Mineralien und Gesteine
selbst anschleifen.
ohne Maschinen, so wie früher - mit (viel) Geduld.

von Joachim Lorenz, Karlstein a. Main


Achat mit gemeiner Bänderung angeschliffen und polierte Lithophyse mit Achat Quarz mit Chalcedon
Schöne (harte) Achate in Lithophysen aus Sailauf, angeschliffen und poliert, wie unten beschrieben.

Solche Lithophysen fand man in einer stark alterierten Gesteinszone. Im Anstehenden kann man nur fühlen nach Härte, Schwere und Rundungsgrad, welche Steine eine Lithophyse sein kann. Wenn man die aufschlagen würde, wären die kaputt. Leider ist ein Teil von Natur aus rissig oder bereits in einzelne Scherben zerfallen; dies ist eine Folge der letzten "Eiszeit", bei der der Boden tief gefroren war und zyklisch auftaute. Also nimmt man alles was so scheint mit und reinigt. Dann folgt das Sägen. Dabei ist es Glücksache, welches Bild sich nach dem Sägen ergibt. Man kann ja nicht von außen in den Stein schauen. Die Ausbeute an wirklich schönen Stücken ist sehr klein. Von einer hölzernen Obstkiste, voll mit grob greinigten Lithophysen bzw. einzelnen Bruchstücken aus dem Vorkommen vom Rehberg bei Sailauf mit 65 Stücken, die von Außen kaum zu begutachten sind, verbleiben nach dem Sägen:
gesägte Lithopyhsen
1 Lithophyse mit kleiner Druse (ergibt 2 Hälften)
1 Lithophyse mit schöner Bänderung für die Sammlung
12 gute Lithophysen, bei denen ein Schleifen und polieren lohnt.
Das sind die Stücke für den Verkauf auf den Mineralienbörsen.

gesägte Lithophysen
39 Lithophysen bei denen eine weitere Bearbeitung wegen vieler Risse, wenig
Chalcedon, keine Bänderung usw. nicht lohnt.
12 Stücke lohnen das Sägen nicht, weil zu schmal oder nur "Scherbe"
mit zu wenig Chalcedon. Das sind die Stücke, die ich bei Exkursionen
verschenke.


Die Fertigkeit, Steine zu schleifen ist sicher sehr alt, denn schon in der Steinzeit beherrschte der Mensch das Schleifen (und Bohren) von Gesteinen, wie man dies an Steinbeilen nachvollziehen kann. Auch wenn man kein Aluminiumoxid oder Siliziumcarbid hatte, konnte man mit dem Quarz aus dem Sand oder mit Sandsteinen einen guten Schliff herstellen.

Ausrüstung:
Geschliffene und polierte Gesteins- und Mineralproben sehen sehr viel attraktiver aus an die rohen Stücke. Auch der Erkenntnisgewinn ist oft erst nach einem Schliff möglich, weshalb man An- und Dünnschliff erzeugt und diese mit einem Mikroskop anschaut.
Das Herstellen von guten Schliffen ist eine einfache handwerkliche Fähigkeit, die leicht erlenbar ist. Man benötigt dazu folgende Geräte und Einrichtungen:

Am besten man probiert seine Fertigkeiten an einem nicht so wertvollen Stück und wagt sich nach dem Erfolg an wertvolle Stücke.
 

Arbeitsweise:
Folgende Schritte führen zu einem geschliffenen Stein:
 

  1. Man begutachtet das zu bearbeitende Stück hinsichtlich Größe, Härte und vermutlich bester Sägerichtung. Hilfreich sind Spannvorrichtungen, Anschläge und Markierungen, so dass man die Richtung nicht verliert. Weiter muss man bedenken, dass sich beim Schleifen keine Bruckstücke mehr lösen dürfen. Dies würde Kratzer verursachen, so dass man das Stück sorgfältig nach losen Teilen absuchen muss, die sich unter Nässe oder beim Anfassen lösen könnten.

