Konkretionen
- nicht nur aus dem Spessart:

Ortsteine, Toneisensteine, Sand-Calcite, Lösskindl, Hornsteine, Ooide, Septarien, ....


 

von Joachim Lorenz, Karlstein a. Main



 Septarie  Hornstein  
Konkretionen:
links: Septarie mit hervorstehenden Septen aus Calcit von einem unbekannten Vorkommen. Das Stück stammt aus einer alten Sammlung
und war mit einem Zettel beklebt, der das als Seelilie "Rhipidocrinus crenatus" (GOLDFUSS 1831) beschrieb, was aber nicht stimmt.
rechts: Typischer Hornstein als drehrunde Konkretion, die die Schichtung des Wirtsgesteins wieder gibt.
Solche Hornsteine stammen aus den Kalkgebieten Frankens im Einzugsgebiet des Mains,
Bildbreite 13 cm 





Konkretionen (Geologie, Mineralogie, ...)

Konkretion, meistens harte, subsphärische bis längliche, platte bis ellipsoide oder irreguläre mineralische Körper in Sedimenten und Sedimentgesteinen. Konkretionen können einen Durchmesser von mm bis m aufweisen und entstehen durch lokal begrenzte Ausfällung aus wässriger Lösung (Porenwasser), oft um organische Reste, die auf diese Art fossilisiert werden. Die Ausfällung wird durch pH-Unterschiede um die organischen Reste ausgelöst. Das ausgefällte Mineral unterscheidet sich gewöhnlich vom Mineralbestand der unmittelbaren Umgebung (z. B. Quarzkonkretionen in Carbonaten oder Pyritkonkretionen in Tonsteinen). Konkretionen wachsen von innen nach außen. Auch Geoden sind Konkretionen. Septarien weisen, durch Schrumpfung verursachte, Risse auf, die sekundär durch andere Mineralphasen verfüllt sind (Autorenkollektiv 2001:152).

Dazu gibt es sehr wahrscheinlich ab September 2022 ein Sonderheft des Naturwiss. Vereins Aschaffenburg:

LORENZ, J. & Naturwissenschaftlicher Verein Aschaffenburg [Hrsg.] (2022): Eisen & Mangan. Erze, Konkretionen, Renn- und Hochöfen.- Nachrichten des Naturwissenschaftlichen Museums der Stadt Aschaffenburg Band 112, 164 S., 430 Fotos, 12 Tab., 3 Karten, 1 Profil, [Helga Lorenz Verlag] Karlstein a. Main.

In dem Buch sind auch in einem umfangreichen Artikel zahlreiche Konkretionen beschrieben. 




Es gibt eine Vielzahl an Konkretionen von A bis Z mit unterschiedlichen Namen und aus den unterschiedlichsten Mineralien: 


Diese Auflistung ist sicher nicht vollständig. Aber es gibt demnächst mit dem Heft "Eisen, Mangan & Konkretionen" des Naturwissenschaftlichen Vereins Aschaffenburg einen umfassenden Beitrag zu den Konkretionen.





Literatur:

