Unser ehemaliger VW-Bus, ein T3 Baujahr 1989,
als kleines Wohnmobil im Eigenbau;
aufgenommen am 25.07.2010.
VW-Bus T3, Baujahr 1989 in escorialgrün, Radio "alpha" von
VW mit Scheibenantenne, Geräuschdämpfung, Schmutzfänger hinten,
verstärkte Stoßdämpfer vorn und hinten, Zigarettenanzünder (aber
im Fahrzeug wurde nie geraucht), abschließbare Wartungsklappe,
zugelassen für 4 Personen als Sonder KFZ Wohnmobil, mit dem 70
PS starken Turbodiesel (Steuerriemen wurde bei 205.000 km
getauscht), Differentialsperre hinten (automatisch zuschaltend),
Zusatzheizung hinten und zusätzliche Fernscheinwerfer die mit
dem Fernlicht geschaltet sind.
Eigenausbau mit allseitiger Isolierung als Wohnmobil (mit
kleinem Hubdach (REIMO), Kühlbox für Lebensmittel, Toilette
(Porta Potti), 30 Liter Trinkwasser in herausnehmbaren
Wasserkanistern je 10 Liter mit elektrischer Pumpe und
10-Liter-Abwasser aus dem Waschbecken, 2 Leseleuchten hinten,
Gaskocher mit belüftetem Fach für 5-kg-Gasflasche, Standheizung
(WEBASTO - außer Betrieb, da über 30 Jahre alt), Außensteckdose
(innen nicht angeschlossen), Fach für 2
20-Liter-Reserverkanister, usw.), Ersatzschlüssel, 2. Akku mit
Trennrelais für Beleuchtung, Kühlbox usw. unter dem Fahrersitz,
einsetzbarer Mückenschutz für die Fenster vorne, Sonnenschutz
für die Front- und Seitenscheiben, viel Stauraum, z. B. für die
Schlafsäcke hinter der Rückbank, Zuladung bis auf 2.460 kg
möglich.
in der Abendsonne in Griechenland!
Das Fahrzeug ist inzwischen 225.000 km gelaufen - ohne
nennenswerten Probleme. Bei einer Höhe von 1,97 m passt der auch
in die meisten Parkhäuser. Nur ein Besitzer, kein Unfall, so gut
wie keine Roststellen (Hohlraumkonservierung) und mit neuer,
verstärkter Lichtmaschine und neue Akkus, als Zusatzausrüstung
Snowgrip für die Hinterräder, auf Wunsch auch noch Schneeketten.
Und jetzt hat das Fahrzeug ein H-Kennzeichen (Oldtimer), TÜV bis
5/2024. Das Fahrzeug stand immer in einer Garage. Und in dem
Auto piepst nichts, wenn man die Türe öffnet. Das Fahrzeug ist
gepflegt und nur dem Alter entsprechend "abgewohnt".
Alle Unterlagen wie Rechnungen, Anleitungen, Prüfbescheinigungen
usw. seit dem Kauf waren noch vorhanden.
Das Fahrzeug hat jetzt ein DA-Kennzeichen.
| Der nach vorne abgeteilte Heckbereich bietet sehr viel Stauraum für Werkzeug, nasse oder schmutzige Gegenstände, aber auch 2 20-Liter Ersatz-Kanister* aus Stahlblech und Trichter für Dieselkraftstoff und zum VW-Wagenheber noch einen hydraulischen Wagenheber, Unterlegklötze und -bretter, Abschleppseil, Motoröl, Kühlflüssigkeit, Luftpumpe, Handlampe, Ringschlüssel für die Hinterradmuttern, Handfeger, usw. Und mit Platz für 2 Klappstühle! |
Das kleine Hubdach ermöglicht ein Stehen im Fahrzeug, z. B. beim Umziehen oder Frischluft nachts beim Schlafen - hier in einer Fähre auf dem Weg nach Griechenland. Für so ein kleines Fahrzeug ist immer ein Platz zu finden - auch auf "vollen" Campingplätzen. Oder wenn es gar nichts gibt, im Parkhaus. |
Die Liegefläche ist mit 2 m Länge ausreichend auch für große Personen; dazu werden die beiden Rückenlehnen und deren Kissen in den Fußraum gelegt, so dass eine große Fläche entsteht. Zwischen Wasserkanister (3 x 10 Liter) und Kühlbox befindet sich eine kleine Toilette. In der Mitte unten ist der Auslass der Zusatzheizung hinten; daneben der Auslass der Standheizung. |
Die gegenüber liegenden Fenster sind mit Mückengitter und einer Sonnenschutzfolie ausgerüstet und können für eine Querlüftung ausgestellt werden. Zum Fahrerbereich gibt es einen Durchgang. Die Platte links ist der Tisch, der in einem Stahlhalter drehbar montiert werden kann. Die Platte rechts deckt den Spalt zwischen Kühlbox und Wasserkanister ab. Davor befindet sich noch ein Stauraum. Vor der Kühlbox ist ein Raum für Abfall. Unter dem Kocher kann man die Küchenutensilien verstauen. Unter dem Waschbecken den Toilettenbedarf und die Körperhygiene. |