  2. Man sägt eine Stück des Gesteins oder Minerals möglichst gerade ab; je besser man gesägt hat, um so weniger Schleifarbeit bleibt. Ganz gerade Sägen geht oft nicht, da die unterschiedliche Härte von Gesteinsproben zu einem Verlaufen des Sägeblattes führt. In nicht wenigen Fällen zerbrechen auch Stücke beim Sägen, da vorher nicht sichtbare Risse den Halt des Restes versagen, so dass man mehrere Stücke in der Hand hat. Es ist unbedingt notwendig, dass eine Kühlung, z. B. mit Wasser, erfolgt. Profis sägen mit wassermischbaren Kühlschmierstoffen, haben aber dann das Problem, dass man die Reste wieder entfernen muss, was im Falle von porösen Gesteinen schwer ist.
    Zur Not geht es auch mit einer glatten Bruchfläche, aber der Schleifaufwand steigt erheblich an. Ein Sägen mit einem Winkelschleifer erzeugt ohne Wasserkühlung so viel Wärme, die das Gestein bzw. Mineral nachteilig verändert oder sogar zerspringt, so dass dieses Verfahren ausscheidet. Auch das Sägen mit einer Handsäge scheidet meist infolge der Härte der Mineralien oder Gesteine aus - oder man hat sehr viel Ausdauer - wie in der Steinzeit.

  3. Auf einer dicken Glasplatte (Fensterglas) streut man eine kleine Menge des groben Schleifpulvers mit Wasser und bewegt den gewünschten Stein wo lange auf dem Schleifpulver, bis die Sägeriefen abgschliffen sind und ein ganz glatte Fläche entstanden ist. Man muss soviel wegschleifen, dass man außerhalb der Zertrümmerungszone der Körner vom Sägen kommt. In der Regel erkennt man das daran, dass die Farbe intensiver wird. Der Abtrag ist auch erkennbar, dass sich in das Schleifmittel der andersfarbige Abrieb des Steins zeigt. Ist das Schleifmittel wirkungslos, so reinige man die Glasplatte und streue neues Schleifmittel auf; das wiederholt sich so lange, bis eine ebene, glatte Fläche erzeugt worden ist. Mit etwas Erfahrung hört und spürt man, wenn das Schleifpulver so zerkleinert wurde, dass es keinen nennenswerten Abtrag mehr gibt. Zu Beginn kann das Geräusch bei größeren Stücken laut sein. Dabei schützt man sein Gehör bei dem groben Schleifmittel mit einem Gehörschutz. Anschließend reinigt man den Stein sehr sorgfältig, so dass alle Körner des Schleifmittels, auch aus Hohlräumen, Rissen und Poren entfernt sind.

  4. Den Vorgang wiederholt man mit dem nächst feineren Korn - am Besten auf einer neuen Glasplatte (so dass man für jede Körnung eine eigene Glasplatte verwendet), so lange, bis sich eine gute Schliffläche zeigt.

  5. Dann folgt das Gleiche mit der nächst feineren Körnung,

  6. bis man einen Feinstschliff erreicht hat. Jetzt erkennt man insbesondere beim Benetzen mit dem Wasser schon gut die Natur des Steines und erreicht nach dem Trocknen bereits einen leichten, seidigen Glanz. Je besser man feinstgeschliffen hat, um so weniger Zeit benötigt man für das Polieren. 
    Aber nun kann sich ein neuer Effekt zeigen. Der Stein "klebt" an der Glasplatte. Befindet sich zu wenig Schleifmittel zwischen dem Glas und dem Stein, so kann es zu einem "fressen" kommen, d. h. es werden durch Adhäsion Ausbrüche erzeugt, die die frisch geschliffene Fläche mit Streifen kennzeichnen. In dem Fall muss man mit dem Schleifen wieder von vorne anfangen, weil die Streifen so tief sind, dass sie nur mit einem groben Schleifmittel in einer überschaubaren Zeit entfernt werden können.

