Klüftung


Klüfte
Die nordwestliche Steinbruchwand von der 3. Sohle aus: Die säulige Absonderung wird von
einem nahezu senkrecht darauf stehenden Kluftnetz zerlegt,
aufgenommen am 09.07.1999



Quarzporphyr geklüftet Klüftung
aufgenommen am 27.02.2016

Der Rhyolith ist gut geklüftet und zeigt besonders in den westlichen bis nordwestlichen Teilen des Bruches eine meist säulige Absonderung. Die polygonalen, meist drei- bis sechseckigen Säulen sind gewöhnlich unregelmäßig und zwischen 25 und 40 cm dick. Im März 1990 wurde auf der 3. Sohle eine nur ca. 5 m breite Partie angefahren, bei der die Säulen übergangslos, plötzlich nur noch ca. 10 cm Durchmesser hatten.
Die bevorzugte Richtung der Klüfte ist identisch mit denen der Erzgänge - NW - SE. Sie fallen steil ein, normalerweise 80 bis 90°. Aufgrund der guten Klüftung sind große Blöcke nicht zu gewinnen. Sie erreichen selten mehr als 2 m³ Größe und sind auch dann von zahlreichen Klüften durchsetzt. Mit dem bloßen Auge kluftfreie Stücke sind lediglich dm³ groß. Fast alle Klüfte sind mehr oder weniger mit hübschen Fe-Mn-Dendriten überzogen.

Dendriten auf Rhyolith
Dendriten aus Todorokit und/oder Kryptomelan auf weißlichem Rhyolith (Bildbreite ca. 28 cm)

Die Partien, die intensiv hydrothermal umgewandelt sind (grau mit hellen bis weißen Schlieren und Flecken), lassen keine ausgeprägte Klüftung oder säulige Absonderung erkennen.

Harnische sind als selten anzusehen. Dünn mit Baryt, Hämatit und etwas Calcit belegte, deutlich gestreifte Harnische konnten auf der 2. Sohle beobachtet werden. Da sie nur im abgesprengten Haufwerk zu belegen waren, konnten sie nicht eingemessen werden. Der Belag aus Baryt - ohne die sonst typischen Mineralien - spricht für eine N-S Streichrichtung und ein sehr steilen einfallen, wie es auf dem höchsten Punkt der 1. Sohle zu sehen war.

Klüftung
Säulige Absonderung des Rhyolith mit Blick von
der untersten Sohle gegen Norden,
aufgenommen am 02.03.2013

Große Teile des Rhyoliths im Steinbruch weisen eine schräg einfallende, säulige Absonderung auf. Diese kann man auf die Abkühlung der Schmelze zurück führen. Diese Säulen werden von einer Klüftung überprägt, die nahezu senkrecht zur Säulenrichtung verläuft und somit ein stückiges Haufwerk nach dem Sprengen erzeugt, was dem Abbau sehr entgegen kommt. Die hydrothermalen Gänge und die damit verbundenen Scharen von nahezu senkrecht einfallenden Klüfte durchschneiden diese Klüftung, so dass hier dreieckige Felsbrocken entstehen.   


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