Der Tisch ist um 360 ° drehbar. Der Halter muss zum Schlafen entfernt und kann auf dem Boden verstaut werden. Die Platten der Rückbank ermöglichen die komfortable Liegefläche. Die Schaumstoffmatratzen erlauben einen erholsamen Schlaf. Die Rückbank ist mit Sicherheitsgurten ausgerüstet, so dass man bei Bedarf auch hinten sitzen kann, z. B. wenn einer fährt und der andere arbeitet am PC - oder schläft. |
Die Sitze vorne haben noch den Originalbezug, aber nicht mehr alle Armlehnen funktionieren noch. Der gelbe Schalter schaltet die Kühlbox. Der Rückspiegel auf der Fahrerseite besitzt noch einen kleinen Rundumaufsatz, so dass man den "toten Winkel" einsehen kann. Ein Höhenmesser informiert über die barometrische Höhe. Das Navigationsgerät ist temporäre Sonderaussrüstung und kann durch andere Geräte ersetzt werden. |
und 2011 mal schnell nach Griechenland:
Zur Probenbeschaffung für vergleichende Untersuchungen an einem "Porphyr" bin ich mit meiner Frau Helga nach Griechenland gefahren. Der Bus braucht je nach Gelände und Fahrweise etwa 8 - 9 l Diesel auf 100 km, fährt immer noch locker 120 km/h auf der Autobahn - nur am Berg merkt man dann dass für das Gewicht die Leistung doch begrenzt ist. So fuhren wir über die Alpen (Reschenpass) nach Ancona, schifften hier auf einer Fähre ein und überquerten per "Camping auf Deck" die Adria und landeten am nächsten Morgen in Igoumenitsa in Griechenland. Hier musste ich dann in einer VW-Werkstatt eine Dieselleitung aus Aluminium von der Pumpe zur Einspritzdüse löten lassen, da darin ein kleines Loch war (meine provisorische Reparatur in Italien (Gardasee) hielt der Wärme nicht stand). Bei nachmittäglichen Temperaturen von 34 - 41 °C im Schatten fuhren wir über Mykene nach Sparti (Sparta), wo wir das Vorkommen des ornamentalen Gesteins bei Krokees suchten - und auch tatsächlich fanden. Nach der Probennahme schauten wir an den klassischen Stätten der Historie in Olympia, Korinth, Delphi und Meteora vorbei. Mit der Fähre dann wieder zurück nach Italien bis zu den Alpen im Warmen. Am Brenner dann Wolken und in Österreich dann eine Mischung aus Regen, Wolken und Sonne. So lief der Bus in fast 2 Wochen emsige 4.450 km und brachte uns komfortabel zurück.
Auf einem Campingplatz südlich von Rimini an der Adria - Sommer in Italien aufgenommen am 11.07.2011 |
Zwischen den großen Wohnmobilen auf dem Campingdeck der Fähre von Ancona (Italien) nach Igoumenitsa (Griechenland). aufgenommen am 12.07.2011 |
Vermüllter Parkplatz nördlich von Patra (Patras). Leider sehr typisch für Griechenland. aufgenommen am 13.07.2011 |
Griechische Berge (Taygetos), aufgenommen am 14.07.2011 |
Das Löwentor in Mykene; der Ort, den Heinrich SCHLIEMANN ausgraben ließ, aufgenommen am 14.07.2011 |
Griechische Kleinstadt Skala in Lakonien, aufgenommen am 15.07.2011 |
Die Säulen eines Tempels in Olympia liegen noch so da, wie sie das Erdbeben von 351 n. Chr. umwarf. An den Lösungsspurenerekennt man, dass Regenwasser Kalk auflöst. aufgenommen am 16.07.2011 |
Die ersten Schutzhelme, hergestellt aus Bronze um 450 v. Chr, gesehen im Museum in Olympia. aufgenommen am 16.07.2011 |
Bekannt durch die Briefe an die Korinther in der Bibel - das antike Korinth auf dem Peleponnes nahe des bekannten Ismusses. aufgenommen am 17.07.2011 |
Auf einem schattigen Campingplatz mit prächtiger Aussicht bei Delphi mit den antiken Ruinen. aufgenommen am 17.07.2011 |
Solche Schilder sollen die gefürchteten Brände der bei den hohen Temperaturen leicht brennbaren Macchie und der Wälder verhindert - gegen Brandstiftung sind sie wirkungslos. Gesehen in Delphi. aufgenommen am 18.07.2011 |