  7. Nach einer sehr ausgiebigen Reinigung - es dürfen gar keine Schleifmittelreste anhaften - beginnt man mit der Politur in einer Kombination zwischen einem geeigneten Poliermittel und einer dazu passenden Unterlage. Was sich für welchen Stein eignet, muss man ausprobieren. Es gibt dazu keine allgemein gültigen Regeln, sondern große Unterschiede zwischen den zu polierenden Gesteinen oder Mineralien. Das Polieren ist der zeitaufwändigste Vorgang, der bei einem handtellergroßen Stück leicht eine Stunde in Anspruch nehmen kann. Eine gute Politur erkennt man daran, dass das Wasser in Perlen auf der spiegelnden Oberfläche stehen bleibt. Eine Behandlung mit Pflegemitteln ist in der Regel nicht notwendig.
    Als Poliermittel kann man verwenden: Aluminiumoxid, Ceroxid, Eisenoxid, Siliziumcarbid, Diamantpaste, ...
    Als Unterlage gehen: Leder, Baumwollstoffe, Holzplatten, Korkplatten, ...
    Manche Steine lassen sich gut, andere kaum polieren. Die Profis in dem Schleifbetrieben umgehen dies, in dem man den Stein mit Kunstharz im Vakuum tränkt.

  8. Nach dem Polieren reinigt man die Stücke sehr sorgfältig mit destilliertem Wasser (z. B. aus dem Wäschrockener oder Raumentfeuchter). Dies vermeidet dann Flecken auf den polierten Flächen. Insbesondere muss man versuchen, das Poliermittel aus allen Rissen und Poren zu entfernen, da es zusammen mit den Abrieb fast hydraulische Eigenschaften wie Mörtel hat und später kaum mehr entfernbar ist. Idael dafür ist ein Ultraschall-Reinigungsgerät. Nach dem Trocknen der Stücke kann man diese ausstellen oder als Schmuck weiter verarbeiten (lassen). 

  9. Man pflege die geschliffenen und polierten Stücke insbesondere gegen Kratzer und das Herunterfallen. Eine Lagerung oder Aufstellung im Freien kann man nur in wenigen Ausnahmefällen empfehlen, da die meisten Mineralien und Gesteine in unserem Klima sehr schnell verwittern.
    Nur ganz wenige Gesteine sind nach der Barbeitung für einige Jahre beständig. Aber in der sauberen Luft des Spessart finden Cyanobakterien und in deren Folge Flechten eine Fläche zur Besiedelung
    .

Die geschilderte Arbeitsweise beruht auf einer mehr als 25jährigen Erfahrung. Besondere Gesteins- oder Mineralarten bedürfen dabei einer unter Umständen erheblichen Vorbereitung, damit man diese überhaupt schleifen kann. Das Problem sind bröselige Oberflächen, sehr porenreiche Stücke oder sehr große Unterschiede ich der Härte der einzelnen Mineralkörner. Zum Beispiel wenn man neben dem sehr harten Quarz noch erdigen Goethit hat, der bei Nässe mit dem Finger abgerieben werden kann. Es gibt zahlreiche Proben, die ohne eine Stabilisierung in Kunstharz überhaupt nicht bearbeitet werden können, z. B. Sandsteine mit einem tonigen Bindemittel. Dies ist keinesfalls eine Verfälschung, weil nur der fehlende Zusammenhalt der Mineralkörner herbeigeführt wird. Dies ist bei vielen Schmucksteinen, die Sie in Geschäften kaufen können, auch der Fall, z. B. beim Türkis.  
 

Hinweise:
Bitte denken Sie auch daran, dass z. B. Quarzfeinstaub, gesundheitsschädlich ist und dass Sie auch aus diesem Grund immer nass arbeiten.

Dabei muss man weiter berücksichtigen, dass harte Steine leicht schleif- und polierbar sind. Weiche Steine sind schwer zu bearbeiten, da sich leicht Kratzer einschleichen. Poröse Steine (z. B. oxidische Eisenerze) wie auch solche, die harte und weiche Körner führen (z. B. Sandsteine mit Ton, Gneise, Brekzien) sind sehr schwer bearbeitbar, da sie die Politur unterschiedlich gut annehmen. Dabei ist dann das weiche Korn poliert und das harte noch matt. Wenn das harte Korn dann poliert ist, sind die weichen Körner so weit wegpoliert, dass ein ungleiches Relief entsteht. Herausbrechende Körner können eine Politur unmöglich machen, da ausbrechende Körner tiefe Kratzer erzeugen, die nicht wegpoliert werden können (das ist z. B. beim Hösbachit der Fall, wo der Magnetit aufgrund seiner Kristallform leicht ausbricht). Wenn beim Schleifen oder Polieren ein Kratzer entsteht, muss man in der Regel nochmals um eine Körnung zurück gehen, so dass der Kratzer schneller weggeschliffen werden kann.

