem
Durchmesser von bis zu 15 cm beobachtet werden. Sie führen
etwas Calcit, Kutnahorit und untergeordnet
Brandtit.
Auch als dendritisch in den Calcit eingewachsene Massen
tritt Hausmannit, merkwürdigerweise mit Hämatit, auf. Die
beiden Phasen sind optisch nicht zu trennen. Die Bestimmung erfolgte
röntgendiffraktometrisch.
Achtung: Hausmannit ist auch in verdünnter, kalter
HCl bei langer Einwirkzeit löslich, so dass nur Calcit, nicht
aber Kutnahorit/Dolomit damit entfernt werden kann.
Arsenolith
As2O3
Arsenolith bildet auf dem ged. Arsen bis 0,5 mm große,
farblose bis weiße, vorwiegend oktaedrische Kristalle und
bis zu 3 mm große Kristallaggregate. Sie finden sich bevorzugt
auf den nicht mehr silbrig glänzenden Flächen mit ged. Arsen.
Bei der Untersuchung der Erzminerale (vorwiegend ged. Arsen)
der "dunklen Flecke" wurde unter dem Raster-Elektronenmikroskop
festgestellt, dass die feinsten Klüfte bzw. die Bruchflächen
des ged. Arsens teilweise bis völlig mit einem "Rasen" aus Arsenolith-Kristallen
überzogen waren (die Proben waren zum Zeitpunkt der Untersuchung
ca. 7 Tage alt). Die Rasen entstehen durch Oxidation des elementaren
As mit dem O2 der Luft nach wenigen Tagen bis Wochen. Sie
sind mit dem Lichtmikroskop deutlich als kleinste Kristallüberzüge
auf dem ged. Arsen zu sehen.
Nach einigen Jahren wachsen die Arsenolith-Kristalle zu einer weißen,
"zuckerkörnigen" Fläche über dem Arsen zusammen, so
dass das ehemals schwarze Arsen nur noch als grauer Schatten zu erkennen
ist.
Neben zahlreichen Pharmakolith-Rosetten
und kleinen Arsenolith-Oktaedern wurden bis 2 mm große Aggregate
aus farblosen, gedrungenen Kristallen bmerkt. Sie sind oft radialstrahlig
aggregiert und bilden bei tafeligem Habitus sechseckige Formen. Bei
kurzssäuligen, sich nach außen verdickenden Kristallen
ist eine parallele Streifung nach der Längsachse zu beobachten.
Bixbyit (Mn,Fe)2O3
Lagige-schalige Massen aus wechsellagernd Bixbyit, Manganit, Hämatit, Dolomit, Braunit und Calcit bilden mit Braunit chaotische Massen
im Gang der 4. Sohle. Sie werden von Illit als inselförmige Einschlüsse
begleitet. Die Bereiche im Gang erreichen bei 10 cm Mächtigkeit
einige Meter an Ausdehnung. Die stark brekziöse und chaotische
Mineralisation wird von Calcit abgeschlossen.
Sie ist nur erklärbar, wenn man annimmt, dass der
Gang mit einer Wechsellagerung aus Hämatit, Manganit, Bixbyit,
Braunit und Calcit ausgekleidet wurde. Anschließend wurde die
Abscheidung von den Wänden gelöst und sie fiel in einen anderen
Bereich des Ganges. Anschließend erfolgte eine neue Mineralisation
und möglicherweise auch Umwandlung, die mit Braunit und Calcit
abgeschlossen wurde.
Braunit Mn2+Mn3+6SiO12
Im Frühjahr 1984 wurde auf der 2. Sohle eine mit 135°
streichende und mit 85-90° einfallende Störung angefahren.
Sie wurde dann ab 1988 auf ihrer ganzen Ausdehnung auf der 3. Sohle
aufgefahren. Im SE-Teil trat Braunit als Hauptbestandteil mit Calcit, Mn-Calcit, Manganit, Baryt und Illit auf. In den Randzonen ist er vollkommen
derb und bis zu 10 cm mächtig und tritt ohne Begleitminerale
auf. Im derben Braunit sind ab und zu noch Reste von Hausmannit zu beobachten.
Im NW-Teil kreuzte die Störung den Hämatit-Gang und führte derben und grobkristallinen Braunit. Die drusenreichen Stücke führten häufig bis 10 mm lange und 5 mm dicke Pseudomorphosen von Braunit nach Manganit, ferner samtigen Todorokit und selten Arseniosiderit. Verbreitet sind gitterartige Verwachsungen, deren Hohlräume dünn mit Todorokit überzogen und mit rotem Ton gefüllt wurden. Rechteckig-prismatische Hohlräume deuten auf das ehemalige Vorhandensein von Baryt hin. Auch glaskopfartige Massen wurden beobachtet, welche teilweise von innen heraus in Todorokit umgewandelt wurden.
Drusenreiche Stücke von der 3. Sohle, die in den Hohlräumen Kryptomelan-Nadeln führten, enthielten reichlich Reste von nicht umgewandeltem Hausmannit, erkenntlich an der typischen Zwillingsstreifung und dem ausgeprägten Glanz im derben Braunit. Es ist somit anzunehmen, dass der größte Teil des derben Braunits aus Hausmannit entstanden ist.
Fein- bis grobkristalliner Braunit tritt gemeinsam mit den oben aufgeführten Mineralien auf. Er ist gewöhnlich im Calcit oder Mn-Calcit eingewachsen. In Drusen können hochglänzende Kristalle bis zu 3 mm beobachtet werden. Gleiches lässt sich durch Weglösen des Calcits mittels HCl erreichen. Der Braunit ist in kleinen Kristallen magnetisch.
Eine Stufe aus dem Gang besteht aus cm-großen, skalenoedrischen Braunit-Kristallen, die von leistenförmigen Kristallen überzogen sind. Wahrscheinlich handelte es sich ursprünglich um ehemalige Calcit-Kristalle mit daraufsitzenden Manganit-Kristallen, die beide vom Braunit pseudomorph verdrängt wurden. Inzwischen konnten auch solche Übergangsstadien gefunden werden, bei denen ein Calcit-Rest zu beobachten ist.
Bei der chemischen Untersuchung (Röntgenfluoreszenz-Analyse) einer
derben Braunit-Probe konnte ein deutlicher As-Gehalt von ca. 1% nachgewiesen
werden. Inzwischen konnte auch ein geringer Urangehalt in den derben
Partien des Braunits nachgewiesen werden. Er liegt deutlich messbar
(bis ca. 10-fach) über dem Hintergrund der anderen Mn-Mineralien.
Gangfüllung aus feinkörnigem Braunit mit Carbonaten
im Rhyolith, der
ausgehend von den Spalten mit Braunit imprägniert wurde.
Im Innern des
Rhyoliths ist fast keine Alteration zu erkennen, Bildbreite
7 cm
Eine Erzbrekzie aus mit Braunit imprägniertem, dunklem Rhyolith und derbem Braunit stand im Sommer 1991 auf der 3. Sohle an. Der ca. 1 m mächtige Gang führte zum Liegenden hin fast nur Hämatit und ging nach oben hin in den beschriebenen Mn-Erzgang über.
An der Grenze zur 2. Sohle war der Gang nur ca. 0,3 m mächtig, bestand aber fast ganz aus Braunit. In der Mitte wurde er von einem ca. 2 cm breiten, drusigen Bereich durchzogen, in dessen Hohlräumen sich eine Vielzahl von interessanten Mineralien (Arseniosiderit, Quarz, Todorokit, Kryptomelan und Goethit) fanden.
Im Calcit-Gang der 4. Sohle konnte neben den verbreiteten kleinen, "oktaederähnlichen"
Kriställchen auf und im Calcit auch derbe Massen in bis zu 5
cm großen Stücken gefunden werden. Sie bestehen aus einem
"Konglomerat" mm-großer, schalig aufgebauter Aggregate, die gemeinsam
mit imprägnierten Rhyolith-Stückchen größere Stücke,
die erneut vom schaligem, sehr feinkörnigem Braunit umgeben sind
(diese Strukturen sind nur im Anschliff erkennbar). Die merkwürdigen
Stücke sitzen regellos in weißem, körnigem Calcit
bzw. im damit verwachsenem Seladonit.
In der Paragenese mit dem Brandtit der 4. Sohle konnten auch
0,5 mm große, braune Pseudomorphosen von Mn-Calcit nach Braunit
gefunden werden.
Der gleiche Gang lieferte zahlreiche, bis cm-große
Drusen mit herrlichen, stark glänzenden, aber nur max. 2 mm
großen Braunit-Kristallen auf weißem Calcit und von
einer dünnen Calcit-Schicht teilweise überkrustet. Als
Begleitmineralien fanden sich noch Mn-Calcit, Quarz und weißer
Baryt.
Im brekziösen, mit Braunit imprägnierten Rhyolith ist
der einst zentrale Ganginhalt
umlaufend mit Calcit und feinnadeliger Manganit gefüllt worden.
Die Braunite
sind hier zonar aufgebaut, der Manganit zum größten
Teil in Manganocalcit
umgesetzt und mit Braunit überkrustet; angeschliffen und
poliertes Stück,
Bildbreite 6 cm.