Autorenkollektiv (2001): Lexikon der Geowissenschaften in sechs Bänden. Dritter Band Instr bis Nor.- 486 S., zahlreiche Abb. und Tab. im Text, wenige Farbtafeln, [Spektrum Akademischer Verlag] Heidelberg.
BECKER, H. (2016): Die Gesteine Deutschlands. Fundorte - Bestimmung - Verwendung.- 322 S., 529 farb. Abb., [Quelle & Meyer Verlag GmbH & Co.] Wiebelsheim.
BÜCKING, H. (1892): Der Nordwestliche Spessart.- Abhandlungen der Königlich Preussischen geologischen Landesanstalt, Neue Folge 12, VIII + 274 S., 1 geolog. Karte, 3 ausklappbare Tafeln mit 11 farbigen Profilen, [S. Schropp´schen Hof-Landkartenhandlung] Berlin.
GEYER, G. (2010): 9. Perm (Rotliegendes, Zechstein und Bröckelschiefer.- S. 93 - 102, 9 Abb., 2. Tab.- in LORENZ (2010). 
GRIMM, W.-D. (2018): Bildatlas wichtiger Denkmalgesteine der Bundesrepublik Deutschland Teil II: Bildband.- 2. Aufl., 536 S., Sehr viele, teils farb. Abb. im Text, [Ebner Verlag] Ulm.
LEHRBERGER, G. & PLEHWE-LEISEN, E. [Hrsg.] (2015): Barrois-Oolithe. Vorkommen, Verwendung, Verwitterung und Erhaltung von Kalksteinen aus der Umgebung von Savonnières-en-Perthois und Morley im Department Meuse in Frankreich.- Münchner Geowissenschaftliche Abhandlungen Reihe B Ingenieurgeologie Hydrologie Geothermie 22, 428 S., zahlreiche, teils farb. Abb., Grafiken, Tab., [Verlag Dr. Friedrich Pfeil] München 
LORENZ, J. mit Beiträgen von M. OKRUSCH, G. GEYER, J. JUNG, G. HIMMELSBACH & C. DIETL (2010): Spessartsteine. Spessartin, Spessartit und Buntsandstein – eine umfassende Geologie und Mineralogie des Spessarts. Geographische, geologische, petrographische, mineralogische und bergbaukundliche Einsichten in ein deutsches Mittelgebirge.- IV + 912 S., 2.532 meist farbigen Abb., 134 Tab. und 38 Karten (davon 1 auf einer ausklappbaren Doppelseite), [Helga Lorenz Verlag] Karlstein. 
LORENZ, J. (2017): Nur Sand? Die Sandgrube in Alzenau. - NOBLE Magazin Aschaffenburg, Ausgabe 03/2017, S. 70 - 82, 10 Abb., [Media-Line@Service] Aschaffenburg. 
MATTHES, S. & OKRUSCH, M. (1965b): Spessart. - Sammlung geologischer Führer 44, X, 220 S., Berlin (Borntraeger).
OKRUSCH, M., STREIT, R. & WEINELT, W. (1967): Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern 1:25000 Blatt Nr. 5920 Alzenau i. Ufr.- 336 S., 48 Abb., 25 Tab., 5 Beilagen, Bayerisches Geologisches Landesamt, München.
OKRUSCH, M., GEYER, G. & LORENZ, J. (2011): Spessart. Geologische Entwicklung und Struktur, Gesteine und Minerale.- 2. Aufl., Sammlung Geologischer Führer Band 106, VIII, 368 Seiten, 103 größtenteils farbige Abbildungen, 2 farbige geologische Karten (43 x 30 cm) [Gebrüder Borntraeger] Stuttgart.
PRÜFERT, J. (1969): Der Zechstein im Gebiet des Vorspessarts und der Wetterau. Seine Stratigraphie, Fazies und Paläogeographie.- Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades der Math.-Naturwiss. Fakultät der Universität zu Köln, 176 S., 4 Tab., 3 Taf., 15 Abb., [Selbstdruck].
SCHMITT, R. T. (1991): Buntmetallmineralisation im Zechstein 1 (Werra-Folge) des nordwestlichen Vorspessarts (Großkahl-Huckelheim-Altenmittlau).- Diplomarbeit für das Studienfach Mineralogie am Institut f. Mineralogie der Uni. Würzburg, 228 Blätter, zahlreiche Abb. und Tab., Würzburg [unveröffentlicht].
SCHMITT, R. T. (2001): Zur Petrographie, Geochemie und Buntmetallmineralisation des Zechstein 1 (Werra-Folge) im Gebiet Huckelheim - Großkahl (Nordwestlicher Spessart).- Mitteilungen des Naturwissenschaftlichen Museums der Stadt Aschaffenburg Bd. 20, 100 S., 42 Abb. (davon 5 farbig), 23 Tab., Hrsg. vom Naturwissenschaftlichen Verein Aschaffenburg.
SEIDENSCHWANN, G. (1980): Zur pleistozänen Entwicklung des Main-Kahl-Gebietes.- Rhein-Mainische Forschungen Heft 91, 194 S., 18 Abb., 2 Tab. (ausklappbar), 1 Karte als Beilage, [Verlag Waldemar Kramer] Frankfurt. 
WEINELT, W. (1962): Erläuterungen zur Geologischen Karte von Bayern 1:25000 Blatt Nr.6021 Haibach.- 246 S., mit 41 Abb., 4 Tab, 2 Beilagen, Bayerisches Geol. Landesamt München.
 



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