Schleifen auf einer Glasplatte
Schleifen von Hand (kreisfrömige Bewegungen) auf einer Glasplatte
mit nassem Schleifpulver
aufgenommen am 08.05.2002

Die genannten Schleif- und Poliermittel werden in der Regel in kg-Mengen von speziellen Händlern der Steinbearbeitung angeboten. Die Preise sind um so höher, je feiner das Korn ist, so kostet derzeit Schleifmittel zwischen ca. 8 und 25 € das kg, Poliermittel liegen zwischen 20 und 100 €/kg. Poliermittel auf Diamantbasis kosten einige €/g. Es gibt auch Grundausstattungen mit Kleinmengen für ca. 25 € zum Probieren.

Eine einfache Säge kostet mit Kühlung, Diamantsägeblatt und Motor ca. 750 €, größere Maschinen kosten auch bis zu einigen tausend €, eine Investition die sich sicher nur lohnt, wenn man dauerhaft Steine sägen will (man kann damit auch Glasflaschen und Fließen zersägen). Dabei muss man berücksichtigen, dass je nach dem wie hart die Gesteine bzw. Mineralien sind, die man sägt, das Sägeblatt eine endliche Lebensdauer hat. Im Falle der Lithophysen von Sailauf kann ich berichten, dass die Diamantschicht der Scheibe nach ca. 100 Lithophysen abgenützt ist, d. h. man muss für ca. 100 € ein neues Sägeblatt mit 250 mm Durchmesser kaufen.

Steinbearbeitungsfirmen die Fensterbänke und Grabsteine herstellen, können üblicherwiese solche Gesteine wie man sie aus dem Spessart kennt und in Handstückgröße nicht bearbeiten, weil man sie dazu einspannen muss, was infolge der für diese Betriebe ungüstigen Geometrie meist nicht gut geht. Da dazu noch Kosten für die Arbeitszeit gerechnet werden müssen, wird eine Bearbeitung schnell teuer, wenn man den Wert der Materials berücksichtigt. Das Risiko einer Beschädigung für die Maschinen ist dabei beidseitig auch groß. Es gibt im Raum Idar-Oberstein auf Sammler spezialisierte Betriebe, die Steine auf Wunsch schleifen. Viele scheuen den Aufwand und die in Deutschland "gefühlt" hohen Kosten. Mineralienhändler gehen deshalb her und senden ihre zu schleifenden Steine nach China, lassen dort zu sehr günstigen Konditionen schleifen und polieren und verkaufen das hier auf Mineralienbörsen. 

Nach dem Schleifen von einigen Stücken werden sich die Glasplatten ungleich abnützen - in der Mitte mehr als am Rand -, so dass leicht gewölbte Schliffe erzeugt werden. Dann muss man die Glasplatten einfach austauschen. Bei jedem Sperrmüll kann man sich leicht mit Glasplatten versorgen.

Zeitbedarf
Die leicht zustellende Frage, wie lange man für einen Schliff benötigt, ist nur schwer zu beantworten. Neben der Größe (Fläche) des Stückes, die Qualität des Sägeschnittes, der Härte des Materials und der Porosität ist die Erfahrung und Kunstfertigkeit des Schleifers wie auch die Qualität des Schleifmittels von Bedeutung. Da diese unterschiedlichen Faktoren einen erheblichen Einfluss haben, ist es sehr schwer bis unmöglich, eine Zeitangabe zu machen. Aber so 1 Stunde pro kleiner Stein ist sicher ein guter Ansatz, große Steine können auch 2 oder 3 h benötigen.