Königer Braunit im Calcit und Fluorit, teils im farblosen
Calcit die Pseudomorphosen
von Manganit nach braunem Manganocalcit. Ein Teil des Braunits
ist völlig in Mn-Calcit
und Illit umgewandelt, dazu gesellt sich noch Arseniosiderit.
Ein Rhyolith-Bruchstück ist
von Manganit, Calcit und Seladonit umkrustet, geschliffen und
poliertes Stück,
Bildbreite 6 cm.
Auf und im Calcit eingewachsen konnten zahlreiche, teils größere
Kristalle (<3 mm) gefunden werden. Teilweise sind die Spitzen
der tetragonalen Pyramiden durch die Basis begrenzt. Dabei handelt
es sich (röntgendiff. nachgewiesen) um einen Mn-Mn-Braunit.
Die Gänge erweisen sich weiter als sehr variabel.
Nesterweise tritt immer wieder Braunit mit etwas Hausmannit auf. Für
Teile davon wäre der Begriff Kokadenerz zu verwenden. Zwei
Stücke aus dem Bereich wurden angeschliffen, um die hübsche
Struktur erkennbar zu machen. Insbesondere ist interessant, dass
ein Teil des Braunits in den Carbonaten "schwimmend" gebildet wurde.
Südlich der beiden bisher bekannten Gänge ist ein neuer, aber für die Teufe erstaunlich stark zersetzter Mn-Gang erkennbar. Er ist samt Imprägnationsbereich bis zu 50 cm mächtig. Zusammen mit gelbem Arseniosiderit auf 2 Generationen von Calcit aus dem Gang der 4. Sohle finden sich kleine, gesprenkelte, 0,5 mm große Braunit-Kristalle die alle in einen weißlichen Mulm unter Beibehaltung der "oktaedrischen" Form umgewandelt sind.
Zusammen mit den typischen, aus kleine Kristallen bestehenden Braunit wurde im Carbonat ein feinfaseriges Mineral beobachtet und als Manganit angesprochen. Die röntgendiffraktometrische Untersuchung erbrachte eindeutig Braunit, so dass hier eine Pseudomorphose von Braunit nach Manganit oder Pyrolusit vorliegt.
Ganginhalt aus Calcit mit Kutnahorit, darin wurmförmig
eingewachsene
Braunit-Kristalle, die im Innern teilweise oder ganz aus Mangancalcit
und
Tonmineralien (Pseudomorphosen) bestehen, Bildbreite 4,5 cm.
Braunit II
Ca(Mn3+,Fe3+)14SiO24
Im Schliff erkennbar, wurden auch Partien gefunden, bei
denen der Braunit zum Teil fast ganz, von Mn-Calcit verdrängt
wird. Insbesondere das Innere der bis zu 2,5 mm großen Kristalle
ist davon betroffen.
Es scheint so zu sein, dass die randlich und auf den Calcit-Kristallen
sitzenden Braunit-Kristalle immer Braunit im eigentlichen Sinn darstellt,
während es sich bei den großen Brauniten im Innern der
Calcite bzw. die stumpf glänzenden Kristalle in dem Gängen
um den Braunit II handelt.
Hämatit
Fe2O3
Auf vielen Klüften tritt Hämatit bis einige mm
dick als sogn. "Eisenrahm" auf. Dies verursacht, gemeinsam mit dem
im Gestein selbst feinst verteilten Hämatit, die oft starke,
rötliche Färbung, besonders der stark geklüfteten Partien.
Oft wird er zusammen mit dem in den Klüften ebenfalls vorhandenen
Tonen vom Regenwasser ausgewaschen. Diese Klüfte treten insbesondere
im südwestlichen wie auch im nördlichen Teil des Bruches auf.
Auch auf den wenigen, N-S streichenden Klüften ist das Hämatit-Ton(Illit u. a.)-Gemisch zu finden. Die
Breite der Klüfte kann 5 cm erreichen. Sie können dann völlig
mit einem Gemisch aus erdigem bis schuppigem, feinsten Hämatit und
einer Gangbrekzie gefüllt sein. Der Hämatit hat einen Anteil
von >80%, weshalb das hohe Gewicht auffällt. Nach dem Trocknen
zerfällt das Gemenge zu einem staubfeinen, alles rot färbenden
und benetzenden Pulver. Einzelne Teilchen sind so fein, dass sie auch auf
Wasser, welches mit einem Netzmittel versehen ist, schwimmen.
Mit Calcit verwachsener Hämatit aus einem Gang der
5. Sohle;
Bildbreite ca. 10 cm
Die ersten bemerkenswerten Hämatit-Funde waren strahlige Massen, die einige mm-dick die Kluftflächen des Rhyolithes auf der 1. Sohle überzogen. Sie erreichten Längen bis zu 5 cm. Weitere Begleitmineralien traten nicht auf.
In den intensiv zerrütteten Partien einer fast reinen Hämatit-Vererzung
tritt der Hämatit als "Kittmasse" auf, der zusammen mit von
Hämatit durchsetztem Rhyolith eine kompakte Kluftbrekzie bildet.
Im Handstück ist es dann oft schwer, die einzelnen Komponenten
visuell zu trennen. Bis zu m3 große Blöcke konnten schon
1971 auf der 1. Sohle - allerdings nicht anstehend - gefunden werden.
Häufig findet sich der Hämatit als Auskleidung
aus tafeligen Kristallen in schmalen Spalten und Hohlräumen.
Die Farbe variiert mit dem Grad der Verwitterung von metallisch blau
(bei unveränderten) über gelb (als "Anlauffarbe") bis hin
zu braunen Verwitterungsrinden als Überzug auf den Tafeln. Meist
gesellt sich noch - nicht entfernbarer - Ton hinzu. Dünne und kleine
Kristalle sind rötlich durchscheinend und zeigen einen lebhaften
Glanz.
Selbständige, bis zu 8 cm mächtige, grobspätige Spaltenfüllungen aus hochglänzendem Hämatit - einzelne Hämatit-Tafeln erreichen cm-Größe - mit sehr wenig Calcit konnten auf der 3. Sohle innerhalb eines mächtigen, brekziösen Hämatit-Ganges beobachtet werden.
Hier wurden als Besonderheit Umhüllungspseudomorphosen von Hämatit nach Calcit gefunden. Sie werden bis über 10 cm lang, 5 cm dick und zeigen skalenoedrischen Habitus. Die Flächen sind manchmal nach innen gewölbt und außen immer mit Hämatit-Tafeln überwachsen. Die Wandstärke liegt in der Regel bei ca. 5 mm, das Innere ist ebenfalls mit tafeligen Hämatit-Kristallen ausgekleidet und/oder mit undeutlichen Aggregaten, gitterartig ausgefüllt. Selten sitzen bis 2 mm große, farblose Quarz- oder angewitterte Siderit-Kristalle auf und zwischen den Hämatit-Tafeln. Teilweise ist der Hämatit angewittert und mit feinem, sedimentiertem Hämatit-Grus überschüttet. Alle Hohlräume sind mit einem roten, nur schwer entfernbaren Ton (Gemenge aus Illit und Kaolinit) gefüllt. Im Innern der mit Ton ausgekleideten oder gefüllten Hohlräume liegen lose, eiförmig runde Tonkügelchen, als hätte fließendes Wasser sie geformt. Wie die Bruchflächen am Hämatit zeigen - man kann die neuen Bruchflächen deutlich von den alten unterscheiden -, ist die Druse schon vor langer Zeit in einzelne Stücke zerfallen. Auch kommen Negativformen von Calcit-Kristallen in derbem Hämatit vor.
Faseriger, sphaerolithischer Hämatit bildet roten Glaskopf mit rauher
Oberfläche. Die runden Gebilde erreichen cm-Größe
und sitzen auf derbem Hämatit. Innerhalb des Calcits treten neben
den Mn-Mineralien auch cm-große, unregelmäßige,
derbe Hämatit-Einschlüsse auf. Die Einschlüsse sind
meist mit einem Saum aus Limonit
mit Calcit-Relikten umgeben.
Auf der 3. Sohle wurden innerhalb der Calcit-Gänge Rasen
rosettenartiger, hochglänzender Blättchen beobachtet. Sie
erreichen ca. 0,02 mm und sind mit dem Binokular wegen des Glanzes
kaum zu erkennen. Teilweise sind die Kristalle auch gänzlich im
Calcit eingewachsen und geben ihm ein bräunliches Aussehen. Vom
Todorokit und vom Mn-Analogon zu Arseniosiderit ist der Hämatit
nur schwer zu unterscheiden.
Idiomorphe, blättrige Hämatit-Kristalle (kein Braunit!)
auf Calcit,
Bildbreite 4 cm
Im Rhyolith - nahe der Vererzungen - kann beobachtet werden, dass ein Teil der Feldspäte, mit zunehmender Nähe zum Erzgang, teils oder ganz in Hämatit umgewandelt wurde. Der Hämatit bildet dann erst Blättchen zwischen den noch vorhandenen Feldspatresten, bei weiterer Einwirkung wird schließlich der ganze Feldspat vom Hämatit verdrängt. Es liegt somit eine Pseudomorphose von Hämatit nach Feldspat vor.