Die warme und nach Schwefelwasserstoff riechende Quelle der Thermophylen (wo eine berühmte Schlacht gegen die Perser stattfand). aufgenommen am 18.07.2011 |
Die konglomeratischen Sandstein-Felsen von Meteora mit den an exponierten Stellen erbauten Klöstern. aufgenommen am 19.07.2011 |
Hangschutt über dem Konglomerat der Felsen von Meteora. Dabei sind die Größe bis 0,5 m und der sehr gute Rundungsgrad der Gerölle bemerkenswert. aufgenommen am 19.07.2011 |
Warten in Igoumenitsa auf die verspätete Fähre nach Ancona (Italien). aufgenommen am 19.07.2011 |
Auf der Fähre über die Adria - zwischen den vielen großen Wohnmobilen ist der VW-Bus doch sehr klein. aufgenommen am 19.07.2011 |
Das Meerwasser der Adria, aber eine Überfahrt ohne Seekrankheit aufgenommen am 20.07.2011 |
Nachdem die Fähre wegen einer nächtlichen Jachtrettung über 4 Stunden Verspätung hatte, spielten sich nach dem Anlegen in Ancona unbeschreiblich chaotische Szenen ab. Man glaubte, es sei die erste Autofähre die da angekommen ist. Wir brauchten 1 Stunde um von Bord zu kommen und fast eine weitere Stunde bis zur Autobahn ... aufgenommen am 21.07.2011 |
2012 waren wir dann mit der Herstellung des Porphyr-Buches
so ausgelastet, dass es für einen zusammen hängenden Urlaub
nicht reichte.
2016:
Der Bus läuft noch wie ein Uhrwerk und so fuhren wir im Sommer
2016
nach Venedig und nach Florenz in der Toskana. Hier auf dem
Campingplatz
werden wir als kleinesten Wohnmobil zu den Zelten gestellt,
aufgenommen am 24.06.2016
2017:
Und 2017 fuhren wir mit dem VW-Bus nochmals über Italien mit der
Fähre nach Griechenland und besuchten dabei neben Athen und
Laurion auch nochmals den Peloponnes und damit Krokees.
Wir schauten dabei nochmals die Geologie der Gegend an. Infolge
der gebirgigen Verhältnisse war es in Griechenland noch nicht so
warm wie wir dachten. Der VW-Bus lief dabei "ohne Mucken" und
brachte uns sicher und pünktlich wieder nach Hause. Leider
einen Tag früher als geplant, da man die Fähre einfach an dem
gebuchten Tag nicht fahren ließ. Und so mussten wir einen Tag
früher wieder nach Italien übersetzen.
Links: Der VW-Bus auf der Fähre vor Igoumenitsa, auf der
Fahrt von Venedig nach Patras,
aufgenommen am 02.04.2017
Rechts: Auf der kurvenreichen, engen und steilen Passstraße
nach Kastanitza im hochgebirgigen Teil des Peloponnes, wo man
im April noch
den Schnee erreicht und durch große Wälder fährt, darunter
auch (Ess-)Kastanienwälder.
aufgenommen am 06.04.2017
2018:
In diesem Jahr schrieb und prudzierte ich zwei Bücher, so dass
keine Zeit mehr für eine Reise mit dem VW-Bus vorhanden war.
2019:
Wir fuhren 30 Jahre nach der Wende in die Ostländer der
ehemaligen DDR.
Auch hier benutzten wir den VW-Bus. In den Städten ist das mit
dem Parken meist ein Problem, denn nicht alle haben Parkhäuser
oder die sind ür den Bus zu niedrig. Da man sich nicht auskennt,
ist das Sichen eines günstigen Parkplatzes oft nicht einfach und
im normalen Verkehr hindert man andere. So fahre ich immer ganz
früh am Morgen in die Stadt, wenn eben kaum jemand fährt.
Dann
Links: Ein nahezu leerer Parkplatz in Dresden unter der
Carolabrücke mit Blick auf die Elbe
aufgenommn am 04.04.2019
Rechts: Am Ende eines Wirtschaftswegs an einer Wiese in der
Mitte von Nirgendwo in Sachsen, da es an einem Windrad zu laut
war. Hier
kann man mit etwas Glück auch Füchse oder Rehe sehen,
aufgenommen am 02.07.2019
Seit einigen Jahren darf man mit dem Diesel nicht mehr in
alle Städte fahren, weil man glaubt, dass "Umweltzonen" eine
Lösung sind. Also muss man im Netz schauen, ob man fahren darf.
Der Beweis, dass die Umweltzonen eine Reduzierung der
Luftschadstoffe bringen, ist man schuldig. Ist auch logisch,
denn es geht nicht um den Ausstoß, sondern um
Verwaltungsgrenzen, Plaketten, Schilder und Schlüsselzahlen. Und
nicht um Fahrleistung, Kaltstarte, Kurzstrecken, Wetter, usw.