Konkretion Türkei
Das Rohstück, ein Urlaubsmitbringsel aus Alanya, an der
Südküste der Türkei. Es handelt sich um eine Konkretion
aus Hornstein, mit einer Rissfüllung aus Chalcedon mit
umlaufend gebändertem Achat, der durch die vielen kleinen
Risse und Schlagmarken weiß erscheint;
Bildbreite 8 cm. .
gesägte Konkretion
Nach dem Sägen des sehr zähharten Stückes zeigt sich im
Innern der gleiche Aufbau aus Achat im Hornstein. Das Geröll
ist leicht rissig, bedarf aber keiner Festigung mit einem Kleber.
Bildbreite 8 cm.
Konkretion poliert
Nach dem Schleifen und der Politur ist der gebänderte
Aufbau des Achats gut zu sehen. Ein Teil der Füllung aus
Chalcedon ist transparent. Infolge der Risse und der
Sprödigkeit sind randlich kleine Ausbrüche zu erkennen,
Bildbreite 8 cm.




Nun, Sie glauben das nicht, das man das so machen kann?
Schleifen und dabei Zuschauen?
dann besuchen Sie 

das
Kulturwochenende in Lohrhaupten
am Samstag, den 06.09.2014 von 15 - 19 Uhr und
am Sonntag, den 7. Spetember 2014 von 11 - 18 Uhr

eine Veranstaltung des Kulturvereins Flörsbachtal e. V. unter Federführung von Herrn Winfried Knauff

Lohrhaupten
Wir standen an der Dünkelbachstraße 10 am Anwesen Herget (gegenüber
gab´s leckere Würstchen vom örtlichen Musikverein) in einer offenen Scheune,
heute als PKW Stellplatz genutzt (GPS-Koordinaten: N 50° 7´36,9´´ E 9° 28´46,1´´).



Kunst im Schlosspark 2016 (KIS 2016)

Kunst im Park

Postkarte Kunst im Park Weyberhöfe
(wenn Sie auf das Foto klicken, öffnet sich der Flyer als PDF-Datei - von 2016)


Kunsthandwerkermarkt bei "KUNST IM SCHLOSSPARK" am 15. und 16. Mai 2016
am Kurfürstliches Schlosshotel Weyberhöfe bei Sailauf 

Kunsthandwerkermarkt Kurf. Schlosshotel Weyberhöfe Impressionen aus früheren Jahren.

An Pfingsten findet tradionell seit mehr als 10 Jahren im Schlosspark zwischen den Bäumen und auf der sich nach Osten anschließenden Wiese der Kunsthandwerkermarkt in den Weyberhöfen in Sailauf statt. Etwa 100 Aussteller werden ein sehr buntes Panorama von Kunsthandwerk und Kunstwerke ausstellen: von der Malerei über Bildhauerarbeiten bis zu Schmuck und Töpferarbeiten. Hier bin ich mit meiner Frau und mit einigen geschliffenen Steinen aus Sailauf präsent. Dabei kann ich Ihnen vorführen, wie man das mit dem Schleifen selbst machen kann - ohne großen Aufwand, aber mit Geduld. Eben mit einer Glasscheibe, Wasser, Schleifmittel und etwas Muskeln in den Armen. 
Wir arbeiten unter einem weißen Zelt am Stand auf der Wiese des Kunsthandwerkermarktes in Richtung Fronhofen (Stand Nr. 102, siehe Fotos unten ) mit den gemessenen Koordinaten N 50° 00´ 18,9`` E 9° 14´ 44,9´´ für den Fall, dass Sie ein Navigationsgerät verwenden. 
Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3 €, Kinder haben freien Zugang.
Es wird allgemein und aus nachvollziehbaren Gründen darum gebeten, dass Sie keine Kunstwerke fotografieren; manche Künstler weisen extra nochmals darauf hin. Bitte fragen Sie vorher dazu einfach den Eigentümer oder Aussteller. An unserem Stand dürfen Sie fotografieren. 

Künstlerbeirat 2014
Der Künsterbeirat tagte am 04.04.2014 zur Organisation.