In Hohlräumen der Quarzgeoden (Lithophysen) bildet der Hämatit,
wenn auch selten, dicktafelige, kantengerundete und stark glänzende
Kristalle, die auf Quarzkristallen oder seltener in diese eingewachsen
sind. Häufig sind die Hohlräume mit lockerem, blättrig-schuppigem
Hämatit ausgefüllt.
Selten wurden Pseudomorphosen von Hämatit nach Baryt gefunden.
Der brekziöse Erzgang - reich an erdigem Hämatit - führt
an einer Stelle an der Grenze 3. zur 4. Sohle einen Bereich mit grobtafeligem,
drusenreichem Hämatit. Dicktafelige Kristalle kleiden bis zu
faustgroße Hohlräumen aus. Sie bestehen aus vielen sehr
dünnen, parallel verwachsenen, dunklen und hochglänzenden
Tafeln. Ihre Größe erreicht in der Mitte max. 1 cm, um zum
Rand hin abzufallen. Diese Kristallbüschel zeigen einen seidenen
Schimmer in den Drusenhohlräumen. Orientierte, parallel verwachsene
Kristalle werden bei gleicher Größe bis zu 1,5 mm dick - sie
sehen aus, als blicke man auf die Seiten eines schlecht gebundenes Buches.
Sonst sind die Hämatit-Tafeln sehr dünn und empfindlich. Die
Blättchen sind gewöhnlich dunkel, zeigen oft den typischen Metallglanz
und sind teilweise auch bunt angelaufen. Sie sind sehr empfindlich, insbesondere
auch Matrixstücke mit noch anhaftendem Rhyolith, was auch eine Folge
der nahen Sprengung ist. Grobtafelige bis strahlig-tafelige und feinkörnige
Partien wechseln einander ab.
Assymmetrische Gangfüllung aus brekziiertem Rhyolith,
darüber tafeliger Hämatit und reichlich Fluorit
(dunkel erscheinende Einschlüsse) und final ausgefüllt mit
weißem Calcit - erkennbar an den beiden kleinen
Drusen, Bildbreite 9 cm, gefunden auf der untersten Sohle 2011,
angeschliffen und poliertes Stück
Teilweise ist das blättrige Eisenerz auch Bindemittel für die
mit feinstem Hämatit imprägnierte Rhyolithbrekzie. Der
Bereich mit dem bis zu 10 cm mächtigen, blättrigen Hämatit
konnte vom Autor über mehr als einen m² verfolgt werden.
Die gesamte Ausdehnung war nicht größer als ca. 3 - 4 m²,
wobei der größte Teil des Materials in den Brecher gelangte.
An wenigen Stellen ist eine Verwitterung zu Limonit erkennbar.
Die brekziösen Randpartien im Übergang zum Rhyolith sind
meist mit dünnem, glaskopfartigem bis rosettigem Hämatit
überzogen. Hier ist der rote Ton auch mittels Ultraschall nur
sehr schwer zu entfernen.
Der von sedimentiertem Hämatit-Grus überzogene
Kristallrasen ist an einigen Stellen mit eindeutigen, netzartigen
Schrumpfungsrissen durchzogen. Die Risse werden bis zu 1 mm breit
und 3 - 4 mm tief. Die belegen möglicherweise einen gelartigen
Zustand des Eisenoxides während der Kristallbildung?
Massiver Hämatit im Calcit, mit Fluorit und Illit als Teil des
Ganginhaltes, im unteren Teil brekziös ausgebildet, .
Bildbreiten links 5 cm, rechts auf der angeschliffen und polierten
Seite 12 cm
Als weitere Begleitmineralien wurden noch samtige Überzüge aus
Arseniosiderit, rissige,
schalige Pusteln von Pitticit
und glaskopfartige Massen von Uraninit gefunden. Seltener
ist auch warziger Todorokit. Die genannten Mineralien werden max.
0,5 mm groß. Winzige Siderit-Kristalle
überziehen teilweise neben farblosen Quarzkristallen den Hämatit.
An den Übergängen zum unveränderten Rhyolith ist reichlich
weißer, erdiger Illit zu
sehen. Seltener sind schneeweiße, wirrtafelige Kristallaggregate
in den Hohlräumen der mit wenig Hämatit ausgekleideten Zwickel
der Brekzie.
Bemerkenswert ist auch eine deutliche, weit über dem
gewöhnlichen Hintergrund liegende, Aktivität von ca. 2
Bq/6cm².
Nördlich an den Gang anschließend konnte erneut ein
dm-großer Hohlraum - der leider schon vor langer Zeit zusammenfiel
- mit den cm-großen Pseudomorphosen von Hämatit nach
skalenoedrischem Calcit gefunden werden. Die Größe der
"Kristalle" reicht von 0,5 bis zu 5 cm. Im Innern sind sie meist hohl
und mit tafeligen Hämatit-Kristallen, die auch rosettenförmig
angeordnet sein könne, ausgekleidet. Die Orientierung der tafeligen
oder blättrigen Hämatit-Kristalle liegt senkrecht zur den Kristallflächen.
Wenige der cm-großen Pseudomorphosen sind auch rundlich
umgebogen (Kristallspitzen oder auch bei größerer Flächen
nach innen gewölbt), was bei einigen Stücken für eine
Umhüllung mit Hämatit und nachfolgende Auflösung des
Calcites spricht. Es handelt sich dabei um Umhüllungspseudomorphosen,
die manchmal auch aus mehreren Schichten besteht.
Spektakuläre Pseudomorphose:
Skalenoedrische Hämatit-Kristalle als Pseudomorphosen nach Calcit.
Im mittleren Bild ist eine abgebrochene Spitze des ehemaligen Calcit-Kristalls
sichtbar, im rechten Bild sieht man, dass die Oberflächen der Pseudomorphosen
mit blättrigem Hämatit überwachsen ist. Gefunden am 08.04.1990,
damals völlig von Ton verdeckt.
Bildbreiten links 12 cm, Mitte 11 cm, rechts 8 cm.
Es wurden aber auch "echte" Pseudomorphosen gefunden, bei denen eine Hämatit-Generation
den Calcit ersetzt hat (im Querbruch oder -schnitt erkennbar). Die
Oberflächen der skalenoedrischen Flächen sind samtig bis
glänzend mit kleinen Hämatit-Täfelchen überwachsen.
Die Kristallnegative im Hämatit sind meist mit glänzenden,
rosettenartigen bis samtigen Hämatit-Überzügen ausgekleidet.
Selten treten auch bis zu mm-breite Schrumpfrisse in den Pseudomorphosen
auf.
Teilweise sind hier einzelne Partien mit mm-dicken Überzügen
aus traubigem, samtigen Todorokit und etwas Arseniosiderit überkrustet.
Weit seltener waren Umhüllungspseudomorphosen nach einem tafeligen
Mineral, welches in bis zu cm großen und mm-dicken Platten vorkam.
Sehr wahrscheinlich handelte es sich um den im Bruch verbreiteten Baryt.
In einem Fall konnte ein hochglänzender, leicht gewölbter und gestreifter Harnisch geborgen werden. Er belegt den seltenen Fall der Bewegung der Störung nach Ausscheidung der Mineralien.
Tonig erscheinende, graubraune Gemenge aus Hämatit, Quarz und sehr untergeordnet Calcit füllen bis zu 10 cm lange und 5 cm breite Calcit-Drusen des Calcit-Ganges der 4. Sohle. Als bemerkenswertes Begleitmineral tritt am Rand zum Calcit Bertrandit auf.
Tiefschwarze, glaskopfartig aufgebaute und oft stark glänzende Hämatit-Kügelchen mit einem Durchmesser von bis zu 0,5 mm fanden sich in den Drusen des dunklen, erzreichen Teiles des Calcit-Ganges der 4. Sohle. Auf den Bruchflächen ist der radiale, blättrige Aufbau und ein auffallender Glanz zu beobachten. Die Kügelchen sitzen auf einem Kristallrasen aus Kutnahorit. Als Begleitminerale, eingewachsen im Calcit, traten weiter auf: violetter Fluorit, kleine Braunit-Kristalle, Hämatit-Täfelchen, schuppiger, goldgelber Arseniosiderit und grünlicher, derber Seladonit und Dolomit.
Im grauen, von weißen Flecken durchzogenen Rhyolith von der 3. Sohle konnten aus der Ostwand auch runde Flecken aus Hämatit-Imprägnationen gefunden werden. Sie sind selten, auffallend dunkel und haben keinen ausgeprägten, scharfen Rand, sondern gegen diffus in den Rhyolith über. In den bis zu 3 cm großen und bis zu 5 mm dicken Linsen sind auch einzelne, bis zu 1 mm große Hämatit-Täfelchen erkennbar.
Kleine, stark glänzende, gedrungene Hämatit-Kristalle finden sich merkwürdigerweise im Calcit des Ganges von der 4. Sohle. Die bis zu 3 mm großen Massen sind regellos im Calcit verteilt.