Und so lange das Silvesterfeuerwerk die erste "Überschreitung"
der Grenzwerte erzeugt, kann man soviel Fahrverbote machen; es
wird nichts bringen. Es wird zwar jedes Jahr darüber diskutiert,
aber wie bei vielen anderen Themen kann die große Politik nichts
vernünftiges Zustande bringen, weil man selektive hier keine
neuen Regelwerke erzeugen will. Übrigens ist auch der Staub aus
der Sahara (wie im Februar und März 2021) ein Luftschadstoff,
der mit gemessen wird. Verhindern kann man das nicht.
Ich schrieb dazu mehrere Leserbriefe.
Aus diesem Grund wurde unser VW-Bus historisch und bekam im
März 2020 ein H-Kennzeichen. Jetzt darf ich wieder fahren, aber
der Dieselkraftstoff ist inzwischen erheblich teurer als das
Benzin.
Camping(plätze)?
Mit dem VW-Camper unterwegs, so stellt sich die Frage nach
einem sicheren und ruhigen Ort zur Übernachtung.
Gemeinhin denkt man an Campingplätze, aber da erlebt man
immer wieder Wunder. Außerhalb der Saison kann es sein, dass der
noch zu ist, und dann fängt es damit an, dass das Büro nicht
besetzt ist – wenn man das Büro als Rezeption erkennen kann; es
kann auch die Gaststätte, Kiosk oder sonst was sein. Dann wird
einem als erstes der Personalausweis abgenötigt und durch
irgendwelche Zettel und Marken ersetzt. Man bekommt anschließend
einen Zettel oder auch eine mehr oder minder brauchbare Skizze
des Platzes mit der Zuweisung. Meist wird man mit dem kleinen
Camper zu den Zeltplätzen beordert, was grundsätzlich nicht
schlecht ist.
Und dann kommen Toiletten und Duschen. Meist sind die so klein,
dass man keinen Platz für die nach innen aufgehende Türe hat.
Kleiderablagen gibt es nicht, manchmal nicht einmal einen Haken
oder Nagel an der Wand oder Tür - und wenn doch, dann werden die
Kleider beim Duschen nass. Die Duschen haben erst nach langem
Laufen warmes Wasser (oder gar nicht) und man muss oft die
Brause in der Hand halten, da es keine Befestigung an der Wand
gibt. Oder der Wasserdruck reicht nicht, dass das Wasser auch
bis zur Dusche in Männerhöhe bis zum Kopf steigt. Nachts wird
man wie in einer Jugenherberge eingesperrt. Neben den
unvermeidlichen Geräuschen einen Platzes mit vielen Menschen
gibt es weitere Lärmquellen: Hundegebell, von Wind bewegte und
nicht befestigte Gegenstände, Flaggenmaste,
Druckerhöhungsanlagen und die Umgebung.
Will oder muss man früh weg fahren und hat bereits vorher die
Formalien erledigt und bezahlt, so ist trotz vorheriger
Zusicherung der Platz verschlossen, die Schranke geht nicht auf
und es ist niemand erreichbar; besonders im Süden schläft man
länger. Oder man darf wegen den Ruhe der anderen Gäste
grundsätzlich nicht vor 7 oder 8 Uhr wegfahren – man stelle sich
ein Hotel vor, in dem die Abreisezeit begrenzt ist!
Und dafür soll man Geld bezahlen?
Ich weiß, es gibt Ausnahmen.
In neuerer Zeit gibt es insbesondere in den vielbesuchten,
touristischen Regionen, verursacht durch die inzwischen sehr
verbreiteten Wohnmobile, auch zunehmend Restriktionen durch
Höhen- und Zeitbegrenzungen, Verbot des "Übernachtens" und auch
absurde Vorschriften, die einer gerichtlichen Überprüfung sicher
nicht standhalten werden. Was man jedem LKW-Fahrer zubilligt,
muss aufgrund des Gleichheitsgrundsatzes auch für den Camper
gelten. So habe ich jetzt auch gelernt, dass es auch ein
"stealth-camping" gibt, also ein unauffälliges, verborgenes
Campen, so dass es nicht auffällt. Wir haben das auch ohne den
Begriff zu kennen, jahrelang praktiziert. Wir schliefen auch
schon in Parkhäusern von Innenstädten - ruhig und günstig, immer
ohne Spuren zu hinterlassen.
*wenn man mal in Italien bei einem
Tankstellenstreik war und keinen Diesel kaufen konnte, dann
sorgt man doch besser selbst vor. Mit den zusätzlichen 40 l
Diesel kommt man bei schonender Fahrweise etwa 600 km weit.
Das hilft doch schon sehr.
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