Impressionen von 2016:

Kunst im Schlosspark  
Der Blick vom Schlosshotel in den Park, in dem die
Künstler ihre Werke ausstellten und mit den Besuchern
sprechen konnten.
Handwerkermarkt  
Etwa 60 Kunsthandwerker flankierten die Straße in die
Wiese, die 175 m lang war.
Essenstand  
Für das laibliche Wohl sorgten etliche Stationen, an denen
man ein Essen und Trinken einnehmen konnte. Der Bogen
spannte sich vom Menue über Eis bis zu Kaffee und
Kuchen 
Sylopp
Auf der Wiese unterhalb des Schlosses stellte der
Steinbildhauer Klaus Sylopp aus Volkersbrunn aus.
Ein Teil der Skulpturen aus Standstein wurde aus dem
Buntsandstein von der Baustelle der Autobahn A3
hergestellt.
Kinder schleifen
Am Stand von Lorenz gab es wieder Steine, die Kinder
auch selbst schleifen konnten. Der Preis für die
Lithopyhsen mit dem Achat aus dem Steinbruch von
Sailauf war, dass die Kinder die Ausdauer von 10 bis
15 min für das Glattschleifen aufbrachten.
Zebra-Dolomit
Dieser Dolomit aus dem Tunnel Falkenberg bei Hain mit
den eigenartigen hydrothermalen Zebra-Strukturen
wurde während der Zeit des Handwerkermarktes
geschliffen. Dabei wurde dem Schleifer warm, denn das
Wetter am Pfingstsonntag war geprägt von den
"Eisheiligen", die pünktlich Kälte und auch etwa Regen
brachten.
Bildbreite 13 cm


Impressionen von 2015:

Marmeladen
Der Sailaufer Bürgermeister Düming spricht zu den Aus-
stellern und Besuchern zur Eröffnung.
Hitze
Am Stand von Joachim Lorenz versuchen sich Besucher
im Schleifen von Achaten aus Sailauf.
Kleidung
Einen virtuosen Umgang als "Schnitzer" mit der Motorsäge
konnte man am Stand von Franz Danninger bewundern;
infolge des Lärms gingen die Meinungen zum arbeitenden
Handwerker unter den Besuchern weit auseinander. 

Das Wetter war für die Besucher und Aussteller optimal: bis zu 23° C, wenig Sonne und kein nennenswerter Regen. Eine trockene Wiese. Erstmals waren die Speisen und Getränke an einer Stelle zusammen geführt; an der kleinen Scheune gab es sogar Speiseeis.

Impressionen von 2014:

Marmeladen
Marmeladen und Sirup gab es bei Andreas Buhl aus
Hainburg.
Hitze
Mit einem Fußbad am Stand war die Hitze etwas
gemildert.
Kleidung
Selbst entworfene Kleidung bot Simone Claus aus
Goldbach an.
Kinder
Wer das zum ersten Mal sieht, denkt, die sind echt: Babys
von Veronika Kerpes aus Mainaschaff.
Eröffnung
Der Tenor Alexander Herzog sang zur Eröffnung, dass
das Leben lebenswert ist.
Zeltstadt auf der Wiese
Die Zeltstadt auf der Schlosswiese war den Kunsthand-
werkern vorbehalten. Etwa 40 Aussteller fanden sich 
hier ein, die sehr unterschiedliche Kunstwerke und
Eigenfertigungen anboten.

Die zum zehnten Mal statt findende Veranstaltung litt unter dem extrem heißen Pfingstwetter mit Temperaturen von 35° C (es war der heißeste Tag des Jahres), die man sonst am liebsten im Schatten zubringt. Aber trotzdem kamen etwa 5.000 Besucher in den beiden Tagen und freuten sich an einer bunten Vielfalt an Kunstwerken. Kein Regen, nur Sonne von früh bis Spät und dazu etwas Musik und auch für die Verpflegung wurde vom kurfürstlichen Schlosshotel gesorgt.  


Impressionen von 2013:

Kunsthandwerkermarkt Weyberhöfe 2013 Kunsthandwerkermarkt Weyberhöfe 2013
Der Pfingstsonntag am 19. Mai im Jahr 2013 begann mit Kaiserwetter. Am späten Nachmittag zogen von Südwesten dunkle Wolken auf und brachten einen starken Regen, der alle weiteren Programmpunkte hinweg wusch. Sehr viele Besucher staunten über die bunten Steine aus dem Spessart. Dazu noch ein mit Kalksinter verschlossenes Stück einer Wasserleitung aus Homburg. Und es gab für Kinder die Möglichkeit, sich einen Achat in einer Lithophyse selbst zu schleifen.