Glaskopfartiger Hämatit als dünner Kluftbelag auf Rhyolith
mit einer finalen
Füllung aus Tilasit mit Calcit, Bildbreite 5 mm
Als feinkristalliner, fast faseriger Hämatit findet sich auf und von Calcit durchzogen als eine der frühen Ausscheidungen unter weißem Calcit. Die bis zu 3 mm dicken Überzüge sind auch kugelig-schalig ausgebildet, besitzen aber eine "rauhe" und damit matte Oberfläche, so dass die Trennung vom Calcit nicht leicht möglich ist. Das gemeinschaftlich Vorkommen mit den anderen Mn-Mineralien ist so zu erklären, dass der Hämatit an anderer Stelle gebildet wurde und infolge tektonischer Bewegungen gelöst und mittels der hydrothermalen Flüssigkeiten an andere Stellen transportiert wurde.
Als kleine, gedrungene Kriställchen und strahlige Büschel von bis zu 2 mm große findet sich stark glänzender Hämatit im Calcit und Kutnahorit der 4. Sohle. Die Körnchen sind magnetisch und besitzen keinen roten Strich! Mittels Röntgendiffraktometrie wurde das Mineral sicher als Hämatit bestimmt.
Außen unscheinbares Stück aus der Gangzone der
6. Sohle (gefunden 2009 als loses Stück
im Haufwerk, angeschliffen und poliert) mit einer bemerkenswerten
Mineralisation:
Ganz links erkennt man den alterierten Rhyolith, dann folgt
eine braune Zone aus Calcit mit
Arseniosiderit. Der sich anschließende dunkle Streifen
besteht aus Hausmannit und Braunit,
dazwischen Calcit und Mangancalcit; ein Teil der Braunite sind
extrem zoniert. Nach rechts
schließt sich eine Zone aus Calcit mit Illit und Seladonit
an. Über den bogenförmigen
Calciten ist Hämatit eingewachsen und den Abschluss nach
rechts bildet ein Rasen aus
gelblichen Calcit-Kristallen in nadeliger Form. Bildbreite 13
cm.
Quarz SiO2
In den Hohlräumen und Rissen der "Knollen" (Lithophysen)
treten, besonders wenn sie wenig Chalcedon enthalten, bis
zu 10 mm große Quarzkristalle auf. Sie sind farblos bis weiß,
auch gelblich, durchscheinend bis durchsichtig. Sie fluoreszieren
bei der Bestrahlung mit UV-Licht, besonders bei kurzwelligem UV-Licht (254
nm) sehr intensiv gelblichgrün. Die Fluoreszenz wird wohl durch den
Einbau von Uranyl-Ionen hervorgerufen.
In den verkieselten Partien des Rhyoliths der 1. Sohle treten quarzgefüllte Risse auf. Sie werden bis zu 3 cm mächtig und sind drusenreich. In ihnen erreichen schmutzigweiße bis bräunliche Kristalle Größen bis zu 1,5 cm. Teilweise sind sie mit kleinen, parallel zur c-Achse orientierten Kristallen, die auf den Prismenflächen aufgewachsen sind, versehen (Sprossenquarze).
Selten sind auf Hämatit-Rosetten aus den Erzgängen kleine (1 mm) farblose Quarzkristalle aufgewachsen, die ihrerseits mit Calcit überzogen sind. Auf der 3. Sohle wurden als Seltenheit bis zu 1 mm große, doppelendige Quarzkriställchen gefunden. Sie sind in Hohlräumen weißen Calcits auf dessen Kristallen aufgewachsen. Die klaren, farblosen Kristalle sind durch "wolkige" (?) Todorokit-Einschlüsse dunkel gefärbt. Bis 3 mm große Quarzkristalle, die ein einseitig mit Hämatit-Schüppchen bestäubtes Phantom erkennen lassen, wurden im Quarz aus der Kontaktzone des Muskovit-Biotit-Gneises geborgen.
Klüfte oder Harnischflächen, die später mit Baryt gefüllt wurden zeigen deutliche Lösungserscheinungen auf den Gesteinsflächen. Davon sind besonders die Feldspäte betroffen. Die in die Kluft regenden Quarze wuchsen als farblose, bis zu 5 mm großen idiomorphen, glänzenden Kristallen heran. Merkwürdigerweise liegt oft die c-Achse der Kristalle parallel zur Kluftwand.
Selten lassen sich in gelben, limonitisierten Partien der Fe-Mn-Konkretionen aus den Zechstein-Sedimenten, bis 0,5 mm lange, gelbe Quarze beobachten.
In mit Todorokit ausgekleideten
Hohlräumen des derben Braunits von der 3. Sohle können
bis zu 1 mm große, farblose, klare, stark glänzende Quarzkriställchen
und -aggregate gefunden werden. Auf Todorokit aus dem Erzgang der
3. Sohle sitzen oft rundliche, löchrig-poröse, weiße
bis schmutzigbraune, bis zu 3 mm große Quarz-Aggregate. An einigen
Stellen sind die typischen Pyramiden des Quarzes zu erkennen. An einem
ungewaschenen Stück konnten noch Blättchen aus Arseniosiderit innerhalb des Quarzes
beobachtet werden. So ist anzunehmen, dass in den Hohlräumchen der
Quarzaggregate einst Arseniosiderit-Blättchen saßen. Nach dem
Weglösen blieben die porösen Quarze übrig.
In den weißen Calcit-Adern
treten selten auch weiße, "pfeilförmige", stark verzerrte
Quarzkristalle auf. Sie sind max. 3 mm groß, völlig mit
Ätzgrübchen bedeckt. Sie treten auch als bis zu 10 mm große,
flache, schmutz-weiße Aggregate auf und lassen sich nur nach
Weglösen des Calcites mit Säuren finden.
Im Grenzbereich zwischen Rhyolith und dem benachbarten Muskovit-Gneis auf der 1. Sohle konnten senkrecht einfallende und West-Ost streichende, cm mächtige Gänge mit Quarzkristallrasen und strahlige Quarz-Aggregate gefunden werden. Die Kristalle sind durchscheinend bis durchsichtig, grau bis farblos, glänzend, oft radial angeordnet und werden bis max. 15 mm lang. Teilweise sind in ihnen kleinste, schwarze Körnchen (wahrscheinlich Fe-Erz) eingeschlossen.
Undeutlich kristallisierter bis körniger, weißer Quarz findet
sich eingestreut in den Calcit-Gängen der 4. Sohle. Die bis
zu 10 mm großen, flachen Aggregate sind schmutzig-weiß und
lassen sich nur durch Weglösen des Calcits gewinnen. Einzelne Kristalle
zeigen Lösungserscheinungen.
Zusammen mit Hämatit füllt eine "tonige" Masse
aus feinstem Quarz mit Hämatit die Hohlräume und Drusen
im Calcit aus. Als Begleitmineral tritt Bertrandit auf.
Auf einer sehr dünnen Kluft der 4. Sohle konnten durch den einstigen
Riss gespaltene Quarz des Rhyolithes in den Kluftraum weiterwachsen.
Die farblosen, flachen bis länglichen Kristalle erreichen ohne
weitere Begleitmineralien Größen bis zu 2 mm.
Stark glänzende, farblose, bis zu 1 mm große
Quarz-Kristalle finden sich als letzter Überzug auf Calcit-Kristallen
der Paragenese mit dem Brandtit.
Völlig farblose, hochglänzende Quarzkristalle (bis zu 3 mm) sind
oft in den Calcit-Drusen innerhalb des Kutnahorit
aufgewachsen. Dazwischen sitzt eine zuckerartige Masse aus winzigsten, sedimentierten
Quarzkriställchen. Einzelne Calcit-Kristalle ragen daraus hervor.
Chalcedon SiO2
In der Kontaktzone zum Muskovit-Biotit-Schiefer,
die zu einem zähen, grauen Ton verwittert ist, treten an Konkretionen
erinnernde "Knollen" (Lithophysen) auf, welche eine Größe
von 1-25 cm erreichen (das größte Stück liegt in der
Sammlung BEISLER, Glattbach). Sie sind länglich-oval bis kugelrund
mit "blumenkohl-ähnlichen" Ausbuchtungen. Die Hälfte von
ihnen enthält eine Quarz- oder Chalcedon-Füllung.
Die Füllung ist bei Lithoophysen von der gleichen Fundstelle (Bereich von etwa 1 m) ähnlich; d. h. es konnten Bereiche beobachtet werden, die sehr viele, gut ausgebildete Knollen führten, die aber alle keinen Chalcedon enthielten! Andere Bereiche führten Knollen mit Hämatit, Limonit und Ton. Nur wenige Stellen - meist ein grauer, zäher und "fetter" Ton führte die Chalcedon haltigen Knollen. Die Bereiche lagen recht nahe an der Grenze zu den Zechstein-Sedimenten.
Weniger als 10 % der Chalcedon führenden Knollen enthalten Risse und
verbliebene Hohlräume. Der Chalcedon ist meist mehr oder weniger deutlich
gebändert (Achat) und zeigt als Besonderheit waagrechte Schichtung ("Uruguay-Achat").