Impressionen von 2012:

Achatschmuck Konrad Theresia Konrad Thersia Konrad
Uns gegenüber finden Sie den Stand von Frau Theresia Konrad aus Aschaffenburg, die silbernen Unikatschmuck Schmuck aus dem Achaten von der Hartkoppe bei Sailauf anbietet. 

Weyberhöfe Stand Lorenz Joachim Lorenz beim Schleifen Joachim Lorenz beim Schleifen
Die Zeltstadt auf der Schlosswiese mit den Kunsthandwerkern am schönen und warmen Pfingstsonntag den 27.05.2012 und Pfingstmontag, den 28.05.2012.
Zwischen Geschicklichkeitsspielen und Mosaiken schleife ich Steine und Mineralien - und stand für Fragen und Wünsche der Besucher zur Verfügung. Viele Besucher waren doch erstaunt, welch schöne Steine aus Sailauf kommen: Achate und Rhodochrosit. Und wie man die zu dem schönen Glanz bearbeiten kann: mit einer Glasplatte, Wasser, Schleifmittel und Geduld. So verging die Zeit wie im Flug, auch wenn mal weniger Zuschauer anwesend waren. Dazwischen hatte ich noch Gelegenheit Bücher der Spessartsteine zu widmen.

Achat aus Sailauf
Einer der hier geschliffenen Achate aus Sailauf - nach der Politur,
Bildbreite 5 cm.
Kinder bekamen auf Nachfrage oder bei Interesse einen ungeschliffene Lithophyse mit Chalcedon bzw. Achat aus Sailauf angeboten und konnten ihn dann selbst schleifen, was aber nur ein Junge dann mit ausbaufähigem Geschick durchführte. Das Polieren kann man dabei nur schlecht zeigen, da man dafür eine nicht wackelnde Unterlage benötigt und dann auch noch elektrischen Strom, denn viele Stücke muss man nach der Politur im Ultraschallbad reinigen, da das Poliermittel nur sehr schlecht aus den kleinen Poren zu waschen ist. Nach dem Trocknen ist das fast unmöglich.

Traudel Kerber Silke Jung
Die Nachbarn, Traudel Kerber, aus Hörstein stellten Monsaik-Kunst aus in Verbindung mit Holz aus. Perlen in Meeresdekoration gab es am Stand von Silke Jung aus Hainburg.




Mainfrankenmesse Würzburg 2015

Mainfrankenmesse 2015 Archäologiosches Spessartprojekt
In Halle 12 befand sich der Bezirk Unterfranken, französische Partner und das Julius-Spital mit einem großen Essensbereich. Dazu zahlreiche Museen und auch das Archäologische Spessartprojekt (ASP) aus Aschaffenburg. Alle wurden stundenweise zugedröhnt von einem allmächtigen Bayerischen Rundfunk.
Beim ASP gab es Infoblätter zu den über 90 Kultrurrundwegen im Spessart und seiner Umgebung; dazu in den Vitrinen archäologischen Fundgut aus einer Grabung, Erinnerungen an den Krieg von 1866 und Steine aus der Tunnelbaustelle der Deutschen Bahn zwischen Laufach und Heigenbrücken. Und wieder konnten Kinder und Jugendliche Achate aus Sailauf selbst schleifen. Der Preis dafür war die Zeit und Geduld für´s Schleifen von Hand.
Achat geschliffen
Achat aus Sailauf - geschliffen in Würzburg am 30.09.2015,
Bildbreite 7 cm. 