Die Farbe wechselt von farblos, weiß, grau, braun bis zu einem intensiven
Rot. An Stücken mit weißen Lagen ist beim Bewegen manchmal ein
"wogender Schimmer" festzustellen. Es liegt nahe, dehalb auf einen faserigen
Aufbau zu schließen, ähnlich dem des sogenannten "Tigerauges".
In Wirklichkeit handelt es sich um einen optischen Summen-Effekt. Rasterelektrionenmikroskopische
Unttersuchungen haben ergeben ergeben, dass der Chalcedon aus winzigen Körnern
<1 m besteht. Der Wechsel der Korngröße und -packung erzeugt
gemeinsam mit färbenden Bestandteilen die Bänderung. Auch wurden
transparente Teile und sehr fein gebänderte Formen gefunden .
In wenigen Fällen können ganz mit grobkristallinem
Quarz gefüllte Hohlräume beobachtet werden. Auch die umgekehrte
oder wiederholte Abfolge (Chalcedon-Quarz-Chalcedon-Quarz) kommt vor.
Selten sind die Stücke, in denen mit Quarzen ausgekleidete
Drusen vorhanden sind. Die einzelnen Kristalle sind farblos bis braun,
es wurden auch schöne Rauchquarze (bis 5 mm, Sammlung VORBECK,
Goldbach) und selten schwach violett gefärbter Amethyst in den
Chalcedon-Geoden gefunden (Sammlung STOLZENBERGER, Alzenau-Hörstein).
Die Quarzkristalle können hochglänzend
sein, sind jedoch oft angeätzt oder von einem sehr dünnen
Rasen einer 2. Generation kleinster Quarze überkrustet. Bedeutende
Belegstücke befinden sich auch in den Sammlungen BEISLER, Glattbach,
GRÄSSEL, Aschaffenburg, STOLZENBERGER, Hörstein, VORBECK,
Goldbach und WEIS, Schneppenbach.
Rechteckig-prismatische Hohlräume, die bis zu einigen
cm Größe erreichen, innerhalb des Chalcedons oder an
dessen Rand zum Rhyolith deuten auf weggelöste Baryte hin.
Erstaunlicherweise verändern sich die Farben der Achate trotz dunkler Lagerung im Keller. Die beim Aufschneiden kräftigen Farben verblassen leider zu grauen und braunen Tönungen. Nur die kräftigsten Rottöne bleiben gut erhalten. Bekannt ist dieses Phänomen auch von brasilianischen und sächsischen Achaten.
Unscheinbare Lithophyse von der 1. Sohle mit einer länglichen
Füllung aus Achat und Quarz; im weißlichen
und grauen Rhyolith sind kleine Turmalin-Aggregate als
dunkle Punkte zu erkennen; das angeschliffene
und polierte Stück ist ca. 10 cm breit und wurde von
Lothar STAAB aus Mainaschaff gefunden.
Selten konnte in den verbreiteten Hohlräumen des derben Braunits spröder, brauner, Chalcedon beobachtet werden. Die bis zu 3 cm großen, blumenkohlartigen Aggregate sind von einer weißen Verwitterungsrinde überzogen. Bei der Bestrahlung mit kurzwelligem UV-Licht tritt eine dunkelgrüne Fluoreszenz auf.
Nierig-traubiger, milchig-trüber Chalcedon überzieht in mm-dicken, glasigen, weißen bis grauen, auch himmelblauen, glaskopfartigen Massen mit Calcit- und Arseniosiderit-Kristallen ausgekleidete Drusen innerhalb des Kutnahorit. Die Überzüge erreichen bis zu 15 cm2 Fläche. Einzelne, bis zu 3 cm lange Calcit-Drusen mit hellbraunem Calcit im rosafarbenen Kutnahorit sind völlig mit farblosem Chalcedon ausgefüllt (im Anschliff ist der feinfaserige Aufbau des Chalcedons zu erkennen). Zwischen dem Calcit und dem Chalcedon ist oft ein dünner Spalt zu beobachten. Einzelne weiße Calcit-Nadeln oder farblose Brandtit-Täfelchen sitzen manchmal auf dem Chalcedon. Zwischen nadeligen Calcit-Rasen schauen gelegentlich kleine, völlig farblose Kügelchen aus Chalcedon heraus, dir nur deshalb gut erkennbar sind, weil sich im Innern ein weißer Kern befindet. Die der Beschreibung zugrunde liegenden Funde stammen aus der Störung der 4. Sohle.
Ende April konnte erneut leicht bläulicher (insbesondere im frischen,
feuchten Zustand) Chalcedon aus dem Haufwerk gelesen werden. Er ist
teils von farblosen Quarzkristallen überzogen. Die Besonderheit
der cm-großen und bis zu 2 mm dicken Drusenüberzüge
ist die starke, sattgrüne Fluoreszenz bei Bestrahlung mit LW-
und KW-UV-Licht. Sehr undeutliche hellbraune, ca. 1 mm große, rundliche
Aggregate konnten ebenfalls als Chalcedon bestimmt werden.
Zwischen braunem Kutnahorit und Calcit-Nadeln in einer Druse im
Gangmaterial aus Rhyolith, Calcit und Braunit, sitzen die glaskopfartigen
Massen
eines Chalcedon (links), der unter UV-Licht (rechts) gelb fluoresziert,
Bildbreite 4 cm.
Calcit-Druse, überkrustet von einer mm-dicken Lage aus transparentem
Chalcedon (ausnahmsweise nicht fluoreszierend),
Bildbreite 9 cm
Chalcedon mit einem Rasen aus Quarzkristallen im Calcit des Rhyolithes
von Sailauf, links im Tageslicht, rechts im UV-Licht mit der grünlichen
Fluoreszenz des Quarzes und der roten Fluoreszenz des Calcits,
Bildbreite 7 cm
Schneeweißer Chalcedon bildet 0,5 mm große, porzellanartige Kügelchen mit strahligem Aufbau auf braunem Kutnahorit. Daneben tritt noch etwas Arseniosiderit auf.
Auf der 1. Sohle konnte das Vorkommen von rotem Chalcedon nach den ergiebigen
Regenfällen des Winters erneut belegt werden. Die Stücke
aus einer mit Chalcedon (Karneol) verkitteten Brekzie mit weißem
Rhyolith finden sich in dem Hangschutt und bis heute nicht an primärer
Stelle, so dass über das Vorkommen im Anstehenden nichts gesagt
werden kann. Im Chalcedon sind Hohlräume sehr selten. Begleitmineralien
treten außer Quarz nicht auf. Die geschnittenen und polierten Stücke
sind recht hübsch anzuschauen.
Dabei ist zu erkennen, dass der im Bruch unscheinbare rote
Chalcedon im anpoliertem Zustand in der Regel aus lagigem Chalcedon
mit einer gemeinen Bänderung besteht. Die bis zu 5 mm dicken
Rissfüllungen enthalten daneben auch noch grauen bis weißen
Achat, selten auch mit einen Hohlraum, der von farblosen Quarzkristallen
ausgekleidet wird. Die Stücke der Rhyolithes wurden bereits vor
der Abscheidung des roten Chalcedons zerbrochen und mit einem nicht gebändertem,
grauen Chalcedon verkittet, wie sich an den Bruchstellen feststellen
lässt. Der Rhyolith ist stark zersetzt und macht beim Anschleifen
aufgrund der enormen Härteunterschiede Probleme.
Opal SiO2·nH2O
In dünnen, jüngeren Klüften der Mn-Erzgänge
treten in an Braunit armen Partien mm-dicke Beläge aus farblosem
bis gelblich-braunem, wachsglänzendem Opal auf. Die im Bruch
bis cm-großen Flächen unterscheiden sich vom Chalcedon
durch den charakteristischen Glanz. Begleitminerale sind Calcit, Kutnahorit
und sehr untergeordnet Braunit.
Wie beim Chalcedon aus den hydrothermalen Mn-Vererzungen lässt
sich bei der Beleuchtung mit kurzwelligem UV-Licht (254 nm) eine grüne
Fluoreszenz beobachten.
Pyrolusit MnO2
Der Pyrolusit besteht aus bis zu 8 mm langen und längsgerieften,
ca. 1 mm dicken, wirrstrahlig angeordenten Stengeln von stahlgrauer
Farbe und lebhaftem Glanz. Aufgrund der Form ist es wahrscheinlich,
dass es sich um eine Pseudomorphose nach Manganit handelt. Begleitminerale
sind Braunit, Kryptomelan und Todorokit. Auffällig
ist das völlige Fehlen Calcit. Das Stück stammt wahrscheinlich
aus der auffälligen, manganreichen Störung an der Grenze
zw. 2. und 3. Sohle.
Gemeinsam mit dem Hollandit
wurde in dem Gang mit Manganmineralien von der 3. Sohle mit unscheinbaren
Mn-Mineralien pulveriger Pyrolusit nachgewiesen. Es handelt sich
dabei um poröse, sehr weiche - von Todorokit nur scher unterscheidbare
-, bis zu cm-große Massen, die sehr stark schwarz an den Fingern
abfärben. Sie treten als partielle Spaltenfüllungen wie
auch als Hohlraumfüllungen innerhalb des Hollandits auf. Die
Größe erreicht dabei durchaus Flächen von bis zu 1
dm² bei nur wenigen mm Dicke. Die rissigen Massen fallen leicht
ab bzw. aus den Hohlräumen des härteten Hollandits.