Mainfrankenmesse Würzburg 2013

Mainfrankenmesse
Auf dem Stand des Archäologischen Spessartprojekts (ASP) wird gezeigt, wie man Achate (und andere Steine) mit einfachen Möglichkeiten in einem sauberen Umfeld schleifen kann. Sie - und insbesondere Kinder - haben die Möglichkeit, sich selbst einen Achat zu schleifen. Je nach Größe und Geschick dauert das zwischen 15 min und 3/4 Stunde (ohne Politur). Die selbst geschliffenen Steine können kostenlos mitgenommen werden. Das geht grundsätzlich auch mit mitgebrachten Steinen, wenn Sie denn eine ebene Seite haben und nicht größer als Faustgröße sind. Sonst muss man dieser erst mit einer Diamantsäge zersägen. Und manchmal auch mit einem Kleber fixieren, so dass das Stück bei der Belastung des Schleifens nicht zerbricht.
In einer Glasvitrine werden neben Porphyren aus Griechenland und Ägypten auch Bücher von F. L. von Cancrin, Cancrinit (nach dem russischen Finanzminster G. Kankrin), Spessartin und Spessartit gezeigt. Und es wird erläutert, wie der Zusammenhang zum Spessart herzustellen ist. Als Zugabe werden Bücher aus und über den Spessart gezeigt. 

Die Mainfrankenmesse auf den Mainwiesen an der Friedensbrücke (Mainaustraße) in Würzburg vom 28.09. - 06.10.2013 ist täglich von 9.30 - 18 Uhr geöffnet. Der Stand des ASP finden Sie in der Halle 12 beim Bezirk Unterfranken neben dem Bayerischen Rundfunk (Koordinaten N 49° 48´ 12,9´´ E 9° 55´ 05,1´´). Daneben wird gesponnen, gedrechselt, gedruckt und geschrieben und gebuttert. Mit etwas Glück können auch am Nachbarstand von Schloss Aschach die leibhaftige Louise Gräfin von Luxburg (Beatrice Rose-Ebel) treffen. Und im Hintergrund hört man ganztägig die geräuschvollen Beiträge des Bayerischen Rundfunks. Vom zentralen Essen- und Getränkestand des Juliusspitals kann man die Essensdüfte riechen.

Impressionen 

Dr. Gerrit Himmelsbach
Der Stand des ASP auf der Mainfrankenmesse in
Würzburg. Hier gab es eine Auswahl an Faltblätter der
87 bestehenden Kulturrundwege im und am Spessart,
aufgenommen am 28.09.2013
Steine schleifen
Kinder haben Gelegenheit, einen gesägten Achat aus
Sailauf zu schleifen - und dann kostenlos mitzunehmen,
aufgenommen am 29.09.2013
Joachim Lorenz beim Feinstschleifen
Joachim Lorenz schleift einen Stein aus dem Spessart
und gibt den Besuchern Auskunft zum Spessart und
seinen Steinen,
aufgenommen am 29.09.2013
Schreinermeister Schneider
Schreinermeister und Drechsler Tobias Schneider mit
Frau (aus 89359 Kötz, 08221/368532) am Infostand
des Bezirks Unterfranken mit den auf der Messe selbst
gedrechselten Holzkunstwerken - gegenüber vom ASP,
aufgenommen am 29.09.2013
Helga Lorenz
Helga Lorenz mit den Büchern und immer für Fragen zur
Verfügung stehend,
aufgenommen am 29.09.2013
Louise Gräfin von Luxburg
An den Museen des Schlosses Aschach zog die
aufreizende Louise Gräfin von Luxburg im voluminösen
Reifrock (alias Beatrice Rose-Ebel) die Blicke auf sich,
aufgenommen am 28.09.2013
geschliffenes Stück
Während der Öffnungszeiten geschliffenes GangsStück
aus dem Rhyolith bei Sailauf,aus Braunit (schwarz),
Rhodochrosit (rosa), Mn-Calcit (braun), Arsensioderit
(braun) und Calcit (weiß),
Bildbreite 14 cm
Papierherstellung
Herr Johannes Follmer vom Museum Papiermühle
Homburg (Triefenstein) stellt am Stand des Bezirks
Unterfranken Papier her das zum Trocknen
aufgehängt wird,
aufgenommen am 05.10.2013
burn out
So genannte "Löschfahrzeuge" für Bier usw. kannte ich.
Zu was ehemalige Feuerwehrfahrzeuge alles herhalten
müssen: Eine Klinik für psychische Probleme macht mit
einem LF8 aufmerksam: "Burnout-Alarm",
aufgenommen am 05.10.2013

Die nächste Mainfrankenmesse in Würzburg findet vom 30.09.-08.10.2017 statt.

 


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