Manganomelane
Nicht näher bestimmbare Fe-Mn-Minerale, bilden auf
Klüften häufig und sehr weit verbreitet, hübsch mit
dem hellen Rhyolith konstrastierend, sehr schöne
Dendriten. Neben den üblichen, moos- oder bäumchenförmigen
Dendriten treten auch gekeulte und punktförmige Dendriten auf.
Die Größe schwankt zwischen wenigen mm und 0,5 m für
zusammenhängenden Gebilde. Manche Klüfte sind jedoch über
einige Meter verfolgbar, mit Dendriten belegt.
Dendriten aus Manganoxiden als Kluftbelag im Rhyolith, Bildbreite ca. 40
cm,
aufgenommen am 09.05.2013
Dendriten entstehen aus einem Hydroxid-Sol, welches in wässerigen Systemen leicht mitgeführt werden kann. Es wird somit selbst auf dünnsten Spalten aufgrund der kapillarer Wegsamkeit verteilt. Das frisch gefällte Mn-Hydroxid-Sol ist elektrisch negativ geladen und hydrophob. Es ballt sich zusammen und verliert dabei seine Kolloid-Eigenschaften und setzt sich als H2O-haltiges Mn-Mineral ab. Die immer getrennten und nie ineinanderwachsenen Dendritenenden sind auffällig. Die Ursache ist in der gegenseitigen Abstoßung der hydrophoben Kolloidteilchen in der Lösung zu suchen.
An der Nordwand der 4. Sohle wurde reichlich Mn-Mineralien neben dem ged. Arsen gefunden. Die senkrechten
Klüfte waren reichlich mit bis zu 1 mm dick mit dem Mn-Mineral
überkrustet.
Bei einem schwarzen, spröden Mn-Mineral wurde neben
reichlich Mn auch noch Ca und K gefunden. Hier erbrachte die XRD
eine röntgenamorphe Phase. Somit liegt ein nicht näher
bestimmbarer Manganomelan vor. Es wäre nach gängiger Nomenklatur
als Manganogel zu bezeichnen; da der Grad der kristallinität auch
von dem Gerät abhängt, mit dem die Untersuchungen gemacht
wurden, wird auf eine Zuordnung vorläufig verzichtet.
Dendriten sind auch auf der 4. Sohle sehr weit verbreitet und oft hübsch
anzuschauen. Auch tintenklecksartige Formen wurden um einen 1 cm
großen, hellen Hof beobachtet. Im Zentrum fand sich nur etwas
Illit und möglicherweise Arseniosiderit.
Kryptomelan
K<2(Mn4+,Mn2+)8O16
In bis zu cm-großen Hohlräumen des derben Braunits, der auch noch Reste von
Hausmannit führte,
fanden sich braune bis tiefschwarze, samtige Überzüge.
Es handelt sich um ca. 1 mm starke Krusten aus strahligem Kryptomelan.
Einzelne Nädelchen zeigen unter dem Mikroskop lebhaften metallischen
Glanz. Sie werden bei einem Durchmesser von 0,005 mm max. 0,2 mm lang.
Die Kristalle besitzen quadratischen Querschnitt. Die Kristallform und
die Paragenese schließt eine Verwechslung mit Todorokit aus. Eine
Unterscheidung vom Manganit ist schwierig. Der Kryptomelan geht in Kluftnähe
in Todorokit über. In einem Fall konnte auch derber Kryptomelan nachgewiesen
werden.
Im Anschliff ist gut am sich absetzenden Kryptomelan zu sehen, dass sich um die mit nadeligen Kristallen ausgekleideten Drusen Bereiche aus derbem Kryptomelan-Erz befinden. Sie zeigen lagigen Aufbau und sind aus dem derben Braunit gebildet worden.
Zusammen mit den Manganmineralien Hollandit und dem Pyrolusit
wurden auch deutliche Mengen an Kryptomelan gefunden. Der Fund des
visuell kaum ansprechbaren Minerals innerhalb der Verwachsungen mit
weiteren Phasen stammte von der 3. Sohle Westwand. Untersucht wurde
die weiche, stark abfärbende Phase.
Hollandit
Ba2Mn8O16
Auf der 3. Sohle wurde beim weiteren Abbau der Manganmineralien
führende Gang erneut abgebaut. Er war stark aufgefiedert und
erreichte im Zentrum Mächtigkeiten von nur wenigen cm. Die brekziöse
Masse aus nur wenig verändertem Rhyolith war mit hohlraumreichen
Manganerzen gefüllt. Manchmal sind die schmalen Klüfte völlig
ohne Mineralien. Die meist nur wenige mm starke Erzbändchen bestehen
aus 2 Phasen, die stark miteinander verwachsen sind, sich aber leicht
unterscheiden lassen:
Todorokit (Mn2+,Ca,Mg)Mn4+3O7·H2O
Er findet sich in der Form strahliger und blättriger
Aggregate als jüngste Neubildung in den Erzgängen in Form samtiger und strahlig-knolliger
Überzüge von silbergrauer bis schwarzbrauner Farbe. Sie erreichen
in nierig-traubiger Form Größen bis 2 cm, ausnahmsweise
auch 5 cm. Die strahligen Massen sind von winzigen Braunit-Kristallen durchsetzt.
Die größeren Stücke sind sehr weich, stark abfärbend
und sehr leicht.
Große Flächen der oft nur mm-dicken Klüfte können gänzlich von strahligem Todorokit überzogen sein. Sie sind dann im Querbruch nur schwer von den ähnlich aussehnden mit dem ged. Arsen zu unterscheiden. Hier hilft das Strahlenmessgerät schnell weiter. Todorokit ereicht nur in den zersetzten Partien selten eine Aktivität von max. 2 Bq/6cm2.
Der Calcit kann in weiten Bereichen von
Todorokit-Schüppchen durchsetzt sein. Im Extremfall ist er dunklebraun
bis fast schwarz und gänzlich von Wolken aus feinstschuppigem
Todorokit durchsetzt. Die sich in diesem Bereich findenden Drusen
beinhalten ebenfalls eine dichte Auskleidung aus schuppigem Todorokit.
Einzelne Schüppchen, besonders wenn sie im Calcit
eingelagert sind, glänzen so, dass sie an Hämatit erinnern;
diese und zu Rosetten aggregierte Blättchen finden sich besonders
in den Calcit-Drusen. Verbreitet sind Überzüge auf anderen
Mn-Mineralien wie z. B. Braunit.
In den nur cm mächtigen Gängen mit Kutnahorit (auch auf der 4. Sohle) ist derber bis strahliger Todorokit das Verwitterungsprodukt des Kutnahorits. Er bildet hier nach Fortführung der Carbonate samtschwarze, rundliche Gebilde mit strahligem Aufbau, die von weißlichen bis gelblichen Resten der Carbonate begleitet werden. Der Todorokit durchsetzt netzartig bis knollig verdickt die zersetzten Carbonate. Nach Fortführung derselben bleibt nur noch der Todorikt übrig. Auch sind in der gleichen Paragenese deutliche Spuren von ehmals anwesendem Baryt bzw. Anhydrit zu sehen.
Die Unterscheidung von Arseniosiderit ist manchmal schwer, da beide Minerale nebeneinander vorkommen können und ähnliche, undeutlich ausgebildete Kristalle bilden. Ein gutes Unterscheidungsmerkmal ist die Farbe, Todorokit-Aggregate sind meist silbrig-grau bis samtbraun im Gegensatz zu Arseniosiderit, der in gelben bis goldenen Tönen vorkommt.
Im drusenreichen, derben Braunit
der 3. Sohle wurden schöne, strahlig aufgebaute, kugelig-nierige
Todorokit-Aggregate gefunden. Sie erreichten die Größe
von mehreren cm, sind meist samtig braun oder seltener mit glänzenden
Blättchen (erinnert an Hämatit) an der Oberfläche belegt.
In der Bruchfläche fällt lebhaft glänzend, der strahlige
Aufbau auf. Begleitet werden sie von Arseniosiderit, Quarz, Kryptomelan
und selten etwas verwittertem Siderit oder Pharmakosiderit.
Ab und zu sind auch Pseudomorphosen von Todorokit nach
einem grob-stengeligen, tetragonalen (?) Mineral (wahrscheinlich
Manganit) zu beobachten. Sie werden bis zu 10 mm lang und 2 mm dick.
In einem Fall konnte Todorokit als kleine, samtschwarze Halbkugel in einer
Lithophyse neben
Baryt und Quarz festgestellt werden.
Dendriten aus Todorokit auf dem Rhyolith, Bildbreite 20 cm
In den sedimentären Fe-Mn-Konkretionen der Zechstein-Sedimente am Rande bzw. über dem Rhyolith kommt typischer, strahlig-poröser, nierig-traubiger, samtgrauer Todorokit als letzte Abscheidung der bis zu mehreren cm großen Drusen auf Goethit vor. Die Aggregate erreichen kaum 1 cm Länge.
Auch der Todorokit ist in kleinen Stückchen (mg) deutlich magnetisch!
Eine 3 mm starke Kluftfüllung aus derbem, teil strahligem
Todorokit, gemeinsam mit farblosem Apatit als rasenartiger Belag aus
winzigen, prismatischen Kristallen aus wurde auf der 4. Sohle geborgen.
Der Todorokit zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Radioaktivität
aus (bis 25 Bq/6 cm2). Da keine U-Mineralien zu erkennen sind, ist
das U Todorokit enthalten.
Auch der samtige Todorokit in Teilen des stark brekziösen,
locker aufgebauten Erzganges, welcher neben etwas schuppigem Hämatit
nur noch braunen Goethit führt, ist deutlich radioaktiv.
Derbe, grauschwarze, ca. 0,5 mm dicke und cm2-große Beläge auf
gangparallelen Klüften innerhalb des derben Braunites von der 3. Sohle
bestehen aus Todorokit. Der Todorokit fällt durch seinen halbmetallischen
Glanz und den bläulichen Schimmer einer Anlauffarbe (?) gegenüber
den anderen, stumpfen Formen auf. Als Begleitmineralien treten grauweißer
Illit, körniger Braunit und in Drusen Todorokit auf.
Romanechit
(Ba,Mn2+...)3(O,OH)6Mn8O16
Bis zu kopfgroße Anreicherungen von "Psilomelan"
werden von BÜLTEMANN erwähnt. Sie fanden sich in brekziösen
Partien der 1. Sohle und wurden von BÜLTEMANN als "offensichtlich
sekundärdeszendet verkittete Partien" gedeutet. Nach der Beschreibung
handelte es sich dabei um die inzwischen abgebauten, obersten Zonen der
Mn-Erzgänge. Eigene Nachweise des
Minerals stehen aus. Der Name Psilomelan wurde 1982 aus Prioritätsgründen
von der IMA verworfen.
amorphes Mn-Mineral
(Manganogel)
Der größte Teil der Fe-Mn-Konkretionen aus den
Zechstein-Sedimenten besteht aus einem leichten,
zellig-porösen, sehr weichen bis mittelharten, fast erdigen
bis glaskopfartigen Mn-Mineral. Da z. Zt. dafür kein Name festgelegt
wurde, kann auf den Begriff Manganogel zurückgegriffen werden.
Bei der Untersuchung mittels Röntgendiffraktometrie stellte es
sich als röntgenamorph heraus. Untersuchungen über die chemische
Zusammensetzung konnten bis heute nicht durchgeführt werden.
Schwarze, rissige und muschelig brechende Massen füllen
mm-dicke Spalten auf m2-Flächen auch auf der 4. Sohle, oft schwarz
abgesetzt zum hellen Rhyolith. Auch sie erwiesen sich als völlig
röntgenamorph.
Brookit TiO2
Im stark zerklüfteten, mit Baryt durchsetzten und
von kleinen Quarz- und Hämatit-Kriställchen ausgekleideten
Klüften des an den Rhyolith grenzenden Muskovit-Biotit-Gneises
sind kleine, flaschen- bis lauchgrüne, durchsichtige, stark blaugrün
glänzende, tafelige Brookit-Kriställchen zu beobachten.
Die bis 0,5 mm großen Kriställchen sind im Baryt eingewachsen oder sitzen auf den Klüften.
Sie werden von Quarz begleitet und lassen sich leicht mit dem ebenfalls
hier häufig vorkommenden Hämatit verwechseln.
Uraninit UO2
Auf Klüften des Rhyolithes treten metallisch, glänzende,
dunkle Flecken auf (siehe weiter unten). Sie bestehen zum größten
Teil aus ged. Arsen. Ein
kleiner Teil der Stücke enthält (unter dem Mikroskop deutlich
zu erkennen) pechartige, schwarze Massen von mehreren cm2 Fläche
und max. 1 mm Dicke. Sie sind von Schrumpfrissen durchzogen. Selten sind
in kleinsten Spalten nierige, schwarze Beläge oder runde Pusteln,
oft am äußeren Rand des ged. Arsens, der amorphen Form des
Uraninits als "Pechblende" zu beobachten. Als Begleitminerale treten
auf: ged. Arsen, eingewachsene, kleine unregelmäßige Pyrit-Körnchen, Calcit, Fluorit und seltener,
mit der UV-Lampe gut sichtbare, Uranospinit-Höfe
auf.
Auf Klüften des Rhyolithes kann wachsartig glänzender, muschelig brechender Uraninit bis zu 15 mm große Butzen bilden. Im Uraninit sind kleine Pyritkörner eingewachsen. Das Uranerz besitzt meist einen auffallenden Hof aus gelblichem Illit, Uranospinit und weiteren, noch nicht bestimmten "Uranglimmern".
Der Nachweis erfolgte aufgrund der starken Radioaktivität (es wurde
235U und 238U nachgewiesen) und des Aussehens. Ein weiterer Hinweis
ist das Auftreten von Uranospinit-Höfen und das Fehlen des Überzuges
aus Arsenolith (Unterscheidung von ged. Arsen).
Bei einer röntgendiffraktometrischen Untersuchung
vermeintlichen Arsens wurde neben Illit eine nicht näher bestimmbare
UxOy-Phase gefunden. Aufgrund der recht geringen Radioaktivität
handelt es sich dabei um eine möglicherweise geologisch junge,
amorphe Uranoxid-Phase, möglicherweise U3O8.
Im grünen Seladonit des über einige Meter verfolgbaren
Ganges waren - wie bei dem ged. Arsen, hier aber schwarz und von
Schrumpfrissen durchzogen - Flecken und Imprägnationen von Uraninit
zu beobachten. Sie fallen durch ihre deutlich höhere Aktivität
als beim ged. Arsen auf. Auch fehlt der typisch silberne Glanz frischer
Bruchflächen. In schon etwas zersetzten Kluftteilen sind die rundlichen-linsigen
Uraninit-Einschlüsse herausgewittert. Die sonst verbreiteten
Alterationshöfe sind hier nur sehr schmal ausgebildet oder nicht
vorhanden. Sekundäre Uranmineralien konnten hier nicht gefunden
werden.
Bemerkenswert ist auch das Vorkommen von glaskopfartigem Uraninit (bis
zu 2 mm) gemeinsam mit Todorokit, an der Stelle,
wo ein Auskeilen des Seladonits
auftrat und der Gang eine stärkere Zersetzung zeigte.
In einer Hämatit-Druse
aus dem Hämatit-Gang - nur wenige Meter von der Fundstelle
des Uraninits im Seladonit entfernt - konnten neben samtigen Arseniosiderit-Pusteln, zahlreiche
0,5 mm große, glänzende Uraninit-Kügelchen festgestellt
werden.
Als Erstausscheidung in den dünnen Carbonatgängen von der 4. Sohle konnte neben wenig ged. Arsen auch etwas pechartiger Uraninit gefunden werden. Die cm-großen Flecke fallen durch ihre Radioaktivität auf.
Vom ged. Arsen nur schwer zu unterscheiden sind fast gleich aussehende, runde Flecke, die jedoch ged. Arsen nur als Nebengemengeteil führen. An diesen Stücken wurden bis zu 90 Bq/6cm2 an Radioaktivität gemessen.
Kugelige, schwarze, oft isolierte Aggregate von nur 0,01 mm Größe
im ged. Arsen bzw. im Calcit konnten als Uraninit angesprochen werden.
Sie besitzen gegen den Calcit einen kleinen, deutlich abgesetzten Bestrahlungshof.
Die Kügelchen sind zu Gruppen aggregiert. Die Entdeckung erfolgte
im Anschliff; ohne diesen ist ein Ansprechen nur aufgrund der Strahlung
möglich.
"Limonit"
FeOOH·nH2O
Limonit als hell- dunkelbraunes, erdiges Gemenge verschiedener,
wasserhaltiger Fe-Hydroxide, ist weit verbreitet als Überzug
auf Hämatit und in dendritischer Form auf Klüften. Es konnten
bis zu faustgroße, weiche Klumpen in den Erzgängen festgestellt
werden. Seltener sind noch erkennbare Pseudomorphosen nach Hämatit
oder Siderit.
Auf der ersten Sohle fanden sich in den Zechstein-Sedimenten, lagenweise angereichert, zahlreiche, nur cm mächtige Fe-Mn-Konkretionen, die größten Teils aus Limonit, einem röntgenamorphen Mn-Mineral und Goethit bestehen. Hier ist der Limonit ebenfalls als Zersetzungsprodukt in mulmiger Form aufgetreten.
Auf den tieferen Sohlen konnte der Limonit nicht mehr so häufig gefunden
werden. Hier dominieren die primären Fe-Mineralien. Nur in
dem südlichen und östlichen, sehr tiefgründig zersetzten
Rhyolith tritt er noch häufig auf.
Goethit FeO(OH)
Brauner, massiver und glaskopfartiger Goethit bildet bis
zu 10 cm dicke Lagen innerhalb der Fe-Mn-Vererzungen, die die Zechstein-Sedimente lagenartig durchziehen. Den
größten Anteil hat dabei ein röntgenamorphes Mn-Mineral
von erdiger bis glaskopfartiger Ausbildung. In kleinen Hohlräumen
ist er als dunkelbraune, im Querbruch als faserig-seidenglänzende,
glaskopfartige Masse ausgebildet. Eingeschlossen finden sich weiße,
kantige Rhyolith-Stückchen.
Goethit in der Form von Dendriten auf dem Rhyolith,
aufgenommem am 02.03.2013,
Bildbreite ca. 30 cm
Eigenartigerweise sind hier an sehr wenigen Stücken (die meisten zeigen keine größere Aktivität als das umgebende Gestein) deutliche U-Gehalte vorhanden. Sie äußern sich durch die Radioaktivität, welche hier die größten Werte von allen Nicht-Uranmineralien erreicht.
An der Ostwand der 3. Sohle stand 1992 sehr stark zersetzter grauer bis weißer, fleckiger, felsitischer bis grobkörniger Rhyolith an. Teilweise waren auch deutliche, bogenförmige Fließstrukturen ausgebildet. In den hellen Schlieren und Partien wie auch an punktförmigen Bleichungshöfen war neben Illit und erdigem Goethit auch strahlig aufgebauter Goethit im Zentrum als bis zu 5 mm große Aggregate zu finden. Teils war der Goethit girlandenförmig auf Klüften aufgewachsen. Der Goethit zeigt eine deutliche Radioaktivität.
In den hydrothermalen Gängen tritt Goethit in Form von strahligen, bis ca. 5 mm großen, unregelmäßigen Butzen auf. Er ist in Calcit gemeinsam mit etwas feinem Hämatit und Kutnahorit eingewachsen. Die Farbe ist metallisch grau, wobei einzelne Schüppchen bräunlichgelb durchscheinend sind (Innenreflexe).
In Calcit-Drusen der 3. Sohle, aus dem Bereich der Hämatit-Erzzone bildet glaskopfartiger Goethit braune, teilweise lackartige oder bunt schillernde Überzüge auf dem Calcit. Teilweise ist er pseudomorph nach Calcit und Siderit und geht in erdigen Limonit über.
In Hohlräumen und auf Klüften des derben Braunits von der 3. Sohle fanden sich hellgelbe Krusten und gelbe, erdige Füllungen. Teilweise lassen sich auch Pseudomorphosen von max. 1 mm großen, ehemaligen Braunit-Kristallen beobachten. Eine röntgendiffraktometrische Untersuchung erbrachte, dass es sich dabei um Goethit handelt.
In den Quarzdrusen der Lithophysen ist als Seltenheit Goethit in Form dünner Nadeln oder als glaskopfartiger Überzug aufgewachsen.
Glaskopfartiger bis stalagmitischer Goethit fand sich als glänzender
Überzug von kleinen Hohlräumen und Spaltenfüllungen
gemeinsam mit Hollandit und Pyrolusit. Die Bereiche erreichen bis
zu 2 cm² Größe. Die Schichtdicke erreicht meist nur
0,5 mm; im Bruch zeigt sich der typische, strahlige Aufbau mit den Innenreflexen.
Im sehr stark brekziösen Gangteilen findet sich hellbrauner
Goethit als limonitische Imprägnation am Rand der Mn-Minerale
bis in den Rhyolith hinein.
Manganit MnO(OH)
Stahlgraue bis braune, seidenmatt glänzende, strahlig-nadelige
Überzüge und Füllungen der Erzbrekzie konnten als Manganit
bestimmt werden. Er bildet eine bis 10 mm dicke, alles überwachsende
Schicht und wird oft von grobspießigem, stark glänzendem
Manganit oder von Calcit überwachsen.
Manchmal sind durch den klaren Calcit die einzelnen, nadeligen Kristalle
deutlich zu beobachten. Häufig sind im Calcit, Baryt und Mangano-Calcit eingestreut, größere,
max. 5 mm lange und 1 mm dicke, längsgestreifte Manganit-Kristalle
eingewachsen. In hohlen Calcit-Kristallen können hochglänzende,
bis 2 mm lange, längsgestreifte Manganit-Kristalle beobachtet
werden. Sie treten am Salband gehäuft auf. Pseudomorphosen von
Braunit nach Manganit sind weit
verbreitet; es konnten auch röhrenförmige, langprismatische
Kristalle, mit innen aufgewachsenen Braunit-Kristallen gefunden werden.
Manganit-Nadel im Calcit; Bildbreite ca. 7 mm
Gangfüllung aus Braunit mit Illit, Calcit und Manganit,
dann nach Innen mit Kutnahorit
und einer finalen Füllung aus Hausmannit als Pseudomorphose
nach Manganit-Nadeln;
Bildbreite des angeschliffen und polierten Stückes
ca. 8 cm
Innerhalb der Calcit reichen Braunit-Gänge finden sich als Nebengemengeteile kleine, einzelne Manganit-Kristalle. In einem, mit Kristallflächen ausgekleideten, kleinen Hohlraum innerhalb von grobspätigem Calcit konnten lebhaft metallisch glänzende, dünne Nadeln mit meißelförmigen Enden beobachtet werden. Im Hohlraum sitzen kleine, spaltrhomboederförmige Calcit-Kristalle. Durch eine Untersuchung mit der Mikrosonde konnte in den Nadeln nur Mn aufgefunden werden; somit handelt es sich sehr wahrscheinlich um Manganit.
In klaren Calcit-Spaltstücken sind ab und zu orientiert eingewachsene Manganit-Nädelchen zu beobachten. Die kreuzförmig verwachsenen Nadeln laufen scheinbar V-förmig auseinander. Dies ist eine Auswirkung der Doppelbrechung, die sich dabei schön beobachten lässt.
Dunkelbrauner Calcit erweist sich beim Blick durchs Mikroskop an Spaltstücken oder im Anschliff als von feinfaserigen, goldbraunen, seidigen Manganit durchwachsen. Die sphaerolithisch aggregierten Nadeln sind nur wenige m dick und bis zu 3 mm lang.
Der frische, strahlige Manganit kann deutlich radioaktiv sein (siehe Tabelle 4). Er weist von allen Mn-Mineralien die höchste Aktivität auf.
Im farblosen Calcit konnte wie auf der 3. Sohle feinste Nadelbüschel
aus Manganit gefunden werde. Sie treten in einem Gangtrum mit Braunit, Hausmannit und Mn-Calcit auf. Der Manganit erreicht
2 mm Länge. Selten sind kleine, kurzprismatische Kristalle,
die unter einem Winkel von ca. 60° verwachsen sind.
Manganit ist wohl sehr weit verbreitet, aber immer im Calcit
eingewachsen. Er erscheint dann braun und die Nadeln sind erst im
Anschliff zu erkennen. Manchmal sind die Manganit-Nädelchen
auch in braunen, orientiert gewachsenen Mn-Calcit umgewandelt und
von Braunit durchwachsen. Solche Aggregate sind bis zu 3 mm dick,
von blumenkohlartigem Aufbau und mit einem Rasen aus Braunit unter weißem
überzogen.
Die Überwachsung erfolgte sehr unregelmäßig,
so dass auch hier deutlich erkennbar ist, dass die Mineralisation
von Bewegungen der Störung unterbrochen wurde. Dabei kam es auch
während der Mineralbildung zu umfangreichen Bewegungen der Stücke
durch die Fluide in dem Gang. Sie wurden dann an der neuen Stelle anders
mineralisiert bzw. damit fixiert.
Magnetit
Fe2+Fe23+O4
Magnetit wurde von LORENZ 2004 beschrieben.
Jakobsit MnFe23+O4
Jakobsit wurde von LORENZ 2004 beschrieben.
Hetaerolith
ZnMn2O4
Hetaerolith wurde von LORENZ 2004 beschrieben.
Bixbyit (Mn,Fe)2O3
Bixbyit wurde von LORENZ 2004 beschrieben.
Nsutit Mn(O,OH)2
Nsutit (sprich Ensitit) wurde von LORENZ 2004 beschrieben.
Hollandit (Ba,K)(Mn,Ti,Fe)8O16
Hollandit wurde von LORENZ 2004 beschrieben. Nach der neusten
Nomenklatur wäre das Mineral als Ferrihollandit zu bezeichnen.
Manjiroit
(Na,K)Mn8O16·nH2O
Manjiroit wurde von LORENZ 2004 beschrieben.
Takanelit
(Mn2+,Ca)2+(Mn3,54+O8)2·3H2O
Takanelit wurde von LORENZ 2004 beschrieben.
Ranciéit
(Ca,Mn2+)2+(Mn3,54+O8)2·3H2O
Rancieit wurde von LORENZ 2004 beschrieben.
Birnessit
~(Na0,8,Ca0,4)0,8(Mn3,24+Mn0,83+O8)0,8·3H2O
Birenessit wurde von LORENZ 2004 beschrieben.